Ristorante La Gritta

Das La Gritta ist seit 1988 eine feste Adresse fĂŒr Feinschmecker auf Sardinien. In Palau, am nordöstlichen Zipfel der Insel haben die BrĂŒder Beniamino und Paolo D’Amore das Restaurant La Gritta mit italienischer Passion fĂŒr die feine mediterrane KĂŒche zu einer der ersten Adressen auf Sardinien aufgebaut. Immer wieder findet man das La Gritta auch in nationalen und internationalen GourmetfĂŒhrern als eines der besten Restaurants Sardiniens und Italiens.

„Wo die Liebe den Tisch deckt, schmeckt das Essen am besten“

Seit 2010 Jahren verwöhnt nun die nĂ€chste Generation, Beniaminos Tochter Simona D’Amore  und Schwiegersohn Roberto Pierro die GĂ€ste. Mit liebevoll zubereiteten SpezialitĂ€ten aus sardischer und italienischer FeinschmeckerkĂŒche und einer wunderbaren Auswahl auserlesener fantastischer Weine, die Simona als Sommelier jeden Winter neu wĂ€hlt.

Die tagesfrischen Fisch- und MeeresspezialitĂ€ten sind meine absolute Empfehlung, Top sind aber auch die typisch sardischen Fleischgerichte, wie das Porcetto Sardo, dass auf dem Barbecue allabendlich ĂŒber den offenen Feuer gegrillt und mit hausgemachtem Brot gereicht wird. Die frischen GemĂŒse, KrĂ€uter und Salate (teils aus dem eigenen Garten) runden alle Leckereien ab. Nachspeisen, Kuchen und Dolci gibt es ebenfalls in herrlicher Vielfalt.

Ganz Neu in der Saison 2021 das Menu Light Lunch, herrliche große Salatbowls fĂŒr alle GeschmĂ€cker von Vegan bis Fisch, eine tolle, typische La Gritta-Auswahl.

SelbstverstĂ€ndlich sind Brot, die herrliche Pasta und die italienischen Dolci hausgemacht und werden tĂ€glich frisch in der KĂŒche zubereitet. Sofern möglich kommen Lebensmittel von handverlesenen, lokalen oder regionalen Lieferanten, man achtet auf Bio und beste QualitĂ€t.

Mein Tipp: Wer sich unter all den Leckereien nicht entscheiden kann oder will (so wie ich), ĂŒberlĂ€sst die Wahl vertrauensvoll Chef Roberto. In La Gritta bietet Euch zwei tolle Menu Degustazione = DegustationsmenĂŒs 

âžĄïž  Degustazione light đŸœïž   3 Vorspeisen (Antipasti), wahlweise eine erste (Primo) oder eine zweite Hauptspeise (Secondo), eine Nachspeise (Dolce) 70,-- Euro pro Person

âžĄïž  Degustazione storia e innovazione  đŸœïž   3 Vorspeisen (Antipasti), eine erste Hauptspeise (Primo), eine zweite Hauptspeise (Secondo), eine Nachspeise (Dolce) fĂŒr  90,-- Euro pro Person
zuzĂŒglich GetrĂ€nke

Adresse & Öffnungszeiten

Ristorante La Gritta
Loc. Porto Faro
I-07020 Palau (OT) Sardegna/Italia

Tel. +39/0789-708045 & +39 333 367 7604

www.ristorantelagritta.it

auf Instagram gibts mehr herrliche Bilder der MenĂŒs, aus der KĂŒche und dem tĂ€glichen Leben des Gritta Teams

2021 – ab 17. Mai bis Ende November geöffnet

Ruhetag SONNTAG 

von 12.30 bis 14.30 Uhr
und 19.00 im FrĂŒhjahr, 19.30 im Sommer bis 23.00 Uhr

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Sa Pompia

Die FrĂŒchte sehen seltsam aus, sie sind relativ groß und wiegen bis 750 Gramm. Sie sind von sonnengelber Farbe und haben eine schrumpelige, dicke Haut mit knotigen Auswucherungen und ab und an auch tiefe Falten. Sie erinnert mich an einen Mix aus Pampelmuse, Orange und Zitrone.

Die Herbst- und Winterzeit auf Sardinien ist eine ganz besondere. Ich liebe sie, denn wenn der Trubel und die Touristen fort sind, kehrt mit Wind und WinterkÀlte eine ganz besondere Ruhe auf der Insel ein.

WinterkĂ€lte ist doch vielleicht ĂŒbertrieben oder auf hohem Niveau gejammert. Wir sprechen hier in der Gallura von „selten“ mal 0 – 7 Grad nachts und bis zu 18 – 20 Grad tagsĂŒber mit Sonnenschein und blauem Himmel. Ja, es regnet auch mal aber es ist ertrĂ€glich und ganz bestimmt nicht mit Gefilden nördlich der Alpen vergleichbar.

🌞😎🌞😎

Jetzt ist viel Zeit fĂŒr ausgiebige Wanderungen an menschenleeren StrĂ€nden oder in den Bergen. Zeit zum Einmachen, Einkochen, Hausschlachten, Einlegen, Wurst machen, Pilze, Spargel und KrĂ€uter sammeln und und und. Eben meine Lieblingszeit.

Sa Pompia

Ab Mitte Dezember bis Ende Januar ist eine ganz besondere und seltene sardische Zitrusfrucht reif: die Pompia, hier Sa Pompia. Die Pflanze mag mildes Klima und einen geschĂŒtzten Standort, weshalb sie heute in der Baronie an der OstkĂŒste, ab Budoni ĂŒber Siniscola bis Orosei anzutreffen ist. Ein befreundeter Agriturismo (Link folgt) baut sie an. Und wie sehr freue ich mich als in Corona Langeweile im Januar der Anruf kommt und ich nach Capo Comino fahren kann um meine Pompia ernten kommen kann.

Die FrĂŒchte sehen seltsam aus, alle sind sie verschieden, relativ groß und wiegen bis 750 Gramm. Sie sind von sonnengelber Farbe und haben eine schrumpelige, dicke Haut mit knotigen Auswucherungen und ab und an auch tiefe Falten. Sie erinnern an einen Mischung aus Pampelmuse, Orange und Zitrone. Reibt man an der Schale steigt ein wunderbar frischer Zitrusduft in die Nase. Beim PflĂŒcken der Frucht muß man sehr aufpassen, denn die Zweige sind sehr dornig. Die Schale ist sehr dick, es gibt wenig Fruchtfleisch und ihr Saft ist noch saurer als der einer Zitrone.

Bereits im Jahre 1760 wurde die Pompia in Statistiken ĂŒber Obstanbaugebiete fĂŒr den Vizekönig aufgefĂŒhrt. Im Jahr 1780 fand sie dann in einem Aufsatz ĂŒber die Artenvielfalt der Insel ErwĂ€hnung. Auf Sardinien werden schon seit vielen Jahrhunderten ZitrusfrĂŒchte angebaut und man nimmt an, dass die Pompia als Ergebnis einer natĂŒrlichen zufĂ€lligen Kreuzung entstanden ist. Geernet wird sie in den Wintermonaten, von Dezember bis Ende Januar. 

Die Pflanze ist heute sehr selten, was sicher daran liegt, dass sie roh kaum genossen werden kann und ihre Verarbeitung zu etwas Schmackhaftem sehr zeitaufwĂ€ndig ist. Überlebt hat die Pflanze auch wohl nur, weil sie in einigen lokalen SĂŒssigkeiten aus Siniscola verarbeitet wird, weshalb Familien oder Bauern kleine Anpflanzungen ĂŒber die Jahrhunderte erhalten haben. Seit 2015 ist die Pompia ein Presidi der Organisation Slowfood. 

Presidi sind konkrete Beispiele einer neuen, nachhaltigen Landwirtschaft. Sie erhalten lokale Ökosysteme, regionale Traditionen und schaffen Lebensmittel von unverwechselbarer QualitĂ€t. Eine QualitĂ€t, die nur erreicht wird, wenn die BedĂŒrfnisse von Umwelt, Mensch und Tier nicht gegeneinander ausgespielt, sondern in Einklang gebracht werden.

Quelle https://www.slowfood.de/was-wir-tun/presidi

Leckeres aus der Pompia

Als Sa Pompia intrea bezeichnet man die ganze kandierte ganze Frucht, wobei vorher die gelbe Schale außen sehr dĂŒnn geschĂ€lt oder abgekratzt und das Fruchtfleisch unter dem weißen Teil der Schale entfernt wurde. Übrig bleibt ein kleiner hohler Ball. Dieser wird in Wasser und Honig auf ganz kleiner Flamme zwischen zwei und drei Stunden geköchelt. In FeinkostlĂ€den oder auf den WochenmĂ€rkten der Gegend findet Ihr diese diese SpezialitĂ€t im Glas, eingelegt in ihrem Honig-Kochgelee. Die Frucht könnt Ihr in StĂŒckchen schneiden und pur genießen. Mit angerösteten MandelblĂ€ttern bestreut ist es ein tolles Topping fĂŒr ein schönes Vanilleeis oder zu einem feinen sardischen Pecorino-KĂ€se. Ihr solltet es probieren. Ich bin eigentlich kein Fan von kandierten FrĂŒchten aber Sa Pompia kandiert ist ganz anders. Ziemlich Saftig und der Gelee aus Fruchtsaft und Honig hat einfach einen ganz besonderen zitronig-pampelmusig-bittersĂŒssen Geschmack.

Einen Teil der entfernten Schale habe ich in 95 % Alkohol (fĂŒr Likör) und testweise mit Filu e Ferru, dem sardischen Aquavite, angesetzt. Alles steht noch und ich lasse ein paar Wochen reifen. Bin ganz gespannt auf das Ergebnis und halte Euch auf dem Laufenden.

Solltet Ihr im Winter auf Sardinien sein und irgendwie an die FrĂŒchte kommen, hier mein Rezept fĂŒr Eure eigene Sa Pompia Herstellung:

Das Rezept Sa Pompia intrea

  • 10 frische Pompia FrĂŒchte
  • 2 Liter Wasser
  • 1,5 kg guten sardischen Wildblumenhonig (Millefiori)

Die gelbe Haut der FrĂŒchte möglichst dĂŒnn abschĂ€len oder abkratzen.

Danach wird rund um den Stielansatz kreisförmig eingeschnitten und der entstandene Deckel entfernt. Nun setzt Ihr einen kleinen Löffel in der Frucht an und schiebt Fruchtfleisch und die Weiße Schale StĂŒck fĂŒr StĂŒck auseinander, bis Ihr das Fruchfleisch herausnehmen könnt. Es entsteht so ein kleines hohles BĂ€llchen. 

Das Wasser aufkochen und den Honig darin auflösen, dann die FrĂŒchte hineinlegen und auf der kleinsten Stufe langsam vor sich hinköcheln lassen.

AnfĂ€nglich sind die Schalen weiß, sie Ă€ndern nach und nach ihr Aussehen, bis sie durchscheinend sind. Das dauert zwei bis drei Stunden. Ihr solltet immer ein Auge auf den Topf haben und ab und an umrĂŒhren, damit die „Sauce“ nichts anbrennt und die Sauce nicht dunkel wird.

Dann sind sie fertig und ihr könnt Eure Pompia in EinmachglĂ€ser abfĂŒllen. Ich verwahre sie „zur Sicherheit“ im KĂŒhlschrank auf, zur lĂ€ngeren Konservierung solltet Ihr sie noch einkochen.


Buon Appetito â€“ viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.. Wie immer, bei Fragen einfach fragen..

Eure Anja


La Suppa! Die Zuppa Gallurese oder Zuppa Cuata

Kalt, usselig Lockdown und Lust auf Sardinien in der KĂŒche? Dann flott mal checken, ob Ihr alles fĂŒr diese Reichhaltigen, wĂ€rmenden Brotauflauf im Haus habt und nichts wie los. Wir machen Zuppa Gallurese, die nichts oder nur wenig mit Suppe zu tun hat und ĂŒberhaupt nichts fĂŒr DiĂ€tfans ist, denn die Zuppa ist dann genau richtig, wenn sich der KĂ€se in langen FĂ€den von der Gabel zieht.

Geht es um’s Essen oder um den Wein, hat jede Region in Italien ihr traditionelles Gericht, mit dem sie sich geschichtlich identifiziert. Da sind die Tortellini in Emilia, das Pesto in Ligurien, die Orecchiette in Apulien oder das mythische kiloschwere Florentiner Steak in der Toskana – nicht zu vergessen die Pizza in Neapel.

FĂŒr die Gallura, Sardiniens Norden, ist es ohne Zweifel die Zuppa Gallurese, die Geschichte schrieb.

Im Hinblick auf Kalorien und Verdaulichkeit der Zuppa, sei anzumerken, dass der Cholesteringehalt des Auflaufes – in Massen genossen – eine wahrhaft tödliche Waffe ist 😀

Um den „Schaden“ so gering wie möglich zu halten, genieße ich die Zuppa als Hauptmahlzeit mit einem schönen grĂŒnen Salat.

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Das Rezept fĂŒr 4 – 6 Personen

FĂŒr die Suppe:

  • etwa 2 Kilo Suppenfleisch vom Rind, vom ausgewachsenen Tier (wir nehmen Fleisch von unserem Metzger aus dem Dorf oder Bio Fleisch aus der Region)
  • ALTERNATIVE 1 –  Fleischmix 1 kg Rind, 1 Kg Schwein und 500 Gramm Lamm oder Ziege
  • ALTERNATIVE 2 Vegetarisch â€“ 2 Kg gemischtes SuppengemĂŒse
  • zwei bis drei frische Tomaten / lecker sind auch getrocknete Tomaten
  • Eine große Zwiebel
  • zwei bis drei Karotten
  • zwei Stangen Staudensellerie
  • Basilikum und Petersilie nach Geschmack
  • Salz zum Abschmecken

dann:

  • 750 Gramm altbackenes Weißbrot möglichst Hartweizenmehl oder -gries (einfaches Rezept fĂŒr Sardisches Brot folgt)
  • 750 Gramm KuhmilchkĂ€se (wenig gesalzen) Peretta (sardischer „Beutel“KĂ€se, junger Gouda geht als Alternative) / wer es deftiger mag mischt mit Pecorino (sardischem SchafskĂ€se)

Nach dem Originalrezept wird aus 500 Gramm Hartweizenmehl und -gries zwei Laibe Brot gebacken, dass fĂŒr drei Tage an die Seite gestellt wird (Anm. Rezept folgt schnellstmöglich)

GemĂŒse putzen, waschen und grob Zerteilen (ich lasse immer alles ganz). Fleisch abwaschen.
Die Zwiebel halbieren und in einem großen Suppentopf in ein wenig Olivenöl scharf  anbraten. Danach das Fleisch und das restliche GemĂŒse zugeben und mit 2,5 Liter kaltem Wasser aufgießen. Ein kleines Glas Weisswein gebe ich ich noch dazu.

Auf höchster Stufe aufkochen, danach auf kleinster Flamme im offenen Topf 2 Stunden langsam köcheln und reduzieren lassen. Immer wieder den Schaum abschöpfen. Wenn die FlĂŒssigkeit zu sehr einkocht, noch etwas Wasser nachgiessen.

Ist die Suppe fertig, nehmt Ihr das Fleisch heraus und stellt es zur Seite. Die Suppe wird noch abgeschmeckt, das GemĂŒse herausgenommen, gesiebt und geklĂ€rt (wenn gewĂŒnscht). Etwas abkĂŒhlen lassen.

TIPP: Das Suppenfleisch wird vom Knochen gelöst, in mundgerechte StĂŒcke geschnitten und mit frischen Tomaten, Zwiebeln, Oliven, Olivenöl und Essig zu einem feinen Salat gezaubert.

So geht es weiter:

Das Brot nun in feine Scheiben schneiden. Den KĂ€se grob reiben.

Eine Auflaufform mit weißem Speck oder Olivenöl ausstreichen.
Darauf eine Schicht Brotscheiben legen und diese mit dem geriebenen KĂ€se bestreuen. Danach noch etwas gehackte Petersilie und wer mag auch ein bisschen Pfeffer.
Schicht fĂŒr Schicht weitermachen bis alle Zutaten verbraucht sind.

Nun einige Schöpflöffel SuppenbrĂŒhe vorsichtig auf das geschichtete Brot giessen. Die Zuppa an einigen Stellen mit der Gabel einstechen und etwas abwarten, dass sich die BrĂŒhe gut verteilt und komplett in das Brot einzieht.

Bei Bedarf noch BrĂŒhe nachgießen, Vorsicht – das Brot soll gut durchgezogen sein aber nicht in BrĂŒhe schwimmen – sonst wird das Ergebnis zu pappig.

Zu allerletzt noch etwas KÀse auf die oberste Schicht und ab in den Ofen. Wer keinen Holzofen am Haus hat, kann alternativ selbstverstÀndlich einen e-Herd oder Gasherd nutzen.

So lange backen, bis OberflÀche der Zuppa eine schöne goldgelbe Kruste hat.

180 Grad ca. 45 Minuten bis 1 Stunde

Aus dem Ofen nehmen, einige Minuten abkĂŒhlen lassen und servieren. Dazu ein frischer grĂŒner knackiger Salat, der ganz einfach nur mit Öl und Zitronensaft angemacht ist.

Dazu empfehle ich folgende Weine:
Rotwein IGT Colli di Limbara
auch ein Weißwein einen Vermentino aus der Gallura (wir lieben Funtanaliras oder Stellato)


Buon Appetito â€“ viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.. Wie immer, bei Fragen einfach fragen..

Eure Anja


Geschichte der Zuppa

Von den Galluresern liebevoll und einfach „la zuppa“ genannt könnte sie uns heute, sofern sie ein Buch wĂ€re eine lange Geschichte ĂŒber ihre Entstehung berichten.

Sie wĂŒrde uns erzĂ€hlen, von der Gallura, von ihren Menschen und dem Leben im Mikrokosmos der antiken Stazzi, den galluresischen BauernhĂ€usern oder LĂ€ndereien.

Die Stazzi

entstanden Ende des 16 Anfang des 17 Jahrhunderts. Erste korsische Einwanderer, vermittelten den Sarden die Bauweise der einfachen Behausungen, die schlicht, einfach und rechteckig waren und meist nur aus zwei RĂ€umen bestanden, umgeben von kleineren Einfriedungen fĂŒr das Vieh. Wurde die Familie der Bewohner grĂ¶ĂŸer, wurde einfach ein Raum angebaut. Stets aber im einfachen Stil.

Hart aber fast autark war das Leben in den Stazzi. Außerhalb der ersten Dorfansiedlungen lebten dort die Landbesitzer und/oder ihre Hirten, betrieben Land- und Viehwirtschaft, versorgten so die ersten Dörfer mit Lebensmitteln und setzten damals den Grundstein fĂŒr eine Kultur & Landschaft die bis heute die Gallura prĂ€gt.

Die Zuppa erzÀhlt

WĂŒrde die Zuppa erzĂ€hlen können, wĂŒrde sie uns erzĂ€hlen, von alten Hartweizensorten wie dem Tricu Ruiu, dessen Weizengries die Grundlage fĂŒr das von der Hausfrau im Ofen, dem Lu Furru, zubereitete Brot war. Viele traditionelle Gerichte, die heute praktisch komplett von BildflĂ€che verschwunden sind, wurden daraus gemacht..

Oder von den alten Haustierrassen, die resistent gegen DĂŒrre und durchaus zufrieden mit dem mageren kargen Weiden waren und sich von dem ernĂ€hrten, was sie darauf finden konnten.
Mager, aber reich BiodiversitÀt die mit verschiedensten Pflanzen und KrÀutern, der Milch und dem Fleisch ein besonderes Aroma verliehen. Nur noch wenige Landwirte hier haben einige dieser wunderbaren Tiere.

Weiter zum Ofenholz, das tĂ€glich zusammengetragen werden musste, das aus Obst und Macchia-Gehölzen, wie Corbezzolo oder Wacholder bestand und in dessen Rauch, mit DĂŒften und Aromen erfĂŒllt, den im Ofen zubereiteten Speisen ein besonderes Aroma ĂŒbertrugen.

Ach ja, der Ofen, Lu Furru, der wichtigste Teil der KĂŒche des sardischen Stazzu. Er verlieh der ersten Zuppa mit seiner sanften WĂ€rme zusammen mit dem Holz der Macchia eine besondere WĂŒrze.

Ein Hoch auf die Bauersfrau

welche die Erste war, die entdeckte das altbackenes Brot, in einer guten FleischBrĂŒhe eingeweicht so gut wurde. Leider ist ihr Name nicht ĂŒberliefert.
Was sie dazu anhielt, das alte Brot in Scheiben zu schneiden, es in eine Auflaufform, mit Schweineschwarte gefettet, zu schichten und mit KĂ€se und KrĂ€utern zu verfeinern und dann die BrĂŒhe aufzugiessen? Wir wissen es nicht.
Wie hat die gute Frau entdeckt, dass ein ein frischer KĂ€se aus Kuhmilch „pischieddha“ so feine FĂ€den „filasse“ zieht, wenn er durchgebacken wird oder was die richtige Hitze im Ofen ist die zulĂ€sst, das sich eine feine ĂŒberaus leckere Kruste bildet.

Im Laufe der Jahrhunderte lud die Entdeckung der Zuppa auf jeden Fall andere Frauen dazu ein, ihren Beitrag und KreativitÀt in das Gericht zu setzen, es zu verÀndern, verbessern oder zu bereichern.
Einige haben weitere GewĂŒrze zugesetzt, andere haben versucht, eine gute Soße aus frischen Tomaten hinzuzufĂŒgen. Eine Variante, die sich nach und nach in den Gebieten von von Arzachena, Aglientu, Trinita di Agultu durchsetzte.

Die Zuppa spielt noch heute in den KĂŒchen der galluresischen Hausfrauen eine wesentliche Rolle und ist auf geselligen ZusammenkĂŒnften der Galluresi „Spuntini“ und Hochzeiten Pflicht.

Jedoch scheint sich teilweise eine Massenproduktion einzuleiten, in manchen Restaurants oder Agriturismi in Aluschalen respektlos eingefroren, mit FertigwĂŒrze gewĂŒrzt und auf Kosten der Frische, IntensitĂ€t der Aromen im Ofen wieder aufgetaut – kaum mehr nutzt einer heute noch den guten echten, alten Backofen.

Bilder: privat & Comune Luogosanto


Nordsardinien – die Gallura

Gallura


Glitzendblaues Meer, bizarre Granitstein-Kulissen, immergrĂŒne Macchia, schroffe Berge, sanfte HĂŒgel, ein Himmel so blau und eine Sonne so strahlend, dass es scheint, als herrsche ein ewiger Sommer ĂŒber dieser wunderbaren Gegend đŸ€

In fast allen Sardinien-ReisefĂŒhrern, ob online oder als Druckwerk, ist die Gallura als eines der schönsten Reisegebiete Sardiniens anpriesen und der Meinung kann ich mich auch nur anschließen.

Der gesamte nord-östliche Teil der Insel ist ein wahres Naturschauspiel. Eingerahmt von unzĂ€hligen StrĂ€nden und StrĂ€ndchen mit tĂŒrkisfarbenem Meer, von bizarren Granitstein-Kulissen, immergrĂŒnen KorkeichewĂ€ldern auf sanften, immer höher steigenden HĂŒgeln, GebirgszĂŒgen und fantastischen Felsformationen aus Granit.

Keine sardische Landschaft ist abwechslungsreicher als die Gallura, nirgends sind die Farben ausgeprĂ€gter und die WasserqualitĂ€t des Meeres besser als im Norden der Insel.

Luogosanto

Locusantu im hiesigen Dialekt oder auf Deutsch heiliger Ort. Man sagt, das Land ist gesegnet, bestĂ€ndig und stark, wie der Stein auf den das Dorf gebaut ist: der Granit. 321 MeterÂ ĂŒber dem Meer liegt Luogosanto, wie angeklebt an die Flanken des Monte Juanni, dem Hausberg mit seinen drei Gipfelspitzen. Etwas mehr als 1800 Einwohner stark, ist Luogosanto schon seit Jahrhunderten eines der wichtigsten Bergdörfer im Norden Sardiniens. weiterlesen

In Vorbereitung:

  • von Olbia bis Golfo Aranci
  • Costa Smeralda
  • von Baia Sardinia ĂŒber Cannigione nach Palau
  • La Maddalena, Caprera
  • von Palau ĂŒber Porto Pollo, Porto Pozzo bis Santa Teresa Gallura
  • Capo Testa
  • Rena Majore, Costa Paradiso bis Badesi und Valledoria

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Anreise mit der FĂ€hre

FĂŒr Reisende die mit dem Auto, Motorrad, Bike, Bahn oder Bus anreisen stehen ganzjĂ€hrig viele FĂ€hrverbindungen vom italienischen Festland aus zur VerfĂŒgung. GanzjĂ€hrig werden Olbia & Golfo Aranci im Nordosten, Porto Torres im Norden, Cagliari im SĂŒden von den meisten Gesellschaften angefahren. In der Hochsaison kommen die HĂ€fen Santa Teresa Gallura und Arbatax dazu.

Die meisten FĂ€hren fahren ĂŒber Nacht, in den Hochsommer Monaten ab Juni bis Ende September bieten sie aber auch Überfahrten am Tag an. Auf den Webseiten der Anbieter findet Ihr alle Informationen.

Tipps zur FĂ€hrfahrt

Wer mit eigenem Auto oder GefĂ€hrt (Womo, Motorrad oder Fahrrad) anreist muß in der Regel 2 Stunden vor Abfahrt im Hafen sein. Auf großen ParkplĂ€tzen werdet Ihr in Reihen fĂŒr die Überfahrt eingecheckt. Eure Tickets werden eingecheckt und Euer GefĂ€hrt bekommt in der Regel einen Aufkleber verpasst.

Ist das Schiff bereit zum beladen, werdet Ihr von den Mitarbeitern in den Schiffsbauch und Euren Parkplatz eingewiesen. Das geht ab und an recht laut und ein wenig stressig zu, gerade mit Gespannen ist Geschick im Handling gefragt. Habt Ihr Euren Parkplatz gefunden, mĂŒsst Ihr den Wagen in Richtung der Passagierdecks verlassen und könnt auch wĂ€hrend der Dauer der Überfahrt nicht mehr auf das Parkdeck zurĂŒck!! Denkt also daran alles Notwendige fĂŒr die Überfahrt mitzunehmen. !! Merkt Euch Euer Parkdeck !! Auch dĂŒrfen Tiere nicht im Auto bleiben!!

Wer frĂŒh bucht, kann bei den Gesellschaften oft von Sonderangeboten profitieren. Bei Fahrten ĂŒber Nacht ist die Buchung einer Kabine ratsam. Ihr könnt aber auch Last Minute bei Eintreffen auf dem Schiff am Empfang noch einmal nachfragen, ob freie KapazitĂ€ten zur VerfĂŒgung stehen, außerhalb der Saison ergibt sich manchmal was.

Die Schiffe sind groß und zu Anfang recht unĂŒbersichtlich. Man gewöhnt sich daran, auch hilft die Beschilderung sich zurechtzufinden. Habt Ihr eine Kabine gebucht, wendet Euch zuerst an die Rezeption. Die FĂ€hren haben Restaurants an Bord, die Preise sind ab und an etwas ĂŒbertrieben. Ihr könnt auch Eure eigene Verpflegung mitbringen.

Fahrtzeiten der FĂ€hren Festland – Sardinien

Genua – Olbia / Überfahrtsdauer ca. 11h 30min* 
Livorno – Olbia / Überfahrtsdauer ca. 06h 30min* 
Piombino – Olbia / Überfahrtsdauer ca. 04h 30min* 
Neapel – Cagliari / Überfahrtsdauer ca. 16h 00min* 
Palermo – Cagliari / Überfahrtsdauer ca. 13h 30min* 
Civitavecchia – Olbia / Überfahrtsdauer ca. 04h 45min* 
Genua – Porto Torres / Überfahrtsdauer ca. 10h 00min* 
Civitavecchia – Cagliari / Überfahrtsdauer ca. 14h 30min*
Livorno – Golfo Aranci / Überfahrtsdauer ca. 08h 00min* 
Civitavecchia – Arbatax / Überfahrtsdauer ca. 10h 30min* 
Civitavecchia – Golfo Aranci / Überfahrtsdauer ca. 05h 15min* 

Fahrtzeiten Frankreich & Korsika – Sardinien

Marseille – Porto Torres / Überfahrtsdauer ca. 17h 30min* 
Bonifacio – S. Teresa di Gallura / Überfahrtsdauer ca. 01h 00min*

Fahrtzeiten Sizilien – Sardinien

Trapani – Cagliari / Überfahrtsdauer ca. 10h 00min* 
Palermo – Cagliari / Überfahrtsdauer ca. 13h 30min* 

* Alle Angaben nach bestem Gewissen und Recherche – jedoch ohne GewĂ€hr ;o)

Viel Spaß bei Eurer FĂ€hrĂŒberfahrt.

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Anreise nach und Mobil auf Sardinien

Ob mit dem Flugzeug – meist nur eine Flugstunde von vielen deutschen, österreichischen oder schweizer FlughĂ€fen entfernt – und weiter mit dem Mietwagen, dem eigenen Auto oder Fahrrad (auch das hatten wir schon), Sardinien ist heute gut erreichbar.

Und das war nicht immer so: Bis vor 20 Jahren war Sardinien noch ein wirklicher Geheimtipp unter den Reisenden (von vielen mit Sizilien verwechselt) und nur von wenigen Urlaubern besucht. Das Monopol der italienischen Fluggesellschaften und veraltete Gesetze verbaten Taxifliegern und Co. den Anflug aus dem europĂ€ischen Ausland. 

2003 wurde die Alleinherrschaft der italienischen Fluggesellschaften durch die EU gekippt und seitdem erreichen tĂ€glich und ganzjĂ€hrig viele Flieger aus dem europĂ€ischen Raum das bis dahin noch im Dornröschenschlaf befindliche Sardinien, was damals ein Segen fĂŒr die Insel war.

Heute findet ein Umdenken statt. Wir mĂŒssen beginnen RĂŒcksicht zu nehmen, auf das Klima des schönen blauen Planeten auf dem wir leben und den wir unseren Kindern und Enkeln ĂŒberlassen werden. Sardinien ist aber eine Insel, die nicht mal eben so schwimmend erreicht werden kann. Ziemlich viel Mittelmeer liegt zwischen uns und dem italienischen Festland, zwangsweise sind also fĂŒr die Anreise Teufel oder Belzebub zu wĂ€hlen: Flugzeug oder der FĂ€hre. Ein paar Gedanken dazu in einem meiner nĂ€chsten Artikel in Vorbereitung.


FlughÀfen auf Sardinien

Sardiniens große FlughĂ€fen sind:

  • im Nordosten Olbia mit dem Flughafen Olbia Costa Smeralda,
  • im Nordwesten auf dem Flughafen Alghero-Fertilia und in
  • SĂŒdsardinien auf dem Flughafen Cagliari Elmas.

FĂ€hre & HĂ€fen

FĂŒr Reisende die mit dem Auto, Motorrad, Bike, Bahn oder Bus anreisen stehen ganzjĂ€hrig viele FĂ€hrverbindungen vom italienischen Festland aus zur VerfĂŒgung. GanzjĂ€hrig werden Olbia & Golfo Aranci im Nordosten, Porto Torres im Norden, Cagliari im SĂŒden von den meisten Gesellschaften angefahren. In der Hochsaison kommen die HĂ€fen Santa Teresa Gallura und Arbatax dazu.

Die großen FĂ€hrgesellschaften:

  • Moby Lines, mit den AbfahrtshĂ€fen Genua, Livorno, Piombino, Civitavecchia, Neapel oder Palermo
  • Grimaldi Lines, mit den AbfahrtshĂ€fen Livorno, Civitavecchia, Salerno oder Palermo
  • Sardinia-Corsica Ferries, mit den AbfahrtshĂ€fen Livorno, Nizza und Toulon
  • Tirrenia, mit den AbfahrtshĂ€fen Genua, Civitavecchia, Neapel und Palermo
  • GNV Grandi Navi Veloci, mit den AbfahrtshĂ€fen Genua und Civitavecchia

weiterlesen: Fahrtzeiten der FĂ€hren, Reisetipps fĂŒr die FĂ€hre


Mietwagen

Mietwagenstationen gibt es heute an allen FlughĂ€fen, den meisten StĂ€dten und Orten und oft werden Mietwagen auch in Hotels oder UnterkĂŒnfte gebracht.

Stinknormale Autos in allen Kategorien bekommt Ihr bei dem Mietwagen-Anbieter AutoEurope, die ihre Schalter an allen sardischen FlughĂ€fen haben. Ich arbeite seit ĂŒber 20 Jahren mit dem Unternehmen und habe bisher nur beste Erfahrungen gemacht. Ich empfehle, die Mietwagen der mittleren Preiskategorie und der großen Anbieter zu wĂ€hlen
âžĄïž hier geht es zur Mietwagen Buchung bei Auto-Europe

Besondere Mietwagen-Modelle, schicke Cabrios, Lieferwagen, MotorrÀder und Scooter bekommt Ihr bei

âžĄïž AM Service, Arzachena. in Nordsardinien bringen sie die Autos (gegen GebĂŒhr) ins Hotel oder Eure Unterkunft. Eine sehr zuverlĂ€ssige Firma.

Beachtet, dass die großen Anbieter ihre Mietwagen nur mit Vorlage eines gĂŒltigen FĂŒhrerscheines und einer Kreditkarte DES FAHRERS herausgeben. Aufladbare Kreditkarten werden NICHT akzeptiert.

In Vorbereitung:

  • Shuttle Services Nordsardinien
  • Bus mieten
  • Fahrrad Vermietstationen
  • Wohnmobil Vermietstationen

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Wetter und Klima

Auf Sardinien herrscht mediterran-mildes Klima auch Mittelmeerklima genannt. Das bedeutet, dass die warme Periode 8 – 10 Monate betragen kann und zeichnet sich durch heiße, trockene Sommer und milde, ab und an regenreiche Winter aus. Die Temperaturunterschiede von Nord nach SĂŒd (ca. 275 km) können im Jahresmittel 5 – 8 Grad betragen. Im August sind Tagestemperaturen um und ĂŒber 40 °C keine Seltenheit.

Der Übergang der Jahreszeiten ist kurz, aber ausgeprĂ€gt. Wer Sonne und WĂ€rme liebt, kommt von April/Mai bis Oktober und hat fast Schönwetter und Warmgarantie. Ich hatte aber auch schon im Dezember GĂ€ste, die sich zum Jahreswechsel am 31.12. ein Bad im blitzeblauen, glasklaren Meerwasser von Rena Majore gönnten. Zwischen Mitte Juli und Mitte September sind die Tagestemperaturen die höchsten.

Die Empfindung von WĂ€rme ist relativ. FĂŒr Sarden sind die Dezember/Januar/Februar Tagestemperaturen 10 - 15 °C (im Plus selbstverstĂ€ndlich) Grund genug, sich in Daunenjacke-Schal-MĂŒtze-Kombi bei strahlendem Sonnenschein auf die Straße zu begeben. Der Tourist aus Norwegen entblĂ€ttert sich und freut sich auf warme Tage im kurzarmigen T-Shirt. 

Das FrĂŒhjahr

Das FrĂŒhjahr, mit stabileren WetterverhĂ€ltnissen, könnt Ihr ab Mitte MĂ€rz erwarten. Die Temperaturen und Sonnenstunden steigen stĂ€ndig. Ab April kann das Meer „ab und an“ schon „Badetemperatur“ erreichen. Ich liebe den Mai, seine angenehmen Tages- und Nachttemperaturen, angenehm und nicht zu warm um sportlich die Insel zu entdecken, auch mal baden zu gehen und vor allem ist Sardinien GrĂŒn und Bunt. Eine blĂŒhende Insel, die Natur lockt einzigartig mit BlĂŒtenpracht, Farbe und den wĂŒrzigen DĂŒften der sardischen KrĂ€uter. FĂŒr mich sind FrĂŒhjahr, Herbst und Winter die schönste Zeit Sardinien zu entdecken, auch weil gerade diese Monate kaum Tourismus und Trubel herrscht. Zeit zum Wandern, Biken, Klettern, StĂ€dtebummel, Inlandtouren.

Der Sommer

Der Sommer hĂ€lt ab Juni Einzug. Die Regentage sinken quasi auf null, Sardinien wird zum Paradies fĂŒr BadegĂ€ste.  Die höchsten Jahrestemperaturen sind ab Mitte Juli bis Ende August zu erwarten, das Thermometer steigt gerne auch mal ĂŒber die 40 ° C. Jetzt stehen Beach, Wassersport und Baden auf dem Programm der Sommer-Sardinienfans. Ich liebe es, wenn nach einem heißen Sommertag die Temperaturen wieder sinken, dann auf einen Sundowner an den Leuchtturm des Capo Testa, im Anschluß auf einen der vielen NachtmĂ€rkte zum Bummeln. Sie öffnen ab ca. Mai/Juni bis Ende September, allabendlich ab ca. 21 Uhr im Norden: Porto Cervo, Baia Sardinia, Cannigione, Palau, La Maddalena und Santa Teresa

Der Herbst

Ab Mitte/Ende September sinken die Temperaturen (endlich) wieder und Sardinien blickt Richtung ruhige Jahreszeit, Herbst und entspanntes Leben. Die ersten (seltenen) RegenfĂ€lle lassen die Insel nach dem langen trockenen Sommer aufatmen und wieder grĂŒn werden.  Es blĂŒht auch wieder zwischendrin, allerdings etwas dezenter und nicht so ĂŒberschwĂ€nglich wie im FrĂŒhjahr. Sport, AktivitĂ€t und Entdecken steht wieder auf dem Inselprogramm und, eine meiner Lieblingevents starten jetzt wieder: Ab SpĂ€tsommer bis in den Dezember hinein beginnen im Herzen Sardiniens die Herbstfeste, die Cortes Apertas. Große und kleine Dörfer öffnen ihre Hinterhöfe, zeigen Tradition, Kultur & Leben der vergangenen Jahrhunderte. Im letzten Jahr fanden sie leider nicht statt, ich hoffe, dass in diesem Corona Jahr 2, Euch aber von meinen Besuchen dort berichten kann.

Der Winter

Winterlich kĂŒhl ist von Mitte Dezember bis Ende Februar. Die Insel ist grĂŒn. Das Wetter ist wechselhaft. Sonnige und vom Wind gekĂŒhlte Tage, Sturm, Wolkenflug, ab und an Regen im stĂ€ndigen Wechsel mit strahlendem Sonnenschein und bis zu freundlichen 18 bis 22 Grad. In den Dörfern riecht es nach kuscheligen Holzöfen.

Jetzt ist es wieder die richtige Zeit fĂŒr wetterfeste Inselentdecker, Wolkenspektakelliebhaber, StrandspaziergĂ€nger, Wanderer, Schlemmerer, Genießer, Kaminfeuerduft und der sardischen Waldarbeiter.

Sardinien ist das ganze Jahr eine Reise wert. AjĂČ in Sardegna, bis bald auf Sardinien ☀