Sardinia to Santiago – Camino Frances 2019

Mein erster Jakobsweg war wahrlich eine Hardcore Erfahrung f√ľr mich. Hochzeitplanende Schlappi-Frau – zu Fu√ü durch Nordspanien auf dem Camino Frances. Pers√∂nlich gerufen hat mich der Weg, lange Jahre, das ist so, kein Zweifel. Und im Oktober 2019 habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Zu Fu√ü, mit Pilgerpass, viel zu viel Zeugs und einem 13,5 kg schweren Rucksack. Sardinia to Santiago – von Sardinien nach Santiago de Compostela. Gefreut, gelacht, geheult, geflucht – aber nach meinen Kindern, das tollste Abenteuer meines Lebens. Der Weg meines Lebens. In diesem Sinne, ein paar Bilder f√ľr Euch ¬°Buen Camino! ūüĎ£

Die nette Karte aus dem Titelbild könnt Ihr auch bestellen bei Ideas Peregrinas Рonline

Camino Frances 2019 ūüĎ£ūüĎ£

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Wandern: Bruncu Spina & Punta La Marmora

Lieblingstour mit ‚≠ź‚≠ź‚≠ź‚≠ź‚≠ź

Fast 25 Jahre ist Sardinien meine Heimat und erst jetzt und dank dem Virus, der derzeit die Welt beherrscht und mich in arbeitsfreie Zwangspause geschickt hat, habe ich es geschafft, die zwei h√∂chsten Gipfel meiner Lieblingsinsel zu erklimmen. So sitze ich sinnierend unter dem Gipfelkreuz Punta la Marmora, verspeise dabei mein kleines Picknick und bin √ľberw√§ltigt vom panoramastarken Naturschauspiel das mich umgibt. Wie klein auf einmal die Inselwelt zu meinen F√ľssen.

Vor mir der Hund. Wieder mal sitzt sie direkt √ľber dem Abgrund und l√§sst, Blickrichtung Osten, die Ohren im Wind baumeln. Mir wird schwummerig beim Anblick von Hund und dem wirklich steilen Steilhang unter ihr. Hypsiphobie ist mein, die H√∂henangst und meine mutige Wandertour in die Berge hat mich heute einige Male, einige √úberwindung gekostet. Aber Sardinien von Oben, ist definitiv eine Belohnung.

Wandertour vom Refugio S’Arena √ľber den Gipfel des Bruncu Spina zum Gipfel Punta la Marmora

Start & Ziel: Parkplatz S’Arena https://goo.gl/maps/6AVcgLxdEBBnp83d6 am derzeit immer noch (Mai 2021) verlassenen Rifugio. Hier stehen ausreichend Parkpl√§tze zur Verf√ľgung. Ab hier gehts Bergauf, immer den Zeichen des Wanderwegs Sentiero CAI 721 folgend. Rot wei√ü rote sind die Zeichen die auf Steinen und Schildern den Weg weisen. 

Anfahrt: √ľber Tonara, Desulo oder Fonni

Schwierigkeit: mittel auf lockerem unbefestigten Untergrund
Dauer: 4 ‚Äď 6 Std. je nach Kondition
Strecke 16 km 
Max H√∂he 1.853 m
H√∂henmeter auf ‚¨ÜÔłŹ 560 – 721 H√∂henmeter ab ‚¨áÔłŹ 560 – 721 (je nach App)
Kondition mittel  Technik mittel  Erlebnis sehr cool  Landschaft extrem sch√∂n


Kurzbeschreibung:

Mittelschwere Wandertour, auch f√ľr MTB Singletrail K√∂nner geeignet. Teilweise steile Anstiege und Abstiege auf teilweise lockerem, steinigen Untergrund auf den h√∂chsten Gipfel Sardiniens, den Punta La Marmora. Traumsch√∂ne sardische Berglandschaft, pure Natur und √ľberw√§ltigende Ausblicke erwarten Euch. Unterwegs gibt es nur gegen Ende eine Wasserquelle, also ausreichend Trinkwasser einpacken.

Ausstattung & Ausr√ľstung:

Gutes Schuhwerk mit Profil oder feste Wanderschuhe sind auf dieser Tour ein Mu√ü. Ich habe die Tour Mitte Mai gemacht, es war noch relativ gr√ľn und doch schon ziemlich warm. Denkt an ausreichend Wasser, Sonnencreme und Sonnenschutz.

Meine Packliste f√ľr Sardinien Tages Wandertouren k√∂nnt Ihr hier als pdf Datei downloaden

Macht die Tour bitte nur bei guten Wanderwetter !! Auch in Sardiniens Bergen kann das Wetter schnell wechseln,
dann wird die Tour wegen der steilen Hänge und rutschiger Wege schnell gefährlich.

Leckere Adressen in Tonara

Mein Ausgangsort f√ľr die Tour auf das Dach Sardiniens ist das St√§dtchen Tonara, bekannt f√ľr die zuckers√ľsse Spezialit√§t Torrone (eine Art t√ľrkischer Honig), sowie f√ľr Brot und diverse K√§sespezialit√§ten vom Schaf und der Ziege. Meine Verpflegung f√ľr ein verdientes Picknick am Gipfelkreuz besorge ich mir dort bei lokalen Anbietern. 

Lokale Wurst & K√§sespezialit√§ten – Metzgerei Attilo Sau, Via Su Nuratze 1, Tonara (im Einkaufszentrum) https://g.page/simplytonara?share

Brot ‚Äď Antico Panificio Todde bei Maria, Via Spano, Tonara, Montag bis Samstag von 8.00 bis 13.00 und 17.00 bis 18.30 – https://goo.gl/maps/xAE1ZQ7mpPHaT2Az8


Nationalpark Golfo di Orosei – Gennargentu

Die Gipfel Bruncu Spina und Punta la Marmora, Ziele meiner heutigen Wandertour, liegen in einem Teil des Parco Nazionale del Golfo di Orosei ‚Äď Gennargentu. Er ist einer der j√ľngsten italienischen Nationalparks und mit 73.935 Hektar der gr√∂√üte auf Sardinien

Hier sind wir im wilden Inselherzen, der Barbagia, dem Land der Barbaren, wie es die R√∂mer des wehrhaftes Volkes wegen nannten. Nirgendwo entdeckt Ihr Sardinien urspr√ľnglicher, wilder, vielf√§ltiger. Nirgendwo ist die Sch√∂nheit der Landschaft spektakul√§rer und atemberaubender. Und kriegerisch ist heute hier niemand mehr, im Gegenteil, Gastfreundschaft ist hier heilig.

Erreicht man das von Olbia 100 km entfernte Nuoro in gut einer Fahrtstunde, solltet Ihr f√ľr die n√§chsten 60 km von Nuoro nach Tonara eineinhalb Stunden Fahrtzeit einplanen. Statt Schnellstra√üe tuckelt man hier √ľber kleine Str√§sschen, H√ľgel, Berge, T√§ler gespickt mit unz√§hligen Kurven.

Der Nationalpark beginnt s√ľdlich von Nuoro, erstreckt sich von dort in Richtung Osten und S√ľden. F√§hrt man von Nuoro √ľber die Staatsstra√üe SS 389, in Richtung Arbatax, liegen linker Hand Dorgali, Orgosolo und Oliena, wo sich der im Sonnenlicht die hellgrau strahlende Bergspitze des Monte Corrasi (1.463 Meter) wie ein W√§chter √ľber das St√§dtchen Oliena erhebt. 

10 km au√üerhalb Oliena sprudelt die Quelle Su Gologone kraft- und eindrucksvoll aus den dunklen Tiefen ihres Berges Udd√© ans Licht und in das kleine Fl√ľsschen das den Lago Cedrino speist. Von Cala Gonone bis Santa Maria Navarrese erstreckt sich der Park am Golfo di Orosei mit steilen Klippen aus Schiefer und Kalkstein.
Hier hat die Natur in Jahrtausenden faszinierende Grotten, H√∂hlen, Schluchten und tiefe Trichter geschaffen. Ganzj√§hrig ist die Gegend ein Paradies f√ľr schwindelfreie Wanderer und Kletterer.

Dort f√ľhrt der schwierigste Trekkingweg Sardiniens an der Steilk√ľste √ľber glasklarem t√ľrkisblauen Meer entlang: Selvaggio Blu lockt Trekkingbegeisterte aus der ganzen Welt nach Sardinien. Der Gola su Gorropu, mit bis zu 500 Metern hohen Felsw√§nden ist eine der tiefsten Schluchten Europas und ebenfalls faszinierendes Naturschauspiel und Wanderziel (Tour folgt).

Rechter Hand der Staatsstra√üe erheben sich sanft die Gipfel des Gennargentu zum Punta La Marmora. Eine wilde, unber√ľhrte Landschaft. Reich an Wasser, Fl√ľssen, Seen und saubere Quellen, die all√ľberall aus dem Gebirge hervorsprudeln. Der Nationalpark ist gr√ľn und im Winter nicht selten tief verschneit. Eine Vielzahl sardischer Wildtiere haben hier ihre Heimat: Mufflons, Hirsche und Wildkatzen. Eindrucksvoll sind G√§nsegeier, Habichte, Eleonorenfalken, Steinadler und andere Greifv√∂gel.

Der Nationalpark ist Land der Erzählungen, kleiner, oft abgeschiedener Orte, der Transhumanza, der mit der Herde wandernden Hirten. Hier find, der Einsamkeit der Berge und stummer Gipfel, der stolzen Menschen, tiefverwurzelten Traditionen, schönster Trachten und der sardischen Banditen. Die Landschaft repräsentiert das wilde Herz der Insel, Geheimnisse und Legenden um Menschen und Naturgewalten.


Tourbeschreibung

Von Tonara bin ich an diesem Morgen mit dem Auto Richtung Fonni gestartet. Gut 25 Fahrtminuten durch gr√ľne Bergw√§lder und bunte Ziegenherden geht es stetig aufw√§rts dem Startpunkt der Tour entgegen. An der Kreuzung S‚ÄôArcu de Tascussi wird der Wald lichter, die Landschaft ver√§ndert sich. B√§ume werden rar, kurze Grasweiden und Felsen bestimmen jetzt das Landschaftsbild. Geradeaus √ľber die Kreuzung hinweg fahre ich auf einer einsamen Stra√üe der aufgehenden Sonne entgegen. Rechts und links schm√ľcken nun vereinzelt Baumriesen die Wiesenlandschaft. Einige strecken ihre √Ąste wie Finger in den blauen Himmel, andere schmiegen sich, von Wind und Wetter gebeutelt dem Hang entgegen. Alle jedoch werden wohl ein paar Jahrhunderte unter der Rinde haben. Immer wieder mu√ü ich anhalten und ehrf√ľrchtig fotografieren. Was die in ihrem Leben schon alles gesehen haben?

Auf der linken Seite dann ein eingez√§unter Bereich, von sch√∂nen hohen B√§umen umgeben. Hier befindet sich die kleine Quelle Funtana Cerinase. Meine Wasserflaschen f√ľr die Tour f√ľlle ich hier mit frischem eiskalten Quellwasser.

Weiter der Stra√üe nach erreiche ich nach zwei Kilometern, S‚ÄôArena, ein verlassenes Rifugio (Herberge). Niegelnagelneu und offensichtlich direkt ihrem traurigen Schicksal √ľberlassen, macht sie einen verwahrlosten Eindruck. Sehr schade, ich hoffe hier wird irgendwann ein P√§chter eine tolle Aufgabe √ľbernehmen.

Ich stelle mein Auto ab und nehme den Wanderweg Sentiero CAI 721 der mit rot-wei√ü-roten Markierungen gekennzeichnet ist. In einigen Kehren f√ľhrt er √ľber eine Schotterstra√üe bergauf und zieht sich dann in Richtung Osten am Hang entlang. Glockengebimmel steigt aus dem Tal zu mir herauf. Weiter vorne h√§ngen ein paar K√ľhe mit ihren K√§lbern l√§ssig auf ‚Äěmeinem‚Äú Wanderweg ab. Ich hoffe, dass sich die Damen und Herren Kuh alleine √ľberlegen mich kampflos durchzulassen. Die Tiere leben hier auf den gro√üen offenen Weidefl√§chen halbwild, k√∂nnen ziemlich schnell rennen und sind auch gewillt ihre Babies vor vermeintlichen Angreifern zu besch√ľtzen. Ich habe keine Lust zwischen irgendwelchen H√∂rnern zu landen. Doch meine Besorgnis ist unbegr√ľndet, die sehr netten K√ľhe trollen sich mitsamt den K√§lbern davon und ich habe freie Wanderbahn.

Nach 2 Kilometern endet die Schotterstra√üe auf einem kleinen Parkplatz. Der Pfad f√ľhrt nun in Richtung Osten, er wird deutlich schmaler und schl√§ngelt sich in der Ferne durch Felsen bergauf in Richtung des ersten Gipfels den es zu erklimmen gilt: den Bruncu Spina. Die n√§chste Kuhherde steht und liegt wieder auf meinem Weg, offensichtlich bei einer kleinen Verdauungspause. Aber auch diese netten Wiederk√§uer wandern gem√§chlich aber neugierig davon, sobald ich n√§her komme. 

Nach einem kleinen Anstieg sind die ersten 120 H√∂henmeter √ľberwunden und ich erreiche das h√∂lzerne Wegkreuz des Arcu Artilai. Der verblichene Wegweiser zeigt nun in Richtung Bergauf. Der Pfad wird jetzt steiler und f√ľhrt durch Felsen hinauf in Richtung des Gipfels des Bruncu Spina. Der Weg ist nicht immer gut zu erkennen, also immer wieder die rot-wei√ü-rote Wegmarkierung suchen. Rechts geht es nun steil bergab und hier werde ich mich das erste Mal bewu√üt, dass ich hier und heute mit meiner H√∂henangst einiges zu tun bekomme. Wenn ich hier ausrutsche h√§lt mich f√ľr einige hundert Meter nichts mehr.

Aber ich f√ľhle mich toll, einfach toll und mu√ü das einfach schaffen. Die Aussicht auf die umliegenden, teils fernen Gipfel, die sich wie die Sichel eines Halbmondes um das rechts unten liegende Tal schmiegen ist einfach wunderbar. Ger√∂llfelder aus Granit und Schiefer schieben sich Talw√§rts, weiter unten im Tal sind vereinzelt Baumreihen zu sehen. Kunterbunte Flechten haben sich auf Steinen und Felsen niedergelassen, unz√§hlige Wildkr√§uter finden dazwischen noch irgendwo Platz. Dazwischen bl√ľhen Krokusse in Gelb, Blau und Wei√ü. Der Himmel √ľber allem ist strahlend blau und au√üer mir ist in dieser ganzen riesengro√üen Wildnis kein Mensch unterwegs. Lerchen zwitschern und irgendwo hoch oben kreist ein Raubvogel in aller Ruhe seine Runden. Es duftet nach wilden Kr√§utern und um all das, trotz H√∂henangst wirklich zu genie√üen, mu√ü ich mich aber immer wieder auf den Weg setzen und irgendwie noch festhalten. Aber nach und nach wird es besser mit dem Schwindel. Umkehren ist keine Option. Das habe ich mir vorgenommen – es ist einfach alles viel zu sch√∂n.

Nach 3,5 km ist dann der erste Anstieg geschafft. Auf dem h√∂chsten Punkt auf einem Plateau angekommen, geht es nun links herum in Richtung des ca. 200 Meter entfernten Gipfelkreuz des Bruncu Spina. Der Weg f√ľhrt vorbei am scheinbar niegelnagelneuen Sessellift Anlage, die im Sommer nat√ľrlich geschlossen ist. Die Sitze schaukeln im frischen Wind und selbst jetzt, Mitte Mai, liegt dort noch ein ziemlich gro√ües Schneefeld glitzernd im Sonnenlicht.

Nach genu√üvollem Rundumblick am ersten Tagesziel geht es zur√ľck zum Plateau und von dort in Richtung S√ľden auf den kleinen Pfad der sich auf dem Bergkamm entlangschl√§ngelt. Das Tagesziel, der Gipfel Punta La Marmora, ist jetzt als h√∂chster Berg in der Ferne mit seinem Gipfelkreuz gut zu erkennen. Der Weg schl√§ngelt sich jetzt als H√∂henpfad durch Fels und Gras auf oder am Berggrat entlang, bis er dann steil hinab, zum Wegkreuz am Arcu Gennargentu auf 1659 m hinabf√ľhrt. 

Von dort geht es nun wieder bergauf zum letzten Teil in Richtung Gipfel Punta La Marmora. Zuerst f√ľhrt der Weg in das Ger√∂llfeld des Su Sciusciu (1823 m auch Bruncu Spina 2) es geht stetig bergauf und der Weg ist gut zu erkennen. Nach dem ersten Anstieg, ist nach 700 metern der anstrengendste Teil geschafft. Der Pfad f√ľhrt nun relativ gem√ľtlich weiter dem blitzenden Gipfelkreuz des Punta la Marmora, 1853 m entgegen. 

Gipfelkreuz, Aussicht, Pause, Picknick, Whow!! Hier oben blitzt in Richtung Osten das Meer des Golf von Orosei, im Westen das Meer bei Oristano. Absolute Stille, nur ein kleines Windchen echt aus dem Tal herauf. Mein Picknick aus Tonara genehmige ich mir jetzt wohlverdient und hungrig. Der Hund sitzt auf einem Felsen √ľber dem Abgrund und l√§sst die Ohren im Wind baumeln.

Nach meiner Pause mache ich mich nun gest√§rkt auf den R√ľckweg. Der zuerst einmal zur√ľckf√ľhrt wie ich gekommen bin. Am Wegkreuz des Arcu Gennargentu geht es jetzt aber links herum auf dem Wanderpfad unterhalb des Bergkamms weiter. Dieser f√ľhrt nun an der westlichen Flanke des Kammes des Bruncu Spina in gem√§chlicherem Auf und Ab zur√ľck zum ersten Wegkreuz des Tages am Arcu Artilai.

Hatte ich es bis hier heute lediglich mit der vierbeinigen und gefl√ľgelten Tierwelt des Gennargentu als einzige Lebewesen zu tun gehabt, staune ich nicht schlecht, als mir mitten auf dem unendlichen Schotterweg!!! ein Rennradfahrer entgegenkommt. Das Rad geschultert, schnaufend, lache ich bei seinem Anblick lauf auf. Er schmunzelt und erkl√§rt, bevor ich Fragen kann. Alessandro stellt er sich vor, eigentlich macht er die Tour mit dem Mountainbike, wollte er heute mal versuchen mit dem Rennrad auf den Berg zu kommen. Danach auf der anderen Seite bergab um nach weiteren Kilometern Schotter, die Asphaltstra√üe zur√ľck nach Oristano zu nehmen wo er heute Morgen gestartet ist. Unglaublich, Hut ab. Wir tauschen Selfies und Namen und gehen in entgegengesetzer Richtung unserer Wege.

Mehr Erz√§hlenswertes passiert heute nicht aber die tolle Landschaft bleibt, jetzt gespickt mit einigen kleinen Quellen die Bergab fliesen folge ich stets dem Weg zum Arca Artilai, von dem ich am Vormittag bergauf in Richtung Bruncu Spina kletterte. Weiter bergab folge ich jetzt dem Weg zur√ľck wie gekommen zum Startpunkt der Tour nach S‚ÄôArena.

Noch mehr Bilder

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Die¬†Gps Daten¬†(gpx und kml)¬†k√∂nnt Ihr auf meiner Seite auf¬†Bikemap.net¬†downloaden. Dort habe ich weitere Fahrrad- und Wandertouren auf Sardinien f√ľr Euch zum Download hinterlegt. https://www.bikemap.net/de/r/8569057/#12.85/40.00472/9.30066

Anja


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Wandertour nach Tandal√≤, Oschiri

Lieblingstour mit ‚≠ź‚≠ź‚≠ź‚≠ź‚≠ź

Wandertour von der Forststation Filigosu, Oschiri nach Tandalò im Altopiano von Buddusò

Start & ZielForesta Demaniale di Su Filigosu https://goo.gl/maps/9GUuL38t4C3b22kq7 . Am markierten Punkt gibt es unter ein paar B√§umen, gegen√ľber einer kleinen Staumauer des Flusses ein paar sch√∂ne schattige Parkpl√§tze.  Hier k√∂nnt Ihr Euer Auto stehenlassen und folgt nun dem kleinen Pfad der links vom Flu√ü bergauf f√ľhrt.

Anfahrt & Parken: √ľber Oschiri, ca. 40 km eine halbe Fahrtstunde von Olbia

Schwierigkeit: einfach bis mittel 
Dauer: 4 ‚Äď 6 Std. je nach Kondition
Strecke 14,9 km 
Max H√∂he 612
H√∂henmeter auf ‚¨ÜÔłŹ 430  H√∂henmeter ab ‚¨áÔłŹ 430
Kondition mittel  Technik einfach bis mittel  Erlebnis sehr cool  Landschaft extrem sch√∂n


Kurzbeschreibung:

Einfache bis mittelschwere Wandertour, auch f√ľr Fahrrad MTB geeignet. Teilweise steile Anstiege auf lockerem, steinigen Untergrund. Unterwegs gibt es keine Wasserquellen, also ausreichend Trinkwasser einpacken. 

Lukullisches: Das St√§dtchen Oschiri ist bekannt f√ľr seine Panadas, es sind feine deftige T√∂rtchen die mit allerlei leckeren F√ľllungen locken. Gem√ľse, Salsiccia (sardische Bratwurst) etc. Der ideale sardische Snack f√ľr Euer Picknick zur Halbzeit der Tour in Tandal√≤.

Panada Adressen in Oschiri

La Casa della Panada, Via Umberto I  https://goo.gl/maps/UsNd5c8ZVBekyGiH7

Sapori di Oschiri, Via Europa 8  https://goo.gl/maps/CQ4Dw5dZaALYKyVK7


Mitzubringen/einzupacken sind:

Gutes Schuhwerk mit Profil oder feste Wanderschuhe sind auf dieser Tour ein Mu√ü. Ein mal m√ľsst Ihr kurz vor Tandal√≤ durch den Fluss Rio Mannu waten, im Sommer wird er kaum mehr als ein Rinnsal sein, ab Herbst bis ins sp√§te Fr√ľhjahr nach Regenf√§llen m√ľsst Ihr aber definitiv die Schuhe ausziehen und barfuss hindurch. Also Handtuch einpacken.

Ebenfalls ausreichend Wasser, Sonnencreme und Sonnenschutz.

Meine Packliste f√ľr Sardinien Tages Wandertouren k√∂nnt Ihr hier als pdf Datei downloaden

Ist die Strömung nach längeren Regenfällen zu stark und der Wasserstand zu hoch, durchquert den Fluss bitte NICHT.

Su Filigosu Oschiri nach Tandalò

Die heutige Tour startet im Gemeindegebiet von Oschiri, am Parkplatz der Forstverwaltung des Staatsforstes Foresta Demaniale Su Filigosu. Der Staatswald erstreckt sich √ľber knapp 4000 Hektar zwischen Oschiri und Budduso √ľber eine unbewohnte Hochebene.

Die Hochebene, das Altopiano di Budduso und das Gebiet von Monte Lerno, sind allj√§hrlich im Juni Ziel einer Etappe der Autorally Weltmeisterschaft. F√ľr kurze Zeit ist die friedliche Idylle vorbei und bietet ein staubig-sehenswertes Rally Spektakel. Daten, Karten und mehr auf der Webseite  https://www.rallyitaliasardegna.com

Der Staatsforst ist durchzogen von sauberen Wildb√§chen und Fl√ľssen, die √ľberwiegend in den Rio Mannu (Gro√üer Fluss) m√ľnden, der den gro√üen Stausee Lago di Coghinas speist. Der See liegt zwischen Oschiri und dem Monte Limbara, den Ihr auf Euer Tour immer an den Antennen auf dem Gipfel erkennen k√∂nnt. Das Fl√ľsse im Hochplateau sind so sauber, dass dort Forellen beheimatet sind (Angeln verboten). Im Staatsforst sind Kork- und Steineichen vorherrschend. Im Unterholz finden sich die typischen Macchiagew√§chse, Lavendel, Erdbeerbaum und sogar Zypressen, Mastix, Zistrose, Heidekr√§uter sowie viele Wildkr√§uter. Dazu leben im Forst viele sardische Wild-und Vogelarten (Ausf√ľhrlicher werde ich dazu in einem anderen Artikel berichten).

Vor vielen Jahren habe ich die Tour nach Tandal√≤ mit dem Mountainbike gefahren. Damals mit einer Gruppe und w√§hrend einer Sardiniendurchquerung von Nord nach S√ľd. Der Tourabschnitt von Oschiri auf das Hochplateau bis zur kleinen ehemaligen, heute verlassenen Ansiedlung Tandal√≤ mit der kleinen Landkirche San Giuseppe, war mir als eine der sch√∂nsten auf der ganzen Trans-Sardinia in Erinnerung geblieben.

Am letzten Wochenende im M√§rz 2021 habe ich mich mit einer Kundin aufgemacht, die Tour zu Fu√ü nachzuwandern. Und tats√§chlich, es war wieder ein Sardinien Erlebnis wie es mir gef√§llt: Natur pur, Einsamkeit, Ruhe und dazu gut begehbare Forstwege und Str√§√üchen. Zur√ľckgekehrt und p√ľnktlich zum Sonnenuntergang stand dann noch ein Besuch an einer der faszinierendsten Arch√§ologischen St√§tten Sardiniens auf dem Programm: am S‚Äôaltare de Santu Istevene, dem Altar von Santo Stefano in Oschiri. Der kr√∂nende Abschluss eines Traumtag.

Unser Tourtag war es ein typisch warmer Fr√ľhjahrs Sonnentag mit 22 Grad und strahlend blauem Himmel. Ein Tr√§umchen zum wandern. Am Parkplatz der Forstverwaltung stand nur unser Auto, wir waren also komplett allein in der sardischen Wildnis. 

Angekommen am Ziel unserer Wanderung, in Tandal√≤ sa√ü dort unter den sch√∂nen schattigen Eichenb√§umen bereits eine Familie aus Buddus√≤ beim Mittagsmal. Und wie das auf Sardinien nun einmal so ist, wir hatten kaum freundlich gegr√ľsst und uns noch nicht einmal hingesetzt (Abstandsregeln COVID einhaltend), hatten wir auch schon die ersten Becher hausgemachten Weines aus Budduso auf dem Tisch vor uns stehen. Gesponsert von der sardischen Familie.

Es folgten, Abdanken zwecklos: ein Teller Brot, hausgemachte traumhaft leckere Salami, ebenfalls hausgemachter Pecorino-K√§se, frischer Fenchel aus dem eigenen Garten und als Kr√∂nung, eine Schale mit St√ľcken frisch gebratenem Spanferkels. Zum Nachtisch Kaffee, Grappa und Fruchtsalat. Bescheidenheit ist in solchen F√§llen unm√∂glich, unangebracht und w√ľrde den gastfreundlichen Gedanken der Spender beleidigen. Denn Gastfreundschaft ist auf Sardinien tief verwurzelt, fast heilig und generell wird immer f√ľr mehr Personen mit eingeplant. So geh√∂rt sich das hier.

Wir wagten nicht einmal, unser Mitgebrachtes, mit Sicht auf die Spende, sehr bescheidenes Mittagsmal aus unseren Rucksäcken zu holen. Drei schöne Stunden verbrachten wir dann bei Essen, Wein und interessanten Gesprächen mit dieser supernetten sardischen Familie.

E ancora grazie di cuore per la calorosa accoglienza e lo speciale 
pranzo "casereccio 5 stelle" ūü§óūü§óūü§óūü§ó

So, meine Einleitung war etwas l√§nger, lag mir am Herzen. Jetzt von mir f√ľr Euch eine meiner Traumtouren in das unbewohnte Herz meiner Trauminsel.


Beschreibung

Tourstart hier: Au√üenstelle Staatsforst Foresta Demaniale di Su Filigosu – https://goo.gl/maps/9GUuL38t4C3b22kq7 auf dem markierten Punkt gibt es unter ein paar B√§umen, gegen√ľber einer kleinen Staumauer des Flusses ein paar sch√∂ne schattige Parkpl√§tze. Hier k√∂nnt Ihr Euer Auto stehenlassen.

Ihr startet auf dem Pfad links vom Flu√ü der bergauf f√ľhrt.  

Ihr bleibt jetzt immer auf dem Hauptweg. Es geht 5 km bergauf. Ab und an zweigen kleinere Stra√üen ab, sie sind aber gut erkennbar NICHT der Hauptweg, vergesst sie also. Nach und nach √ľberwindet Ihr gut 340 H√∂henmeter. Rechts von Euch k√∂nnt Ihr im Tal immer wieder tolle Blicke auf den Riu Mannu werfen (gro√üer Flu√ü) der sich wild durch das Flusstal schl√§ngelt. Dazwischen gibt es immer wieder kleinere Becken in denen sich sein blaut√ľrkises Wasser sammelt. Natur Pur.

Oben angekommen kreuzt Ihr einen breiteren Hauptweg. Hier biegt Ihr Rechts ab. Kurz darauf √ľberquert Ihr eine breitere Feuerschutzschneise (hier wird werden Wald und Geb√ľsch entfernt um f√ľr einige hundert Meter, eventuellem Feuer den Untergrund zu nehmen). Weiter auf dem Hauptweg bleiben. Dann werdet Ihr gebeten ein typisch sardisches Tor nach Durchgang wieder zu schlie√üen. 

Knapp 1000 Meter weiter, beginnt jetzt der Abstieg in das Tal nach Tandal√≤ und hinunter zum Rio Mannu. Auf 7,2 km hei√üt es dann f√ľr Euch die Schuhe ausziehen und durch den Fluss waten. Das Wasser ist kalt und traumhaft sauber. Immer Sommer wird der Riu Mannu aber kaum mehr als ein Rinnsal sein, ab Herbst bis ins sp√§te Fr√ľhjahr oder nach Regenf√§llen steht das Wasser h√∂her und Ihr m√ľsst die Schuhe ausziehen und hindurchwaten. Also Handtuch nicht vergessen.

Sollte es mehrere Tage Regenfälle gegeben haben und der Fluss angestiegen sein,
lasst bitte die Durchquerung sein!!!

Ein paar Schritte nach dem Fluss habt Ihr dann Tandal√≥ erreicht. Hier steht die kleine Kirche San Giuseppe. Einige wunderbare mehrere hundert Jahre alte Steineichen spenden Schatten an den langen aufgestellten Steintischen und B√§nken wo Ihr wunderbar Euer mitgebrachtes Picknick verspeisen k√∂nnt.

Tandal√≤: Die heute verlassene Siedlung Tandal√≥ befindet sich im Herzen der Hochebene und bestand aus 19 H√§usern. Mitte des 18. Jahrhunderts siedelten sich dort Familien aus der Toscana an um Holzkohle herzustellen. Auf den Weiden hielten sie Vieh und produzierten K√§se, Brot und Lebensmittel f√ľr die nahen D√∂rfer. In den 70er Jahren wurde die Siedlung verlassen, die H√§user verfielen, werden jetzt aber nach und nach wieder Restauriert. Ein mal j√§hrlich, Ende Mai, organisieren die ehemaligen Bewohner in Tandal√≤ ein gro√ües Fest zu Ehren des Schutzheiligen des Dorfes. W√§hrend unseres Mittagessens erfuhren wir, dass zwei unserer Gastgeber in Tandal√≤ geboren wurden.

Habt Ihr Eure Pause beendet, geht es auf dem gleichen Weg den Ihr gekommen seid zur√ľck in die Forestale und zu Eurem Parkplatz. Beachtet, dass Ihr kurz hinter der Feuerschutzschneise den Weg links bergab nehmen m√ľsst.

Im Anschlu√ü empfehle ich Euch einen Besuch an der Ausgrabungsst√§tte S‚Äôaltare de Santu Istevene, dem Altar von Santo Stefano in Oschiri – https://goo.gl/maps/m1tiyrJcWLzFrK7h8

Downloads

Die¬†Gps Daten¬†(gpx und kml)¬†k√∂nnt Ihr auf meiner Seite auf¬†Bikemap.net¬†downloaden. Dort habe ich weitere Fahrrad- und Wandertouren auf Sardinien f√ľr Euch zum Download hinterlegt.¬†https://www.bikemap.net/de/r/8236263/#12.97/40.68656/9.1923

Tour als pdf file

Viel Spa√ü ‚Äď bei Fragen einfach fragen

Anja


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Luogosanto

Na, was f√§llt Euch ein wenn Ihr an Sardinien¬†denkt?¬†Schneewei√üe¬†Str√§nde¬†und kristallklares blau-t√ľrkis schimmerndes Meer?¬†Ihr habt Recht. Sardiniens¬†Str√§nde scheinen einem Reisekatalog f√ľr die Karibik entsprungen und¬†ziehen¬†Jahr f√ľr Jahr immer mehr Menschen auf die¬†italienische Mittelmeerinsel.¬†Aber Sardinien hat noch eine ganz andere Seite, eine Seite die nicht alle kennen, nicht alle m√∂gen, die den wirklichen Sardinienfans aber einfach die Liebste ist.¬†Das Inland.

Entfernt man sich von der K√ľste und sucht seinen Weg au√üerhalb der touristisch erschlossenen Gebiete zeigt Sardinien seine ganz andere Seite.¬†Wunderbar gastfreundliche Menschen, herrliche Berg- und H√ľgellandschaften, Seen, Fl√ľsse, romantische kleine D√∂rfer, duftende immergr√ľne Macchia (Mittelmeergestr√ľpp), W√§lder, Granitgebirge und¬†beschaulicher¬†Alltag. All das k√∂nnt Ihr entdecken, auch in der Hochsaison.

Die meisten Sehensw√ľrdigkeiten habe ich Euch mit einem Link zu Google Maps hinterlegt, damit Ihr die Position in Eure Reisedaten speichern k√∂nnt.


Heute möchte ich Euch eines meiner Lieblingsdörfer vorstellen. Luogosanto.

Locusantu im hiesigen Dialekt oder auf Deutsch heiliger Ort. Man sagt, das Land ist gesegnet, beständig und stark, wie der Stein auf den das Dorf gebaut ist: der Granit. 

321¬†Meter¬†√ľber dem Meer liegt¬†Luogosanto, wie angeklebt an die Flanken des¬†Monte Juanni,¬†dem Hausberg mit seinen drei Gipfelspitzen.¬†Etwas mehr als¬†1800 Einwohner¬†stark, ist¬†Luogosanto¬†schon seit Jahrhunderten¬†eines der wichtigsten Bergd√∂rfer im Norden Sardiniens.¬†Ausgestattet¬†mit allen¬†notwendigen¬†Infrastrukturen ist man hier schon immer ziemlich unabh√§ngig.¬†Alles was zum¬†t√§glichen¬†Leben ben√∂tigt wird, bekommt man¬†vor Ort.

Von¬†imposanten¬†Granitbergen¬†umgeben, sind die meisten H√§user¬†im Dorf¬†traditionell¬†aus¬†Granit gebaut.¬†Gesch√§tzt werden althergebrachte¬†Traditionen,¬†gutes Essen,¬†Natur und¬†besinnliche¬†Ruhe.¬†Gastfreundschaft ist heilig.¬†Selbst im Hochsommer,¬†wenn es an den K√ľsten hektisch,¬†un√ľbersichtlich und quirlig¬†wird,¬†taucht man hier ein, in eine¬†gem√ľtliche¬†und¬†stressarme¬†Umgebung.¬†Fast ist¬†sp√ľrbar,¬†wie¬†diese ruhige Stimmung auch¬†die Besucher¬†des Dorfes einnimmt.

Luogosanto ist umgeben von wunderbar schattigen und immergr√ľnen Stein- und Korkeichenw√§ldern, die sich zum s√ľdlichen Inland hin √ľber T√§ler und Granitberge bis nach Tempio Pausania, dem Bischofssitz in Sardiniens Norden, ziehen.

Das Meer ist nah. Vom Aussichtspunkt an der¬†Hauptkirche der¬†Basilika della Nostra Signora di Luogosanto¬†kann man das blitzende Blau¬†zwischen den Bergen erhaschen. In einigen T√§lern hinter dem Dorf gibt es Ecken mit¬†teilweise endemischer Flora und¬†ansonsten mit¬†der f√ľr Nordsardinien typischen Fauna.¬†Die immergr√ľnen W√§lder sind reich¬†an Wildtieren:¬†Wildschweine,¬†einige¬†Marderarten,¬†F√ľchse,¬†V√∂gel,¬†Eulen,¬†Falken¬†um nur einige zu nennen. Dazu eine bunte Vielfalt Reptilien¬†z.B. Zauneidechsen, Schlangen (ungiftig) und die sardische Landschildkr√∂te. Die W√§lder bieten vielen dieser Tiere vom Menschen fast unber√ľhrte¬†R√ľckzugsorte.¬†Kr√§uter-,¬†Vogel‚Äď und¬†Insektenfreunde¬†lieben Sardinien, denn sie finden hier noch Arten,¬†die hinter den Alpen bereits seit Jahren auf der Roten Liste stehen oder bereits ausgemerzt wurden.¬†

135 Quadratkilometer gro√ü ist das Gemeindegebiet des Dorfes. Den Besuchern wird viel geboten: zuallererst eine faszinierende Natur- und Tierweltsaubere Luft, bestes Essen. Wer hier urlaubt kann sich dazu vielen Freizeitaktivit√§ten widmen: BikenWandernBouldern oder nur gem√ľtlich durch das Dorf bummeln, bisschen einkaufen, bisschen Eis essen. Sattsehen kann sich das Auge an herrlichen Granitformationen die rundum die Landschaft pr√§gen und immer wieder aus dem Bl√§tterdach der W√§lder schauen. Bei klarem Wetter hat man Meersicht und selbst Korsika, die franz√∂sische Nachbarinsel, scheint nur einen Katzensprung entfernt.

Auch die sch√∂nsten Str√§nde Nordsardiniens sind schnell erreichbar. Ihr habt die Qual der Wahl, welcher Strand auf dem Programm stehen soll: die famose Costa Smeralda rund um das Jet-Set-Nest Porto Cervoan der Ostk√ľsteRena Majore oder Rena Matteo an der Nordwestk√ľstePorto Pollo im Norden zum Surfen. Alle sind von Luogosanto aus in 25 bis 35 Fahrtminuten mit dem Auto erreichbar. Und kommt man dann vom stressigen Strandtag zur√ľck, empf√§ngt den Gast in Luogosanto die wohlige Gastfreundschaft f√ľr das das Dorf seit Jahrhunderten bekannt ist.

Capanna delle Riunioni

Luogosanto war schon lange vor Christus Geburt besiedelt.¬†Ein Zeugnis ist die¬†nuraghische Versammlungsh√ľtte,¬†die¬†Capanna delle Riunioni¬†auf dem¬†Monte¬†Casteddu¬†(XIV ‚Äď IX v. Ch.).¬†Die¬†√úberreste¬†von kreisf√∂rmigen¬†Steinh√ľtten¬†in der N√§he,¬†zeugen davon, dass sich¬†sich dort¬†um 2500 v.Ch. eine¬†wichtige¬†Ansiedlung¬†befand.

San Trano und die Teufelsgrotte

23 gr√∂√üere und kleinere Kirchen und Landkirchlein, in deren Mauern die Gl√§ubigen schon im Mittelalter den Segen erbaten, liegen auf dem Gemeindegebiet verstreut. Ein Highlight, die Landkirche von San Trano, in dem die Heiligen Nicola und Trano als Eremiten hausten. 

Aus dem Heiligen Land gekommen, waren sie unersch√ľtterlich in ihrem Glauben. In Luogosanto wollten sie eine Kirche erbauen; selbst der Teufel konnte sie mit keiner Verlockung von ihrem Vorhaben abbringen und fuhr aus Zorn dar√ľber in die H√∂lle hinab. Unterhalb der Kirche ist in der Grotta del Diavolo, sein Fu√üabdruck im Granit f√ľr immer verewigt. Wer an diesem Platz das Avemaria betet und einem alten Ritus folgt, kann das b√∂se Auge abwehren

Der legende nach wurden von Nicola und Trano dann die ersten Mauern der¬†Basilika von Luogosanto¬†erbaut.¬†Seit 2008 ist Luogosanto¬†Citt√° Mariana, ein¬†Wallfahrtsort, gleichgestellt mit Lourdes.¬†Alle 7 Jahre wird die heilige T√ľr an der Basilika ge√∂ffnet in der die Geschichte der Eremiten verewigt ist. Das allj√§hrliche¬†Fest zu Ehren der Madonna (7./8./9. September)¬†mit Trachtenumz√ľgen, vielen pr√§chtig geschm√ľckten Pferden, Jahrmarkt und gro√üen Konzerten, wird dann noch einmal ein Tick gr√∂√üer ausgerichtet.

√úberreste einer weiteren¬†Ansiedlung¬†sind 2 km au√üerhalb des Dorfes¬†rund um die¬†mittelalterlichen Ruinen des¬†Castello di Baldu¬†zu besichtigen.¬†Die Ruine ist ein¬†besinnlich-lauschiger Platz¬†f√ľr¬†Picknicks.¬†Im Schatten der¬†alten¬†Eichen, l√§sst sich dort wunderbar entspannen.¬†Im¬†Mittelalter¬†war die Burg das Zuhause des¬†Prinzen¬†Baldu,¬†der mit einer deutschen¬†Prinzessin vom Rhein¬†verheiratet war. Oder ein weiterer Ausflug in die Vergangenheit, besichtigt doch das Castello di Balaiana, es liegt mit herrlicher Rundumsicht auf einem H√ľgel. Vorab sind ein paar Hundert Treppenstufen zu √ľberwinden. 6 km vor Luogosanto, von Arzachena kommend.

Kork

In den hei√üen¬†Sommermonaten¬†kann man in den¬†Korkeichenw√§ldern¬†rund um das Dorf Zeuge werden, wie einer der h√§rtesten Jobs der Insel getan wird. Die Str√§nde sind jetzt voll mit Sommertouristen. Jetzt, bei¬†Tagestemperaturen¬†um die 40 Grad ist¬†die Zeit gekommen, die Korkeichen zu sch√§len. Hochbezahlte b√§renstarke¬†Fachm√§nner¬†schlitzen mit¬†scharfen¬†Dolchen, √Ąxten¬†und¬†gekonnten Bewegungen die¬†begehrte Baumrinde¬†auf und ziehen gro√üe Platten des wertvollen¬†Naturmaterials¬†von Hand ab. Ein falscher Schnitt und der Baum stirbt. Auch darf man nicht zu viel von der Rinde abnehmen. Dazu kommt der Kampf mit¬†Wespen,¬†K√§fern¬†und Ameisen, die die Rinde bewohnen und ihre Wohnstatt mit allen Mitteln gegen die Arbeiter zu verteidigen suchen. Doch nur im Hochsommer gibt es zwischen Baum und Rinde einen Luftpuffer, der es erm√∂glicht die Rinde abzunehmen. Im restlichen Jahr sind¬†Baum und Rindeunzertrennlich.¬†Die¬†geernteten Korkplatten¬†werden dann nach¬†Tempio Pausania¬†oder¬†Calangianus¬†in die Fabriken gekarrt, wo sie gelagert, gekocht und dann zu den Korken verarbeitet werden, die die besten¬†Weine der Welt¬†in ihren Flaschen versiegeln.

Hausmannskost in der Gallura

Wirklich arm war Luogosanto nie.¬†Zeugen sind die vielen¬†kleinen Landkirchen und dazugeh√∂rigen L√§ndereien, die¬†Stazzi¬†(typisch sardische Bauernh√§user), die rund um Luogosanto verstreut liegen.¬†Die Besitzer der L√§ndereien lebten im Dorf und¬†lie√üen¬†auf dem Land ihre P√§chter mit Familien¬†f√ľr sich arbeiten.¬†Die¬†wichtigsten¬†Grundnahrungsmittel¬†f√ľr das Dorf¬†wurden dort¬†produziert.¬†Getreide,¬†K√§se,¬†Fleisch,¬†Brot,¬†Gem√ľse. Sie¬†sind noch¬†heute die¬†Basis f√ľr viele Gerichte¬†aus der galluresisch-sardischen Landk√ľche. Wie zum Beispiel die¬†Zuppa Gallurese, ein¬†Brotauflauf, der heute an jedem wichtigen Festtag auf dem Mittagstisch stehen mu√ü. Mein Rezept zum nachkochen. Dazu ein wenig Geschichte zur Zuppa.

Die Landfeste

Wer nach dem hei√üen Sommer Luogosanto besucht, kann Gl√ľck haben, dass eines der Landfeste stattfindet um dort mitfeiern zu k√∂nnen. Gefeiert wurde und wird bis heute viel und gerne. Das Ende des Winters, das Ende des Sommers, die Ernte. Feste, deren Tradition sich bis heute erhalten hat und die abwechselnd von den Gemeindemitgliedern organisiert und an den Landkirchen gefeiert werden.
Der Aufwand ist gewaltig, aber man freut sich schon Wochen vorher auf das gesellige BeisammenseinMeterlange B√§nke und Tische sind dann voll mit Menschen und Leckereien, dazu Tanz und Musik bissp√§t in die Nacht.

Rinder werden zu GeschnetzeltemWildschweine mit Sugo verfeinert und Spanferkel kommen an den Spies und werden im Kreis √ľber dem offenen Feuer stundenlang gegrillt. Mehrg√§ngig ist das Men√ľ, fleischlastig, so wie immer. So wie seit vielen hundert Jahren und nicht wirklich das Gl√ľck veganer Mitb√ľrger.
Dazu gibt‚Äôs Pasta mit Sugo und selbstverst√§ndlich Wasser und Wein, viel Wein. 

Die Geschichten des Dorfes und der Menschen werden dann erz√§hlt. Geschichten um die Feste der vergangenen Jahre, Geschichten um die Neugeborenen und die Toten des Jahres und was sonst noch so interessant ist. Speis und Trank kommen f√ľr eine kleine Spende auf den Tisch. Je nach Fest bekocht das Organisationsteam auch schon mal 2500 Personen, die von √ľberall herbeikommen. Eine Hochleistungf√ľr die d√∂rfliche Supply Chain

Tonnenweise werden Pasta, Tomaten, Kartoffeln, Suppengem√ľse, Wein, Wasser, Obst und das Fleischheranzuschaffen. Die K√∂che sind Hobbyk√∂che, hoch gesch√§tzte Gemeindemitglieder die ihren Job f√ľr das Gemeinwohl teilweise schon seit vielen Jahrzehnten machen und so zu Legenden der Gallura wurden.

Biriu¬†zum Beispiel, ein kleiner Mann, 165 cm gro√ü und nicht mehr der J√ľngste. Er tut sich schwer, weil der R√ľcken so sehr schmerzt. Trotzdem, Jahr f√ľr Jahr wird er gerufen und er kommt. Kein Klagen. Biriu, der die beste¬†Rindfleischsuppe¬†kocht, den¬†besten Sugo¬†kann, dessen¬†Geschnetzeltes butterweich im Munde zergeht,¬†der seine 10 gro√üen T√∂pfe und die K√ľchencrew aus Freiwilligen im Griff hat.¬†Biriu ist bereits Legende. Seine Tochter Giacomina steht ihm seit ein paar Jahren bei und die Gemeinde sorgt sich, wenn er nicht mehr so kann. Denn f√ľr einen Abend Fest sind drei Tage Schwerstarbeit in der K√ľche einzuplanen. Tage die um 5 Uhr morgens beginnen und oft erst weit nach Mitternacht zu Ende sind. Das hier ist Sardinien, ein St√ľck echtes Sardinien.

Fr√ľhling Sommer Herbst und Winter

Im¬†Fr√ľhjahr¬†sind¬†W√§lder, Wiesen und Weiden¬†rund um das Dorf ein wahres¬†Farbspektakel. Kunterbunt von vielen Wildblumen und Kr√§utern die ihren herrlich intensiven Duft in die Inselwelt entlassen. Eingefleischte¬†Sardinienfans, riechen die Insel schon, wenn sie mit der F√§hre in den Hafen einfahren. Ein Duftmix aus¬†italienischer Strohblume¬†(Helicrysum italicum),¬†wildem Lavendel¬†und vielen anderen.
Der Herbst ist gr√ľn, die ersten Regenf√§lle lassen dazu die¬†Edelpilze¬†spriessen und¬†Pilzsammler¬†sind √ľberall mit ihren K√∂rben unterwegs. Die W√§lder zwischen Luogosanto und Tempio sind voll mit¬†Stein- und Edelpilzen,¬†ein¬†Mekka f√ľr Fans der Funghi.

Im Sp√§therbst reifen die dunkelblauen Mirtobeeren an ihren Str√§uchern. Sie sind die Basis f√ľr den gleichnamigen Likeur der Hundertj√§hrigen: den Mirto.  Auch der Erdbeerbaum (Corbezzolo) tr√§gt jetzt schwer mit seinen roten stacheligen Fr√ľchten. Sie erinnern an Erdbeeren oder, wie mein kleiner Neffe meint: ‚Äěan den CoronaVirus in Rot‚Äú. Neben den roten Fruchtkugeln ist gleichzeitig die Bl√ľte des Baumes in vollem Gange. Wie Trauben aus Wein dicht and dicht, h√§ngen sie wachswei√ü bis rosa neben den roten B√§llchen im Baum. Die Bl√ľten sind ein wichtiger Teil der Winternahrung der heimischen Bienen, die daraus den begehrten, bitteren Corbezzolo Honig (Miele di Corbezzolo) herstellen.

Sehenswertes & Tipps

In der Anlage der Forstverwaltung (Forestale) Lu Sfussatu auf dem Weg nach Tempio Pausania k√∂nnen Besucher auf sch√∂n angelegten Pfaden, mit dem Bike oder zu Fu√ü die Natur und Tierwelt beobachten und aus einer Vielzahl sauberer Wasserquellen trinken. Im Park befindet sich auch eine Grotte, die als Beobachtungsposten ausgebaut wurde.

Di√∂zesanmuseum von Luogosanto – Mein¬†absoluter Tipp f√ľr alle Luogosanto-Besucher¬†– das¬†Di√∂zesanMuseum in Luogosanto,¬†das im ehemaligen Franziskaner Kloster beherbergt ist. Artikel in Arbeit

Eine Wasserquelle der heilbringende Eigenschaften zugesagt werden, ist die Sorgente Fonte La Filetta auf dem Weg zum Monte Canu.

Einen besonderen¬†Ausblick in die ganze Gallura und bei gutem Wetter bis Korsika, hat man von dem¬†Kirchlein von San Trano (Eremo di San Trano), wo die Eremiten sich niederlie√üen.¬†500 Meter nach der Ortsausfahrt, Fahrtrichtung Arzachena geht es rechts ab (Beschilderung folgen). Hier hausten die vorgenannten Eremiten zu deren Ehre dort ebenfalls zwei Heiligenfiguren aufgestellt sind. Das Kirchlein liegt auf einem Granith√ľgel.¬†

Ein¬†Muss¬†ist¬†die Besichtigung der¬†Olivastri Millenari,¬†4000 Jahre alte Baumriesen am Lago di Liscia. F√§hrt man √ľber den Monte Canu Richtung Aggius, kommt man hinter Luogosanto in das Tal des Stausees¬†des¬†Lago Liscia. Dort herrscht ein¬†ganz besonderes¬†Mikroklima. Mehrere um die 4000 Jahre alte Baumriesen gelten als die √§ltesten Olivenb√§ume Europas. Unter dem Bl√§tterdach des √Ąltesten¬†lernt man Ehrfurcht.

Essen in Luogosanto

Ristorante Pizzeria da Tommy, Via Cristoforo Colombo 9, Pasta, Pizza (Abends), Fisch & Fleisch, t√§glich 12.00 ‚Äď 15.00 / 19.00 ‚Äď 23.00, Donnerstag Ruhetag. Tommy, seine Frau und seine Kinder bewirten Euch mit Leckerschmeckergarantie.

Ristorante Girasole, Via S. Trano 31, tolle Pasta & Pizza (Abends), Fisch & Fleisch, t√§glich 12.30 ‚Äď 14.30 / 19.00 ‚Äď 23.30 

Tolles Eis, super H√§hnchen, Pizza und s√ľsses Geb√§ck zum Mitnehmen in der Rosticceria von Adriana und und Pasquale Lu Mulinu, Via San Trano 11

6 km au√üerhalb ‚Äď bei Matteo und Laura im Agriturismo/Landhotel Quercia della Gallura typisch sardisch essen & schlafen, Reservierung notwendig ‚Äď www.querciadellagallura.com

√úbernachten in Luogosanto

im Dorfkern ‚Äď bei Fabrizio und seiner Familie im Drei Sterne Hotel & Restaurant San Trano in der Via Caprera 19, von Apr. bis Okt.‚Äď www.hotelsantrano.it

2 km au√üerhalb ‚Äď bei Pierfranco, Francesca,  & Gianna im Agriturismo Vaddidulimu in der Ansiedlung Vaddidulimu (Fahrtrichtung Aglientu), ganzj√§hrig ge√∂ffnet B&B 40,‚Äď Euro pro √úbernachtung / HP 60,‚Äď Euro Reservieren: dongu1@virgilio.it

6 km au√üerhalb, Fahrtrichtung Arzachena ‚Äď das ausgebaute Heuhaus von Eugenie¬†f√ľr 1 – 2 Personen

6 km au√üerhalb ‚Äď bei Matteo und Laura im Agriturismo/Landhotel Quercia della Gallura, ganzj√§hrig, ab 35,‚Äď Euro B&B www.querciadellagallura.com

8 km au√üerhalb, total tolle Berglage, ‚Äď im Agriturismo Canu von Antonello und seiner Familie ‚Äď www.agriturismo-canu.com 

Einkaufen in Luogosanto

#Sardinientipp Kr√§uter, Tees, Salben einkaufen- bei DER Kr√§uterfrau Sardiniens, Patrizia, in ihrer Erboristeria, 5 km au√üerhalb des Dorfes gelegen (Fahrtrichtung Arzachena), pflanzt, hegt und pflegt sie nicht nur viele Heilpflanzen selber, sonder mixt Euch Tees und Aufg√ľsse f√ľr allerlei Zipperlein von Hand, stellt dazu Salben und Kr√§utermixturen selber her. Erboristeria Officinale Lu Capruleddu, Loc. Capruleddu, I-07020 Luogosanto

#Sardinientipp K√§se und Wurst einkaufen‚Äď Der sardische Pecorino-K√§se f√ľr den die Schafe des Agriturismo Canu ganzj√§hrig auf der Weide frei grasen um hervorragende Milch zu liefern ist famos und ganz bestimmt ein besonderer Leckerbissen. Bei Daniela und Pino k√∂nnt Ihr ihn von Fr√ľhjahr bis Herbst in der Verkaufsstelle Pastores in Arzachena erstehen. Der Weg lohnt sich.

#Sardinientipp Blumen und Geschenke, tolle Blumenkompositionen holen wir uns f√ľr unsere Hochzeiten im Blumenladen bei Anna in der Via San Trano . In ihrem Laden duftet es herrlich. Neben Blumen gibt es eine Auswahl netter Geschenkideen und Kerzen. 

#Hoch zu Ross in Luogosanto Auf tollen Pferden die wunderbaren Stein- und Korkeichenw√§lder erkunden. Bei Valeria und dem Centro Equestre Royal Dream

#Wein testen in Luogosanto #Piero Mancini

In den 60er Jahren entschloss sich der Zahnarzt Piero Mancini Wein anzubauen. Eine gute Entscheidung, denn heute d√ľrfen wir sein fantastischen Weine in Luogosanto testen. Das¬†Weingut befindet sich ca. 4 km au√üerhalb Luogosanto¬†in Fahrtrichtung Arzachena.¬†Ein wunderbarer Stazzu, top restauriert ist heute eine exquisite Location. Derzeit k√∂nnen leider nur Tastings f√ľr Gruppen ab 20 Personen angeboten werden.¬†

Mein Fazit

Luogosantos unber√ľhrte, unvergleichliche Natur, nette Einwohner und Gastgeber, tolle kulinarische Spezialit√§ten und nicht zuletzt die abwechslungsreiche Landschaft, macht dieses nette sardische Dorf zu einem meiner Lieblingsorte auf Sardinien. Ganz besonders Naturliebhaber, Radler und Wanderer finden hier tolle M√∂glichkeiten um ein St√ľck urspr√ľngliches Sardinien auf eigene Faust zu erkunden. Ganz besonders m√∂chte ich Luogosanto denjenigen empfehlen, die die Insel auch mal au√üerhalb der √ľblichen Touristenzeiten entdecken m√∂chten. Sardinien ist einfach nur toll im Herbst, Winter und Fr√ľhjahr. Einige Unterk√ľnfte sind geheizt und ganzj√§hrig ge√∂ffnet und last but not least, gerade in Coronazeiten l√§sst sich mit so viel Platz ganz wunderbar und ziemlich Maskenfrei eine tolle Zeit verbringen. Ich w√ľnsche Euch eine tolle Reise.

Fotos: Comune Luogosanto, Anja Liebert, Daniele Fontana

Viel Spass bei Eurem Aufenthalt. Weitere Fragen? einfach fragen..