Buchrezension: Marco Polo Camper Guide Sardinien – 6 coole Rundtouren für Inselentdecker 🚐🌊

Sardinien – meine Lieblingsinsel.

Mit dem Camper Guide von Marco Polo habt ihr den perfekten Begleiter, um die Insel auf eigene Faust zu entdecken.

Egal, ob ihr Sardinien zum ersten Mal bereist oder ein Wiederholungstäter seid: Dieser Reiseführer macht es euch leicht, die Insel stressfrei und gut organisiert zu erkunden.

Camper packen und losfahren!
Der Autor Timo Lutz, selbst seit fast einem Vierteljahrhundert Wahl-Sarde, kennt Sardinien wie seine Westentasche. Mit seinem Guide führt er euch auf 6 Rundtouren einmal quer über die Insel. Die knapp 2000 km lange Strecke bringt euch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, den schönsten Naturerlebnissen und vielen Insider-Spots, die ihr ohne lokalen Tipp vielleicht übersehen würdet.

Highlights des Buchs

  • 6 Rundtouren für Entdecker: Von Traumstränden und Bergriesen bis hin zu heißen Quellen und Flamingo-Sightseeing – jede Tour zeigt Sardinien von einer anderen faszinierenden Seite.
  • Persönliche Reisetipps: Timo Lutz teilt nicht nur Must-Sees, sondern auch seine Lieblingsorte, kulinarische Adressen und charmante Campingplätze.
  • Service für Camper: Das Buch enthält ein deutsch-italienisches Camper-Wörterbuch, GPS-Downloads zu den Touren und praktische Infos von A-Z, damit eure Reise reibungslos verläuft.
  • Musik inklusive: Passend zu den Touren gibt es Playlists – denn Sardinien erkundet sich noch besser mit dem richtigen Soundtrack.

Für wen ist das Buch geeignet?

Dieser Guide ist perfekt für alle, die Sardinien ohne große Vorbereitung entdecken möchten. Statt stundenlang Karten und Materialien zu wälzen, könnt ihr euch einfach ins Abenteuer stürzen: Buch kaufen, Camper packen, losfahren – Sardinien ganz easy erleben.

Mein Fazit

Ich mag diesen Guide wirklich sehr. Er ist klar strukturiert, mit persönlichem Charme geschrieben und bietet alles, was ihr für eine unvergessliche Reise auf Sardinien braucht. Für mich ein Must-Have für alle Camper und Van-Liebhaber, die Sardiniens ganze Vielfalt erleben wollen – von Küstencruising bis Bergtouren.

Unbezahlte Werbung – das Buch freiwillig gelesen und persönlich für empfehlenswert befunden. 🌞🚐

Marco Polo Camper Guide Sardinien

  • Autor: Timo Lutz
  • ISBN: 978-3-575-01933-2 – 2. aktualisierte Auflage
  • Preis: 19,95 €
  • Verlag: Mairdumont, Ostfildern

Packt die Koffer – Sardinien wartet! 🏖️

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Projekt Mini Camper – Mein DIY-Tagebuch 🚐✂️

Schuld war die sardische Morgensonne. An einem klaren Dezembertag schien sie meinem Nachbarn so stark ins Gesicht, dass er mich an einer Kreuzung schlichtweg übersah. Totalschaden für mein Opelchen, ungebremst und unvermeidbar. Doch jede Geschichte hat auch eine positive Wendung, und so sorgte dieser Unfall ungewollt dafür, dass ich endlich ein lang gehegtes Projekt umsetzen konnte: den Ausbau eines normalen Autos zum MiniCamper.

Die Basis für meinen Campertraum stand schon länger bereit – ungenutzt im Hinterhof von Freunden: ein 18 Jahre alter Fiat Doblò, ein Hochdach-Transporter, der auf seinen zweiten Frühling wartete. Mein zukünftiger MiniCamper!


Der Anfang eines Abenteuers

Der Fiat Doblò war perfekt für mein Vorhaben: klein genug, um überall hinzukommen, und groß genug, um ihn in ein gemütliches Zuhause auf Rädern zu verwandeln. Von Anfang an war klar, dass ich möglichst viel selbst machen wollte – ein DIY-Projekt, bei dem ich meine Ideen umsetzen und mit den vorhandenen Mitteln kreativ werden konnte.


Warum ein MiniCamper?

  • Flexibilität: Ein kleiner Camper passt auch in enge Straßen und versteckte Buchten, ideal für Sardinien und Europa.
  • Kostenersparnis: Günstiger als ein großer Wohnmobil-Ausbau, sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt.
  • Minimalismus: Alles Notwendige dabei, ohne überflüssigen Ballast.

Mein Plan für den Ausbau

  1. Grundreinigung und Reparaturen: Ein betagtes Auto braucht eine gründliche Überholung, bevor es in ein Camperleben startet.
  2. Raumplanung: Vom Bett über Stauraum bis zur Mini-Küche – jede Ecke sollte funktional genutzt werden.
  3. Materialbeschaffung: Ich entschied mich für leichte und nachhaltige Materialien, um den Camper möglichst effizient und umweltfreundlich zu gestalten.
  4. Kreativität: Kleine Lösungen für große Herausforderungen – vom klappbaren Bett bis zur praktischen Outdoor-Küche.

Mein Ziel

Ein einfacher, praktischer und gemütlicher MiniCamper, der mich auf meinen Reisen begleitet – sei es durch Sardinien, Deutschland oder Europa. Und das Beste: Ein Camper, der meinen Bedürfnissen entspricht und mit jedem Kilometer Erinnerungen schafft.


Bleibt dran!
In meinem DIY-Tagebuch werde ich alle Schritte dokumentieren – von der ersten Planung bis zur ersten Übernachtung unter freiem Himmel. Vielleicht inspiriert euch meine Reise, euren eigenen Campertraum wahr werden zu lassen. 🛠️🌍

Ci vediamo unterwegs – euer Fiat Doblò und ich! 🚐💛

VVom Traum zur Realität – Mein Fiat Doblò XL

Schuld war ein Unfall, doch die sardische Sonne brachte auch Licht ins Dunkel: Endlich konnte ich meinen Traum vom eigenen Mini Camper realisieren. Die Basis: ein 18 Jahre alter Fiat Doblò XL, ehemals Rollstuhltransporter, mit Panoramafenster im Dach und genug Platz für eine gemütliche Camper-Einrichtung.


Technische Daten meines Fiat Doblò XL

  • Baujahr: 2004
  • Maße:
    • Länge: 4,253 m
    • Breite: 1,83 m
    • Höhe: 2,05 m (Innenhöhe: 1,50 m – perfekt für ein Hochdach!)
  • Verfügbare Ausbaufläche:
    • Länge: 1,80 m (ab Rückseite Fahrersitz bis Hecktür)
    • Breite: 1,45 m (Fenster zu Fenster)
  • Besonderheiten:
    • Rundum verglast, lichtdurchfluteter Innenraum
    • Doppelt geteilte Hecktüren
    • Panoramafenster über Fahrer- und Beifahrersitz – ideal für Sternenhimmel-Nächte

Ideen und Planung – Minimalismus trifft Praktikabilität

Von Anfang an war klar: einfach und minimal sollte der Ausbau sein. Keine fest verbaute Elektrik, Wasserpumpen oder komplizierte Systeme – alles sollte unkompliziert und schnell rückbaubar sein. Warum? Weil ich meinen Mini Camper auch als Transporter für Hochzeiten nutzen möchte.

Mein Grundrissplan:

  1. Fahrerseite: Küchenbereich mit Platz für meinen Laptop.
  2. Beifahrerseite: Sitzbank, die zusammen mit der zweiten Sitzbank hinter dem Beifahrersitz die Basis für mein Bett bildet (1,80 m Länge).
  3. Stauraum: Unter den Bänken – für alles Notwendige.
  4. Wasser: Ein 15-Liter-Kanister und eine Emaille-Schüssel für den Abwasch.
  5. Sommer-Upgrades: Eventuell tragbare Kühlbox und kleine Solaranlage für Stromversorgung.

Nachhaltigkeit im Fokus – Aus Alt mach Neu

Ich habe bewusst auf nachhaltige Materialien gesetzt und vieles wiederverwendet:

  • Massivholzmöbel, die nicht mehr genutzt wurden
  • Weinkisten für Stauraum
  • Hochzeits-Baldachin für Vorhänge
  • Campingausrüstung: Gasherd, Tisch und Stühle
  • Farben: Bio-Leinöl und weiße Farbe auf Wasserbasis

Mit meinem vorhandenen Werkzeugpark konnte ich direkt loslegen und den alten Materialien ein neues Leben schenken.


Tag 1 + 2 – Die ersten Schritte

Der Ausbau begann Anfang Januar – mit typisch wechselhaftem sardischen Winterwetter.

Tag 1:

  • Rücksitze entfernt, um die Ausbaufläche zu schaffen.
  • Die hartnäckige Rollstuhlschiene ließ sich nicht entfernen, also habe ich sie mit drei Lagen Malerteppich abgedeckt, um einen ebenen Untergrund zu schaffen.

Tag 2:

  • Die Bodenplatte aus Holz wurde auf der abgedeckten Schiene verlegt.
  • Erste Skizzen für die Sitzbänke und den Stauraum erstellt.

Mein Motto: Weniger ist mehr

Dieses Projekt ist nicht nur ein Camper-Ausbau, sondern auch ein Schritt zurück zu den Wurzeln des Campings: einfach, funktional und voller Freude an der Freiheit. 🌟

Bleibt dran – ich werde euch weiterhin mit Updates versorgen, vom Fortschritt bis zur ersten Übernachtung unter dem Sternenhimmel Sardiniens. 🚐✨

Der nächste Schritt – Schutz und erste Möbelaufstellung 🚐🛠️

Nachdem die Bodenplatte aus Holz verlegt war, habe ich die Ecken mit einer Aluminiumschutzleiste versehen. So bleibt die Platte langlebig und widerstandsfähig gegen Abnutzung. Als nächstes wurden Holzleisten auf der Platte verschraubt, um die Basis für Regale, Möbel und Bänke zu schaffen. Die Leisten dienen gleichzeitig als Begrenzungsschienen, damit später alles stabil bleibt.


Das große Möbelpuzzle 🧩

Jetzt wurde es spannend: Schieben, Stellen, Anpassen – ich habe die Möbelstücke und Regale so arrangiert, dass sie nicht nur funktional, sondern auch optisch harmonisch zusammenpassen. Dabei ging es ein paar Mal hin und her, bis ich zufrieden war.

Am Ende stand die Basis, und alles fügte sich zusammen. Die nächste Aufgabe: erneut alles genau vermessen und die passenden Dinge bestellen:

  • Eine Reisematratze, die sich perfekt einfügt und gemütlich ist.
  • Einen Toiletteneimer für die kleinen Camper-Notwendigkeiten. 😊

Jetzt wird’s langsam wohnlich – Schritt für Schritt nimmt mein MiniCamper Gestalt an! 🚐🌟

Tag 3 bis 7 – Mein MiniCamper nimmt Gestalt an 🚐✨

Das Wetter spielte mit: Die Schauer waren kurz und selten, sodass ich gut vorankam. Jetzt ging es ans Eingemachte – oder besser gesagt: ans Holz.


Die meiste Arbeit: Holzaufbereitung 🛠️

Das Herzstück des Ausbaus sind die wiederverwendeten Hölzer aus meinem Fundus. Doch bevor sie ihren Platz im MiniCamper finden konnten, war einiges an Vorbereitung nötig:

  • Schneiden: Alte Holzteile auf die passenden Maße gebracht.
  • Schleifen: Mit Liebe und Geduld die Oberflächen von altem Lack, Schmutz und Unebenheiten befreit.
  • Einölen: Die Hölzer mit Bio-Leinöl behandelt, um sie zu schützen und ihnen eine warme, natürliche Ausstrahlung zu verleihen.

Formen entstehen

Während der Arbeit nahm der MiniCamper allmählich Formen an. Stück für Stück setzten sich die Einzelteile zu einer funktionalen und gemütlichen Einheit zusammen:

  • Die ersten Bänke und Regale wurden eingebaut.
  • Ich konnte mir endlich vorstellen, wie der Innenraum aussehen und sich anfühlen würde.

Mein Fazit:
Die Aufbereitung des alten Holzes war zeitintensiv, aber unglaublich befriedigend. Es fühlte sich gut an, den Materialien neues Leben einzuhauchen und dabei meinem MiniCamper eine persönliche, nachhaltige Note zu geben.

Jetzt sieht man endlich, wie alles zusammenpasst – und die Vorfreude wächst, ihn bald auf die erste Reise mitzunehmen! 🌟😊

Nach einer Woche – Der MiniCamper wird Realität 🚐🌟

Nach einer Woche Ausbau war mein Fiat Doblò XL fast bereit für seinen ersten Einsatz als MiniCamper:

  • Provisorisch einsatzbereit: Die Küche und das Bett waren improvisiert, aber funktional.
  • Für den Hund: Ein Podest auf dem Beifahrersitz wurde zum Sitz- und Schlafplatz für meine treue Begleitung.
  • Komfort: Meine Matratzen und der Toiletteneimer waren angekommen.
  • Deko: Acht alte Futonkissen warteten auf ihren neuen Einsatz – und die obligatorische LED-Lichterkette durfte natürlich nicht fehlen.

Der Fiat Doblò war jetzt schon ein echter kleiner Camper, aber die Arbeit war noch lange nicht getan.


Schlechtwetter und eine spontane Idee

Mit einer angekündigten Schlechtwetterfront, die die nächsten 14 Tage regieren sollte, kam der Ausbau vorerst zum Stillstand. Doch anstatt die Zeit untätig zu verbringen, beschloss ich: Inselflucht mit Camping-Testfahrt!


Letzte Vorbereitung – Uups, die Verdunkelung

Am Tag der Abfahrt fiel mir siedend heiß ein, dass ich mir noch keine Gedanken über die Verdunkelung gemacht hatte. Ein Camper ohne Sichtschutz? Keine Option! Kurzerhand griff ich zu zwei alten ISO-Campingmatten, schnitt sie mit dem Cuttermesser passend zu und fixierte sie mit Klebeband und Magneten an den Fenstern. Nicht elegant, aber funktional.


Testfahrt: Auf nach Germany! 🚐🇩🇪

Mit provisorischer Verdunkelung, gepacktem Camper und Vorfreude im Gepäck ging es los Richtung alte Heimat. Die erste längere Fahrt mit meinem MiniCamper war nicht nur ein Testlauf für den Ausbau, sondern auch eine kleine Reise- und Erfahrungsreportage.


Möchtet ihr mehr über die weitere Gestaltung meines Campers lesen? Dann überspringt die nächsten Tage. Für alle anderen gibt es bald Einblicke in meine Erlebnisse und Eindrücke auf dieser ersten Tour mit meinem Fiat MiniCamper! 🌟🏞️

Erste Etappe: Von Sardinien ins winterliche Saarland 🚐❄️

Meine Reise begann mit einem vollgetankten Fiat Doblò XL – 60 Liter Diesel sorgten für genügend Reichweite. Vom Zuhause auf Sardinien ging es Richtung Hafen nach Porto Torres, wo ich die Nachtfähre nach Genua nahm.


Von Genua durch die Schweiz nach Deutschland

Gut ausgeruht von der Überfahrt, startete ich meine Fahrt ab Genua in Richtung Norden:

  • Durch den imposanten Gotthard-Tunnel in der Schweiz
  • Weiter über Zürich und ein kleines Stück durch Frankreich
  • Schließlich ins winterlich kalte Saarland.

Willkommen bei Christian im Saarland

Im Saarland wartete ein gemütlicher Abend bei einem Freund auf mich. Eine Übernachtung im Camper war nicht nötig – stattdessen gab es:

  • Schnacken: Endlose Gespräche und ein bisschen Nachholbedarf.
  • Kulinarik: Feinstes Sushi – eine willkommene Abwechslung nach der langen Fahrt.

Der erste Tag meiner Testfahrt mit dem MiniCamper war ein voller Erfolg. Der Camper hielt, was er versprach, und ich freute mich auf die nächsten Etappen! 🌟🚐

Langstrecken-Test bestanden: Sparsam unterwegs im MiniCamper 🚐⛽
Nach 1.300 Kilometern quer durch Europa, von Sardinien bis in den hohen Norden Deutschlands, war es endlich so weit: der erste Tankstopp! 💃🏼💃🏼
Mit einem Verbrauch von nur 4,6 Litern Diesel pro 100 km hat mein Fiat Doblò XL als MiniCamper bewiesen, dass er nicht nur charmant, sondern auch extrem sparsam ist.

Spritverbrauch im Überblick:
Startpunkt: Sardinien, vollgetankt mit 60 Litern Diesel.
Fahrtstrecke: Von Porto Torres über Genua, die Schweiz und Frankreich bis nach Norddeutschland.
Gesamtkilometer bis zum Tankstopp: 1.300 km.

Fazit:
Mein kleiner Camper ist nicht nur praktisch und gemütlich, sondern auch ein echter Sparfuchs auf der Langstrecke! 🌟 Perfekt für zukünftige Abenteuer – sei es in Europa oder auf Sardinien. 🚐🌍Erst kurz vor meinem Ziel in Norddeutschland, nach knapp 1.300 gefahrenen Kilometern war der erste!! Tankstopp nötig 💃🏼💃🏼
4,6 Liter auf 100/km

Von Saarland in den Norden – Linksrheinisch und leicht schneebedeckt 🚐❄️

Von Saarland in den Norden – Linksrheinisch und leicht schneebedeckt 🚐❄️Die nächste Etappe meiner Reise führte mich auf eine neue Route, die ich zuvor noch nie befahren hatte: linksrheinisch Richtung Norden. Die Autobahn schlängelte sich durch glitzernde Schneelandschaften, die auf den Höhenzügen wie ein Wintermärchen aussahen.


Sommerreifen und Winterwetter – typisch sardisch 🌞+❄️

Wie es so ist, wenn man aus einer Mittelmeerregion kommt, war ich – typisch sardisch – mit Sommerreifen unterwegs. 😳 Doch das Glück war auf meiner Seite:

  • Die Autobahn war frei, keine Spur von Glätte oder winterlichem Chaos.Mit jedem Kilometer habe ich mir still die Daumen gedrückt, dass mich weder Schnee noch eine Kontrolle überrascht.

Trotz der kleinen Nervosität über die Reifenwahl war die Fahrt entspannt und die Landschaft spektakulär. Der nächste Stopp wartete im hohen Norden – und mit ihm hoffentlich ein winterlich warmes Willkommen! 🌨️🚐

Von Ostfriesland bis Bayern – Wintercamping im MiniCamper 🚐❄️

Nach meiner Etappe im Saarland ging es weiter in den hohen Norden, nach Ostfriesland. Dort habe ich vor dem Haus meiner Familie gecampt – gemütlich zwischen Haus und Garage.


Ostfriesland – Nieselregen und Friesentee 🌧️☕

Das Wetter war typisch norddeutsch: Schietwetter mit Nieselregen, aber immerhin nicht wirklich kalt. Dank meiner aus Sardinien mitgebrachten Elektroheizung war es im Camper kuschelig warm.

Mein Winter-Setup:

  • Bettunterlage: Ein gemütliches Island-Schaffell.
  • Wärme: Zwei Schlafsäcke, die mich nachts angenehm warmhalten.

Nach einer Woche voller Friesentee und Matjes hieß es Abschied nehmen und weiterziehen – diesmal Richtung Süden.


Nächster Stopp: Bayern – Minusgrade und Schnee ❄️🌨️

In Bayern angekommen, änderten sich die Bedingungen drastisch. Vom ersten Tag an herrschten Minusgrade, und schließlich sank das Thermometer auf –7 Grad. Auch Schneefall blieb nicht aus. Mein Stellplatz? Wieder ein Plätzchen vor der Garage, diesmal bei meiner Freundin.

Camping bei Eis und Schnee:

  • Elektroheizung: Meine treue Begleiterin aus Sardinien hielt den Innenraum des Campers wunderbar warm.
  • Schlaf-Setup: Mit dem Schaffell, zwei Schlafsäcken und einer Reserve-Bettdecke war ich bestens gerüstet – letztere habe ich bisher nicht gebraucht.
  • Hund mit Jacke: Mein Hund hingegen litt unter den Temperaturen. Eine warme Hundejacke wurde zur Notwendigkeit, damit sie den Tag gut übersteht.

Fazit: Wintercamping funktioniert!

Trotz Kälte und Schnee hat mein MiniCamper den Härtetest bestanden. Alles lief wie geplant, und ich konnte die Nächte im Auto gemütlich verbringen. Ich bin erleichtert und begeistert, dass mein Setup so gut funktioniert – selbst bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. 🚐❄️🌟

Winterflucht: Zurück auf die Insel 🚐❄️☀️

Nach zwei Wochen in Bayern und der Aussicht auf starke Schneefälle für die nächsten Tage, habe ich beschlossen: Es ist Zeit, dem Winter zu entkommen und zurück nach Sardinien zu fahren. Ohne Winterreifen wäre ich sonst wohl festgefahren.


Erster Etappenziel: Lago Maggiore über den San Bernardino

Am Sonntagmorgen startete ich Richtung Bodensee und Schweiz, mit einem besonderen Highlight auf der Route: mein Lieblingsberg, der große San Bernardino.

  • Mein Ziel: Ein Camperstellplatz am Südzipfel des Lago Maggiore.
  • Verbrauch: Mein MiniCamper meisterte die Berge souverän, auch wenn der Verbrauch auf 6,5 l/100 km anstieg – absolut vertretbar bei dieser Strecke.

Winterzauber auf dem San Bernardino 🏔️❄️

Auf dem Pass herrschten –15 °C, aber die Sonne strahlte am klaren, blauen Himmel. Die Straße war schneefrei, die Stauseen lagen zugefroren, und die Landschaft war ein Traum in Weiß.

Mittagspause in Splügen:

Mein Hund und ich gönnten uns eine kleine Pause in dem mit Skifahrern gut gefüllten Dörfchen Splügen. Dank meiner fürsorglichen Freundin Petri hatte ich für die Reise:

  • Einen feinen Salat
  • Und eine von ihrem Mann hausgeräucherte Forelle

Was für ein Genuss in dieser winterlichen Kulisse! Ein heißer Tee rundete das Mittagessen perfekt ab, bevor es weiterging.


Weiter nach Italien – der Wärme entgegen 🇮🇹☀️

Nach dieser wunderbaren Winteretappe ging es abwärts, dem wärmeren Klima Italiens entgegen. Der MiniCamper lief tadellos, und ich konnte den Übergang von der kalten Berglandschaft in die milderen Gefilde Italiens genießen.


Fazit:
Die Entscheidung, dem Schnee zu entkommen, war goldrichtig. Diese Etappe war nicht nur funktional, sondern auch ein herrlicher Abschluss meiner Winterreise.

Idylle am Lago Maggiore – Mein MiniCamper zwischen den Großen 🚐☀️

Nach der Fahrt über den San Bernardino habe ich am Lago Maggiore einen ganzjährig geöffneten Camperstellplatzgefunden. Ein kleiner, aber feiner Zwischenstopp auf dem Weg zurück nach Sardinien.


Ein Stellplatz mit allem Komfort

Die Anlage war nicht nur gepflegt, sondern bot alles, was das Camper-Herz begehrt:

  • Warme Duschen und saubere Toiletten
  • Stromanschluss direkt am Platz
  • Und viel Platz: Zu viel für meinen kleinen MiniCamper, der auf den breiten geschotterten Stellflächen fast verloren aussah.

Camper-Schnäppchen für 7 Euro

Der Platzwart schmunzelte, als ich mit meinem kleinen Camper um einen Stellplatz bat, und berechnete mir nicht einmal die Hälfte der normalen Gebühr – nur 7 Euro für die Übernachtung. Ein kleiner Vorteil des minimalistischen Campens! 😊


Abendstimmung am See 🌅

Nach dem Einrichten gönnte ich mir einen Spaziergang zum Seeufer, um den Sonnenuntergang zu genießen. Der Lago Maggiore zeigte sich von seiner schönsten Seite, mit ruhigem Wasser und einer friedlichen Abendstimmung.

Zurück am Camper, gab es ein warmes Süppchen und Tee als Abendbrot. In der untergehenden Sonne stand mein MiniCamper stolz zwischen den großen Wohnmobilen – und ich fühlte mich einfach rundum glücklich und zufrieden.

Ach, ist das alles toll! 🚐🌟

Stellplatz: AgriCampeggio Lago Maggiore RANCO

Die letzte Etappe – Heimwärts nach Sardinien 🚐🌴

Am nächsten Tag stand die finale Strecke an: 203 km, knapp 2 Stunden Fahrt bis zum Hafen in Genua. Nach einer entspannten Fahrt ging es mit der Fähre ab nach Hause – zurück ins sonnige Sardinien.

Sardinien, ich komme! 🌴🚐💛


Fazit meiner Tour – Mein MiniCamper in Aktion

Ich bin rundum zufrieden mit meinem Ausbau, aber ein paar Kleinigkeiten möchte ich noch optimieren:

  1. Bett:
    • Das provisorische Auf- und Abbauen des Bettes war gerade bei Regen umständlich.
    • Lösung: Klappscharniere und feste Klappfüße sollen Abhilfe schaffen.
  2. Matratzen:
    • Während der Fahrt hatte ich die Matratzen festgebunden, ohne eine gute Lösung zur Aufbewahrung zu haben.
    • Lösung: Ein flexibles Gepäcknetz wurde in Deutschland gekauft und künftig werden die Matratzen platzsparend unter dem Dach verstaut.
  3. Stauraum:
    • Die Bänke bieten eigentlich zu viel Platz, da ich nach meinem Jakobsweg minimalistisch lebe.
    • Kleiderschrank: Ein neues Brett über Fahrer- und Beifahrersitz dient als Basis für meinen Kleiderschrank.
  4. Verdunkelung:
    • Die Isomatten als Fensterverdunklung waren nur ein Provisorium und haben sich bei Temperaturwechseln verzogen.
    • Lösung: Ich werde spezielle Verdunklungsstoffe verwenden und passende Matten für die Fenster nähen.
  5. Luxus und Details:
    • Makramee-Vorhänge: Ein Hauch von Boho-Style.
    • Körbchen: Für meine italienische Kaffeemaschine und Kochutensilien.
    • Seidenstoff: Ein wunderschöner Stoff von Etsy wird als Vorhang eingebaut – einfach ein bisschen weiblicher Schnickschnack.

Ausbau Tag 8–14: Die letzten Feinschliffe

Nach meiner Rückkehr nach Sardinien habe ich die oben genannten Punkte nach und nach umgesetzt:

  • Der Kleiderschrank wurde konstruiert.
  • Das Gepäcknetz verschraubt.
  • Vorhänge und Stoffe sind bestellt und eingebaut.
  • Die letzten Anstriche erledigt.

Einzig das Regal für den Wassertank ist noch in Planung. Hier grüble ich noch über die beste Lösung – aber pazienza, Geduld.


Warten auf den sardischen Frühling 🌦️

Der Frühling auf Sardinien lässt dieses Jahr auf sich warten: Viel Regen und ungewöhnlich kühle Temperaturen prägen die Insel. Aber ich freue mich darauf, meinen fertigen MiniCamper bald auf neue Abenteuer mitzunehmen – und die warme Jahreszeit kommt bestimmt!

Bis dahin: Der Camper ist bereit – und ich bin es auch. 🚐🌞hätte ich den Wagen für ein shooting aufgebaut, aber wie gesagt, das Wetter will nicht. Deshalb nur ein paar Schnappschüsse von zwischendurch.

Abschluss meines MiniCamper-DIY-Abenteuers 🚐✨

Sobald der Frühling endlich Einzug hält, werde ich euch natürlich mit weiteren Updates versorgen – denn auch mein MiniCamper steht niemals still!

Ich hoffe, meine kleine Erzählung hat euch genauso viel Freude bereitet wie mir dieses Abenteuer des DIY-Ausbaus. Wenn ich eins gelernt habe, dann: Probiert euch aus, seid kreativ und habt Spaß an euren Projekten!

Und falls ihr Fragen habt – fragt einfach!


Danke an 🚐🏕️

Ein besonderer Dank geht an:

  • Indiefairne @ YouTube – für die Fülle an Informationen und Inspiration, die meinen Ausbau erst möglich gemacht hat. Danke! 😊

Mein Werkzeug-Setup 🔧

Die meisten Tools hatte ich bereits in meinem Fundus:

  • Akkuschrauber (auch als Bohrmaschine nutzbar)
  • Stichsäge
  • Schleifmaschine & Schleifpapier
  • Holzschrauben in diversen Größen und Mengen
  • 2 Böcke für die Arbeitsfläche
  • Nähmaschine für Stoffarbeiten

Anschaffungen für den Ausbau 🛠️

Für den Ausbau habe ich einige Materialien ergänzt, alles mit kleinem Budget:

  • Holz-Bodenplatte
  • Aluminiumleisten für Ein- und Ausstiege
  • Scharniere: Für Sitzbänke und Bettklappen
  • Magnete: Zum Befestigen der Verdunkelungsstoffe
  • 4 Klappscharniere für die Bettfüße
  • Metallschrauben, Haken & Karabinerhaken
  • 4 x 2 m BioBaumwollstoff: Für die Fensterverdunkelung
  • Gepäcknetz: Für die Matratzenlagerung unter dem Dach während der Fahrt
  • WC-Eimer: Mit Katzenstreu und Tüten
  • Matratzen

Gesamtkosten: ca. 200 Euro


Noch geplante Ergänzungen:

  • Kleines Van-Zelt: Für die Seitentür – als erweiterter Wohnraum.
  • Mobiles Solarsystem: Für autarke Stromversorgung auf längeren Reisen.

Bis bald und viel Spaß bei euren Projekten – eure Anja! 💛🌞

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Buchrezension: „Sardinien – 50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade“ 📚🌿

Sardinien ist zweifellos eine der schönsten Inseln Europas und ein Reiseziel, das weit über seine berühmten Strände hinaus begeistert. Doch wie entdeckt man die weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Seiten dieser Insel?

Dieses äußerst handliche Reisebüchlein verspricht genau das: Sardinien abseits der ausgetretenen Pfade zu erleben. Und ja, es hält, was es verspricht!

Wenn ihr Sardinien fernab der bekannten Touristenattraktionen entdecken möchtet, dann führt kein Weg an diesem Buch vorbei. Die Autorin Andrea Behrmann, die seit über 30 Jahren auf Sardinien lebt, teilt auf 253 Seiten ihre persönlichen 50 Geheimtipps. Mit einem liebevoll zusammengestellten Mix aus Rundtouren, Abstechern und Sardinien-Highlights lädt sie ein, die Insel von einer ganz anderen Seite zu erleben.


Was dieses Buch besonders macht:

  • Echte Insidertipps: Die Wahlsardin Andrea Behrmann nimmt euch mit in ihre Lieblingsregionen – in unbekannte Ecken, die oft selbst Sardinien-Fans überraschen.
  • Frischer Stil: Die Texte sind kurz, prägnant und unterhaltsam geschrieben, sodass jede Seite Lust macht, sofort die Koffer zu packen.
  • Für Neulinge und Profis: Die Rundtouren sind nach Regionen gegliedert und bieten sowohl für Sardinien-Einsteiger als auch für Kenner spannende Entdeckungen.
  • Mehr als nur Tipps: Neben den Touren gibt es interessante Einblicke in die Kultur, Traditionen und das Alltagsleben auf Sardinien.

Warum ich das Buch empfehle:

Andrea Behrmanns authentischer Stil und ihr Blick für die kleinen Details machen das Buch zu einem echten Schatz für alle, die Sardinien in seiner Ursprünglichkeit erleben möchten. Selbst als jemand, der seit Jahren auf der Insel lebt, habe ich in diesem Buch noch neue Orte entdeckt, die mich sofort inspiriert haben.


Fazit:

Dieses handliche Büchlein ist ein Must-have für Sardinien-Entdecker. Es porträtiert die Insel abseits der Touristenpfade und macht Lust, die Rundtouren direkt selbst zu erleben. Ideal für Anfänger und Fortgeschrittene – und eine tolle Ergänzung zu jeder Sardinien-Reise.

➡️ Empfehlung für alle, die sich gern entführen lassen möchten. 🌟


Buchdetails:

  • Titel: Sardinien – 50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade
  • Autor: Andrea Behrmann, Paolo Succu
  • Verlag: 360° Medien Verlag, Mettmann
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • 1. Auflage
  • ISBN: 978-3-96855-277-4
  • Preis: 14,95 Euro

Unbezahlte Empfehlung – von Herzen empfohlen! 🌿📖


8 September 2021 – Swim for Dolphins Sardinien

Der Termin des Benefizschwimmens für den Lebensraum der sardischen Delfine steht nun fest: am 8. September um 7.30 Uhr starten die drei italienischen Schwimmer Francesco Baldan, Riccardo Tigli und Marco Schilirò zu einer noch nie da gewesenen Aktion. Um Spendengelder für den gemeinnützigen Verein SeaMe zu sammeln, schwimmen sie 23 km um die traumschöne Nachbarinsel von La Maddalena, Caprera. 

Die drei italienischen Athleten – Francesco Baldan, Riccardo Tigli und Marco Schilirò – werden sich in einer noch nie zuvor versuchten Leistung messen: Sie schwimmen um die Insel Caprera und legen 23 km in etwa 8 Stunden zurück. Der Erlös der Veranstaltung wird SEA ME Sardinia Onlus für den Kauf eines Bootes gespendet.

Die mit der Aktion gesammelten Spendengelder sollen dem Verein für den Kauf eines unbedingt notwendiges Bootes für die Forschungsarbeit zukommen. SeaMe leistet seit vielen Jahren auf La Maddalena mit ihrem Informationszentrum und den Ausfahrten auf das Meer einen wichtigen Beitrag zur Forschung und zum Schutz der hier lebenden Tiere. 

Alle Details über diese tolle Aktion findet Ihr in meinem Artikel Swim for Dolphins

Die Veranstaltung

Das Benefizschwimmen startet am Mittwoch, den 8. September 2021 um 7.30 Uhr in der Cala Garibaldi, auf Caprera, La Maddalena.

Ziel, je nach Wetterlage ebenfalls in der Cala Garibaldi oder der Spiaggia Due Mari.

Eine Abschlusszeremonie und Informationsveranstaltung für alle findet am Freitag, 10. September 2021, im Restaurant Zi Antò in Punta Tegge, La Maddalena, statt. Reservierungen über WhatsApp unter +39 388 8585 948


Auch Ihr könnt dem Verein zur Seite stehen, denn Wale und Delfine auf Sardinien, ihr Schutz und die Bedeutung dieser wunderbaren Säuger für Natur und Umwelt, der Schutz aller Meeresresourcen gehen uns alle an. Die, die wir hier auf der tollen Insel leben und die vielen Besucher die alljährlich diese faszinierenden Tiere kennenlernen dürfen. 

So könnt Ihr helfen ⬇️

1. folgt auf Instagram: @seame_sardinia & @swim_for_dolphins – teilt, teilt, teilt – Bilder Artikel und alles was hilft – Grazie ❣️❣️ 

2. 💶➡️ Spendet jeder Euro hilft:  https://gofund.me/86560b8a – alle Infos zur Aktion auf der Webseite von GoFundMe, braucht ihr deutschsprachige Info, schreibt mir Kontakt

3. Auf FACEBOOK findet Ihr die Aktion: https://www.facebook.com/seamesardinia/

Habt Ihr Fragen?

Für sämtliche Fragen in italienisch oder englisch, wendet Euch an den Verein SeaMe Sardegna Onlus. *Die Organizzazione non lucrativa di utilità sociale ist eine Rechtsform in Italien, die im internationalen Vergleich als Non-Profit-Organisation eingestuft wird.

in Deutsch, Presse- oder Anfragen Sponsoring: info@sardinia-dreamwedding.com


und steht unter der Schirmherrschaft von:

@ComuneDiLaMaddalena @ParcoLaMaddalena @Sport.Cityy @cvcaprera @finsardegna @fiswsocial

#swimfordolphins #schwimmtfürdelfine #sardinien #schwimmen #delfine #delphine #rettetdelphine #whalewatching #dolphinwatching #fisw #swim #sardinia #sardegnaterraemare # swim4lifemagazine #sardinia #sardegnaofficial #sardinia_exp #instagramsardegna #sardiniaexperience #sardiniasea #caprera #lamaddalenapark #capreraisegna #simmere_photos #seamwardine_photos


Swim for Dolphins Sardinien

Flipper der Delfin war in den 70er Jahren mein bester Freund. Jeden Samstag sass ich am Nachmittag gebannt vor dem Fernseher. Schaute zu, wie die Söhne des TV Rangers Porter Ricks, Sandy und Bud mit einer Superhupe den zahmen Delfin Flipper herbeiriefen und mit ihm die tollsten Abenteuer in Floridas himmelblauen Meerwasser erlebten. Schon lange sieht man die Dressur der Meeressäugern kritisch, zu Recht. Damals war man irgendwie noch nicht so weit. Aber die Jungs aus Florida und ihr Delfin waren meine Helden.

Finnwal (Balaenoptera physalus) Mama und ihr Baby. Die beiden wurden gesichtet und fotografiert während einer Forschungsausfahrt von @seame_sardinia im Unterwasser Canyon von Caprera, Sardinien. 

Sardinien, seine Menschen, das Meer, all sein Getier hier sind schon lange meine Herzensthemen. Die Delfine ganz bestimmt auch wegen Flipper. In meinem Artikel Whale Watching auf Sardinien habe ich Euch das Santuario dei Cetacei, das Schutzgebiet für Meeressäuger im Mittelmeer vorgestellt. Ein Teil Nordsardiniens gehört dazu, denn viele Wal– und Delfinarten leben in diesem Dreieck im Mittelmeer. Nicht nur, denn auch Meereschildkröten, Thun-, Schwert- und Mondfische haben hier ihren Lebensraum.

Viele meiner Gäste und Kunden habe ich in den vergangenen Jahren immer gerne zu Wal- und Delfin BeobachtungsAusfahrten mit dem sardischen Meeresbiologen Luca Bittau geschickt. Luca ist Vorsitzender des Vereins SeaMe Sardinia Onlus und nimmt nicht nur interessierte Laien zu ganz wunderbar informativen Touren in das Archipel mit und erklärt mit Himmelsgeduld sein ganzes Fachwissen. Leider finden dieses Jahr (2021) keine Touren statt und das aus einem fast unglaublichen Grund: Es fehlt ein Boot – und das schon seit Jahren.

Der eingetragene gemeinnützige Verein SeaMe Sardinia Onlus wurde vor vielen Jahren gegründet um die in hiesigen Gewässern vorkommenden Meeressäuger zu beobachten und ihren natürlichen Lebensraum zu schützen und zu erhalten. Der Verein fährt unter anderem mit hiesigen Schulklassen in das La Maddalena Archipel, betreibt ein Informationszentrum über Delfine und Wale auf Caprera macht Öffentlichkeitsarbeit und lässt Interessierte einen Tag lang als echte Delfinforscher bei der Arbeit dabei sein. Aber auch traurige Einsätze gibt es. SeaMe wird gerufen, wenn tote Wale oder Delfine an Sardiniens Strände gespült werden. Todesursachen müssen festgestellt und der Kadaver danach ins tiefe Meer gezogen werden, wo er versinkt und dem natürlichen Prozess übergeben wird. Konnte sich der Verein in den letzten Jahren durch die gesammelten Spenden für die geplanten notwendigen Touren immer wieder Boote mieten, sieht es seit zwei Jahren schlecht aus. Steigende Preise und die Krise durch den Virus machen es schwer, ausreichend Spenden zusammenzubekommen.

Es liegt aber auf der Hand, dass der Verein wichtige Aufgaben leistet und es kann nicht sein, dass die tolle Arbeit eines wunderbaren Teams von Freiwillen am Fehlen eines Schlauchbootes scheitert. „Es ist notwendig, eigenständig Forschungs- und Überwachungsprojekte für Wale und Delphine vor Sardiniens Küste durchführen zu können. Die Tiere leben hier natürlich, die Arbeit ist so wichtig“, sagt Luca Bittau, Vorsitzender des Vereins SeaMe.

Swim for Dolphins

Deshalb wurde Swim for Dolphins ins Leben gerufen, ein Projekt zum Aufmerksam machen und Spendengelder für das notwendige Boot zu sammeln. Drei italienische Schwimmstars schwimmen für den guten Zweck 23 km um die Insel Caprera. Die traumschöne Nachbarinsel von La Maddalena, einst Wohnsitz des italienischen Nationalhelden Garibaldi. Sie lockt alljährlich tausende Badetouristen an ihre wunderbaren Strände.

@swim_for_dolphins ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung und findet zwischen dem 6. und 12. September auf Sardinien statt. Gestartet wird in der Cala Garibaldi auf Caprera am ersten Tag, an dem die Wetterbedingungen optimal sind.

Bitte helft auch Ihr mit, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Die Wale und Delfine auf Sardinien, ihr Schutz und die Bedeutung dieser wunderbaren Säuger für Natur und Umwelt, der Schutz aller Meeresresourcen gehen uns alle an. Die, die wir hier auf der tollen Insel leben und die vielen Besucher die alljährlich diese faszinierenden Tiere kennenlernen dürfen. 

So könnt Ihr helfen ⬇️

1. folg auf Instagram: @seame_sardinia & @swim_for_dolphins – teilt, teilt, teilt – Bilder Artikel und alles was hilft – Grazie ❣️❣️ 

2. 💶➡️ Spendet jeder Euro hilft:  https://gofund.me/86560b8a – alle Infos zur Aktion auf der Webseite von GoFundMe, braucht ihr deutschsprachige Info, schreibt mir Kontakt

Habt Ihr Fragen?

Für sämtliche Fragen in italienisch oder englisch, wendet Euch an den Verein SeaMe Sardegna Onlus. *Die Organizzazione non lucrativa di utilità sociale ist eine Rechtsform in Italien, die im internationalen Vergleich als Non-Profit-Organisation eingestuft wird.

in Deutsch, Presse- oder Anfragen Sponsoring: info@sardinia-dreamwedding.com


Die Aktion wird Unterstützt von: @lantechlongwave @evotek_impianti.radianti @avisrivieradelbrenta

und steht unter der Schirmherrschaft von:

@ComuneDiLaMaddalena @ParcoLaMaddalena @Sport.Cityy @cvcaprera @finsardegna @fiswsocial

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Wandern: Bruncu Spina & Punta La Marmora 🌄⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Nach fast 25 Jahren auf Sardinien habe ich endlich die Gelegenheit genutzt, die zwei höchsten Gipfel meiner Wahlheimat zu erklimmen: Bruncu Spina (1.829 m) und Punta La Marmora (1.834 m). Es brauchte eine arbeitsfreie Zwangspause durch den bekannten „Virus“, um mir diesen langgehegten Traum zu erfüllen – und ich kann sagen, es hat sich mehr als gelohnt.


Ein Gipfelerlebnis mit Wow-Faktor

Mit leicht zittrigen Beinen und einem Herz voller Ehrfurcht sitze ich schließlich unter dem Gipfelkreuz der Punta La Marmora. In der Hand mein kleines Picknick, und vor mir entfaltet sich ein Panorama, das mich sprachlos macht: Die gesamte Insel liegt mir zu Füßen, ein einzigartiges Schauspiel der sardischen Natur.

Vor mir mein treuer Hund, der – wie immer – keinerlei Höhenangst zeigt. Sie sitzt direkt am Abgrund, der Blick nach Osten, und lässt die Ohren im Wind tanzen. Ich dagegen spüre ein leichtes Schwindelgefühl. Hypsiphobie – meine Höhenangst – hat mich auf dieser mutigen Wandertour mehrmals herausgefordert. Doch jede Überwindung wurde belohnt: Sardinien von oben ist ein unvergessliches Erlebnis.


Warum diese Tour?

Die Wanderung zu den Gipfeln des Gennargentu-Massivs ist eine der beeindruckendsten Erlebnisse, die Sardinien zu bieten hat. Sie führt durch unberührte Berglandschaften, vorbei an wilden Schluchten, grünen Tälern und mit einer Aussicht, die weit über das türkisfarbene Meer hinausgeht.

Egal, ob ihr Sardinien schon kennt oder neu entdecken möchtet – dieser Aufstieg ist eine Reise wert, die mit Freiheit, Natur und Weitblick belohnt wird.


Mein Fazit:

Die Bruncu Spina & Punta La Marmora-Tour hat ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ verdient. Sardinien von oben zu erleben, bringt nicht nur die Höhen, sondern auch die Seele zum Schwingen. Und ich weiß jetzt schon, es wird nicht mein letzter Gipfelsturm gewesen sein. 🌿💚

Packt euren Mut und euer Picknick ein – die sardischen Berge warten auf euch! 🥾

Wandertour vom Refugio S’Arena über den Gipfel des Bruncu Spina zum Gipfel Punta la Marmora

Start & Ziel: Parkplatz S’Arena 🚶‍♀️🌄

Standort: Parkplatz S’Arena bei Rifugio Bruncu Spina
Der Wanderparkplatz befindet sich direkt am verlassenen Rifugio Bruncu Spina, das (Stand Mai 2021) nicht mehr in Betrieb ist. Hier gibt es ausreichend Parkplätze, um euer Fahrzeug sicher abzustellen und euch auf den Weg zu machen.


Die Route

Vom Parkplatz geht es direkt bergauf, immer den Markierungen des Sentiero CAI 721 folgend.
➡️ Orientierung:

  • Die rot-weiß-roten Zeichen auf Steinen und Schildern sind eure verlässlichen Wegweiser.
  • Der Weg ist gut markiert und führt euch sicher durch die atemberaubende Berglandschaft des Gennargentu.

Anfahrt

Die Anreise erfolgt am besten mit dem Auto. Ihr erreicht den Parkplatz über die Ortschaften:

  • Tonara
  • Desulo
  • Fonni

Alle drei Orte bieten eine malerische Fahrt durch das Herz Sardiniens, die euch bereits auf das beeindruckende Bergerlebnis einstimmt.

Details zur Wanderung: Bruncu Spina & Punta La Marmora 🌄

Schwierigkeit:

  • Mittel: Die Strecke führt über lockeren, unbefestigten Untergrund. Trittsicherheit und eine mittlere Kondition sind erforderlich.

Dauer:

  • 4–6 Stunden: Abhängig von Kondition und Pausen.

Strecke:

  • 16 km (Hin- und Rückweg).

Maximale Höhe:

  • 1.853 m: Auf dem Gipfel der Punta La Marmora, dem höchsten Punkt Sardiniens.

Höhenmeter:

  • Aufstieg: 560–721 m ⬆️
  • Abstieg: 560–721 m ⬇️
    (Differenz kann je nach verwendeter App variieren).

Anforderungen:

Landschaft: Extrem schön – ein wahrer Genuss für Naturliebhaber.

Kondition: Mittel

Technik: Mittel

Erlebnisfaktor: Sehr cool 😎


Kurzbeschreibung

Diese mittelschwere Wandertour führt euch zum höchsten Gipfel Sardiniens, dem Punta La Marmora. Die Strecke ist auch für geübte MTB-Singletrail-Fahrer geeignet. Ihr erlebt eine beeindruckende Berglandschaft, pure Natur und atemberaubende Panoramablicke.
➡️ Hinweis: Steile An- und Abstiege auf lockerem, steinigen Untergrund erfordern Trittsicherheit. Unterwegs gibt es nur gegen Ende eine Wasserquelle – packt also ausreichend Trinkwasser ein!


Ausstattung & Ausrüstung

  • Schuhe: Feste Wanderschuhe oder gutes Schuhwerk mit Profil sind ein Muss.
  • Sonnenschutz: Sonnencreme, Hut oder Kappe.
  • Trinkwasser: Ausreichende Menge mitnehmen – es wird warm!
  • Tagesrucksack: Platz für Proviant, Wasser und Regenschutz.
  • Wetter: Die Tour nur bei gutem Wetter starten. Das Wetter kann in Sardiniens Bergen schnell umschlagen, und bei Regen oder Nebel wird es auf den rutschigen Wegen gefährlich.

Packliste für die Wandertour:

➡️ Packliste Wandertour Tag – PDF-Download


Leckere Verpflegung aus Tonara

Euer Startpunkt Tonara ist bekannt für seine kulinarischen Spezialitäten. Für euer Gipfelpicknick findet ihr hier tolle lokale Produkte:

  • Wurst & Käse:
    Metzgerei Attilo Sau, Via Su Nuratze 1 (im Einkaufszentrum)
    Google Maps Link

Tonara ist außerdem berühmt für seine zuckersüße Spezialität Torrone die ihr vor Ort unbedingt probieren solltet.


Nationalpark Golfo di Orosei – Gennargentu 🌿🌄

Die Gipfel Bruncu Spina und Punta La Marmora, die Ziele meiner heutigen Wanderung, liegen im beeindruckenden Parco Nazionale del Golfo di Orosei – Gennargentu. Dieser Nationalpark ist nicht nur einer der jüngsten in Italien, sondern mit 73.935 Hektar auch der größte auf Sardinien.

Das wilde Herz Sardiniens 🏞️

Hier, im Inselinneren, befindet sich die Region Barbagia, das „Land der Barbaren“, wie es die Römer wegen des wehrhaften Volkes nannten. Heute ist die Barbagia jedoch ein Ort der Gastfreundschaft und Ursprünglichkeit.

Die Landschaft ist hier wilder, vielfältiger und spektakulärer als irgendwo sonst auf Sardinien. Sanfte Hügelsteile Klippentiefe Schluchten und unberührte Wälder prägen das Bild. Der Nationalpark repräsentiert das echte, unverfälschte Sardinien – voller Geheimnisse und atemberaubender Schönheit.

Anfahrt 🚗

  • Von Olbia erreicht ihr das 100 km entfernte Nuoro in ca. einer Stunde.
  • Für die weiteren 60 km nach Tonara plant 1,5 Stunden ein – es geht über kurvige Straßen, durch Täler, über Berge und Hügel.

Highlights des Nationalparks 🌟

Die Westseite:

  • Monte Corrasi (1.463 m): Der imposante „Wächter“ über Oliena mit seiner hellgrauen, sonnenbeschienenen Spitze.
  • Su Gologone: Eine kraftvolle Quelle, die aus den Tiefen des Monte Uddé sprudelt und den Lago Cedrino speist.

Der Golfo di Orosei:

  • Steile Schiefer- und Kalksteinklippen, Höhlen und Schluchten prägen die Küste von Cala Gonone bis Santa Maria Navarrese.
  • Selvaggio Blu: Sardiniens schwierigster Trekkingweg entlang der Küste – ein Paradies für Trekking-Enthusiasten.
  • Gola su Gorropu: Eine der tiefsten Schluchten Europas mit bis zu 500 Meter hohen Felswänden.

Die Gennargentu-Gipfel:

Rechter Hand der Staatsstraße SS 389 erhebt sich die Gebirgslandschaft des Gennargentu-Massivs, gekrönt vom Punta La Marmora, dem höchsten Punkt der Insel.


Flora und Fauna 🦅🌺

Der Park ist eine Oase für Sardiniens Tierwelt:

  • MufflonsHirscheWildkatzen und andere Wildtiere leben hier ungestört.
  • Beeindruckende Greifvögel wie GänsegeierSteinadler und der seltene Eleonorenfalke durchziehen den Himmel.
  • Die Vegetation reicht von immergrünen Macchia-Sträuchern bis zu uralten, tief verschneiten Wäldern im Winter.

Geschichten und Traditionen 🕊️

Der Nationalpark ist ein Land der Mythen und Legenden:

  • Von der Transhumanza, dem Leben der wandernden Hirten, über stolze Menschen und ihre Traditionen bis hin zu den sagenumwobenen sardischen Banditen erzählt jede Ecke des Parks eine eigene Geschichte.
  • Hier lebt die Kultur Sardiniens in ihrer ursprünglichsten Form – in den Trachten, der Musik und der Erzählkunst der Bewohner.

Fazit:
Der Nationalpark Golfo di Orosei – Gennargentu ist ein echtes Juwel Sardiniens. Mit seinen spektakulären Landschaften, der reichen Tierwelt und den tief verwurzelten Traditionen bietet er ein unvergessliches Erlebnis für Wanderer, Naturfreunde und Kulturliebhaber. 🌍✨


Tourbeschreibung: Auf dem Weg zum Bruncu Spina und Punta La Marmora 🌄

An diesem Morgen starte ich von Tonara, dem malerischen Gebirgsdorf, und mache mich auf den Weg in Richtung Fonni. Es geht 25 Minuten lang durch die grünen, dichten Bergwälder Sardiniens, vorbei an bunten Ziegenherden, die die Straßen säumen. Die Straße windet sich stetig bergauf, und die frische Morgenluft erfüllt mich mit Vorfreude.

Kurz vor der Kreuzung S’Arcu de Tascussi verändert sich die Landschaft deutlich: Der Wald lichtet sich, die Bäume werden seltener und die grünen Wiesen und großen Felsen übernehmen das Bild. Die Aussicht wird offener, und ich nehme mir Zeit, um die Landschaft in vollen Zügen zu genießen.


Das Bild der alten Baumriesen 🌳

Weiter geht es auf einer einsamen Straße, die mich der aufgehenden Sonne entgegenträgt. Die Weiden sind jetzt von einzelnen alten Baumriesen gesäumt, die stolz und kraftvoll ihre Äste in den Himmel recken. Einige Bäume biegen sich dem Hang entgegen, vom Wind gebeugt, aber dennoch majestätisch. Andere stehen aufrecht, ihre Äste wie ausgestreckte Finger, die den blauen Himmel berühren.

Ich halte immer wieder an und kann nicht anders, als ehrfürchtig zu fotografieren. Wie alt mögen diese Bäume wohl sein? Was haben sie alles erlebt, welche Stürme überstanden, welche Veränderungen in der Natur gesehen? Die Jahrhunderte sind in ihren Rinden eingraviert – und in ihrem stillen Zeugen des Lebens. 🌿📸

Ankunft an der Funtana Cerinase 💧🌿

Auf der linken Seite der Straße entdecke ich einen eingezäunten Bereich, umgeben von wunderschönen, hohen Bäumen. Inmitten dieses grünen Paradieses sprudelt die kleine Quelle Funtana Cerinase, deren kühles, klares Wasser in einem rustikalen Bachbett fließt.

Hier halte ich an und fülle meine Wasserflaschen mit dem erfrischend eiskalten Quellwasser. Es schmeckt nicht nur unglaublich frisch, sondern gibt mir auch die nötige Energie für die bevorstehenden Höhenmeter. Der Ort ist ein wahrer Ruhepol und bietet mir eine willkommene Pause, um die friedliche Atmosphäre zu genießen und mich auf die bevorstehende Wanderung vorzubereiten.

Die Quelle scheint tief in der Erde verankert zu sein und versorgt die Wanderer mit reinem, natürlichem Wasser, das einen besonderen Teil dieser Tour ausmacht. Ein schöner Moment des Innehaltens und Kraftschöpfens – die perfekte Vorbereitung auf die nächsten Schritte. 🌞💧

Der Weg zum Sentiero CAI 721 und die Begegnung mit den Kühen 🐄🌄

Weiter der Straße entlang erreiche ich nach etwa zwei Kilometern das verlassenen Rifugio S’Arena – ein trauriger Anblick. Die Herberge wirkt nagelneu, aber offensichtlich wurde sie ihrem Schicksal überlassen. Sie ist verwahrlost, als ob niemand mehr dort wohnen möchte. Es ist wirklich schade, denn ich kann mir gut vorstellen, wie ein neuer Pächter diesem Ort wieder Leben einhauchen könnte. Ich hoffe sehr, dass sich irgendwann jemand findet, der diese verlassene Herberge wiederbelebt.

Ich parke mein Auto und beginne, den Sentiero CAI 721 zu folgen. Die rot-weiß-roten Markierungen führen mich den Wanderweg entlang, und nach ein paar Kehren, die mich eine Schotterstraße hinaufführen, zieht sich der Weg weiter in Richtung Osten, immer am Hang entlang.


Die Kühe am Wegesrand 🐄💭

Ein vertrautes Glockengebimmel zieht sich durch das Tal und kündigt mir die Nähe von Kühen und ihren Kälbern an. Bald sehe ich sie: Eine Gruppe von halbwild lebenden Kühen mit ihren Kälbern blockiert den Wanderweg. Ich hoffe inständig, dass sich diese stattlichen Tiere meinen Weg freimachen, ohne dass ich zwischen ihren hörnern landen muss. Diese Tiere leben auf den großen, offenen Weideflächen Sardiniens und sind zwar halbwild, aber erstaunlich flink. Besonders schützend reagieren sie auf ihre Kälber, was mir eine gewisse Besorgnis bereitet.

Doch zu meiner Erleichterung beweisen die Tiere einen respektvollen Abstand. Die Kühe und ihre Kälber lassen mich ohne Zwischenfälle passieren und ziehen sich dann gemächlich vom Wanderweg zurück. Ich kann meinen Weg fortsetzen, mit einer gehörigen Portion Respekt und Erleichterung, dass ich ohne Hörnerkontakt weiter wandern kann. 😅🐮

Der Pfad zum Bruncu Spina: Auf schmalen Wegen durch die Berglandschaft 🏞️🐄

Nach etwa zwei Kilometern endet die Schotterstraße und gibt den Blick frei auf einen kleinen Parkplatz. Der Wanderweg setzt sich fort und führt nun weiter in Richtung Osten. Der Pfad wird merklich schmaler und schlängelt sich in der Ferne durch eine Felsenlandschaft, bergauf in Richtung meines ersten Ziels: dem Gipfel des Bruncu Spina.


Begegnung mit der nächsten Kuhherde 🐄💚

Wenig später sehe ich die nächste Kuhherde vor mir, die sich entspannt auf meinem Wanderweg niedergelassen hat. Offenbar befinden sich die Tiere gerade in einer wohlverdienten Verdauungspause. Es ist ein wunderschöner Moment der Ruhe und Stille, umgeben von der beeindruckenden Natur Sardiniens. Doch auch diese Wiederkäuer sind sehr freundlich und neugierig. Als ich näher komme, erheben sie sich langsam und ziehen gemächlich beiseite, damit ich meinen Weg fortsetzen kann. Ein weiteres friedliches Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier, das diesen Wanderweg so besonders macht.


Der Aufstieg zum Bruncu Spina ⛰️

Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen setze ich meinen Aufstieg fort, der Pfad wird immer schmaler und führt mich weiter in die Felsen. Der Weg schlängelt sich durch die zerklüftete Landschaft und ich kann förmlich spüren, wie sich die Landschaft verändert und mich auf das kommende Bergpanorama vorbereitet. Der Gipfel des Bruncu Spina ist zum Greifen nah und ich freue mich darauf, die erste Etappe meiner Wanderung zu erreichen.

Der Aufstieg zum Bruncu Spina: Arcu Artilai und die steile Passage 🏞️

Nach einem kurzen, aber kräftigen Anstieg habe ich die ersten 120 Höhenmeter überwunden und erreiche das markante Wegkreuz des Arcu Artilai. Der verfallene Wegweiser zeigt in Richtung Bergauf, und ich weiß, dass ich jetzt den steileren Abschnitt des Pfades betrete.


Steile Felsen und die Herausforderung der Höhenangst ⛰️💭

Der Pfad wird nun deutlich steiler, und ich muss mich durch enge Felsenpassagen hindurch bewegen, während der Bergauf immer herausfordernder wird. Es ist ein wunderschöner, aber auch anspruchsvoller Abschnitt. Immer wieder verliere ich den Weg aus den Augen, sodass ich mich auf die rot-weiß-roten Wegmarkierungen konzentrieren muss, um den richtigen Pfad nicht zu verlieren.

An der rechten Seite geht es nun steil bergab, und ich beginne zu realisieren, dass ich es heute mit meiner Höhenangst zu tun bekommen werde. Der Abgrund zur rechten Seite lässt mein Herz schneller schlagen. Wenn ich hier stolpere, gibt es keinen Halt, und ich werde mehrere hundert Meter ungebremst hinabfallen. Es ist ein unverhohlenes Gefühl von Gefahr, das mich plötzlich erfasst, und ich nehme den weiteren Aufstieg mit einer Mischung aus Respekt und Fokus in Angriff.

Die Belohnung der Aussicht: Ein Schritt weiter in die Wildnis 🌄🌿

Trotz der Höhenangst fühle ich mich toll, wirklich großartig. Ich weiß, ich muss einfach weitergehen, das Ziel vor Augen. Die Aussicht über die umliegenden Gipfel ist atemberaubend. Sie schmiegen sich wie die Sichel eines Halbmonds um das Tal, das weit unter mir liegt. Geröllfelder aus Granit und Schiefer ziehen sich talwärts und öffnen die Landschaft, die bis in die Ferne reicht. Im Tal sind vereinzelt Baumreihen zu erkennen, die das Bild harmonisch abrunden.


Die Schönheit der Wildnis 🌸🦅

Die kunterbunten Flechten haben sich auf den Steinen und Felsen niedergelassen, und zwischen ihnen finden unzählige Wildkräuter Platz, wo immer noch ein Hauch von Lebensraum besteht. Überall blühen Krokusse in GelbBlau und Weiß – ein wahres Naturschauspiel. Der Himmel über allem ist klar und strahlend blau. Ich bin ganz allein in dieser riesengroßen Wildnis – kein Mensch ist weit und breit zu sehen.

Die Lerchen zwitschern, und hoch oben kreist ein Raubvogel in aller Ruhe seine Runden. Der Duft der wilden Kräuterliegt in der Luft und erfüllt mich mit einer tiefen Verbundenheit zur Natur. Die Welt fühlt sich hier oben so unberührt und friedlich an, dass ich den Schwindel immer weiter von mir schiebe.


Der Weg als einzige Option 💪🌟

Trotz der Höhenangst und des Schwindels zwinge ich mich immer wieder, weiterzugehen. Ich halte mich an den Felsenfest, setze einen Fuß vor den anderen und konzentriere mich auf das Schöne um mich herum. Denn Umkehren ist keine Option – das habe ich mir fest vorgenommen. Es ist einfach viel zu schön, all das zu erleben. Ich will nicht verpassen, was mich noch erwartet, also gehe ich weiter, auch wenn jeder Schritt eine kleine Herausforderung darstellt.

Der erste Gipfel: Bruncu Spina und die geheimnisvolle Sesselliftanlage 🏞️❄️

Nach 3,5 km steilem Anstieg habe ich den ersten großen Abschnitt geschafft und erreiche endlich das höchste Plateau. Hier oben öffnet sich die Aussicht und ich kann den Weg in Richtung des Gipfelkreuzes des Bruncu Spina sehen, das nur noch etwa 200 Meter entfernt ist. Der letzte Abschnitt ist schon fast in Sichtweite und der Wind weht frisch über das Plateau.


Die Sessellift-Anlage: Ein verlassener Ort 🎿💨

Der Wanderweg führt mich nun vorbei an einer sesselliftanlage, die offensichtlich niegelnagelneu und dennoch verlassen ist. Im Sommer wird sie vermutlich genutzt, aber jetzt, Mitte Mai, liegt sie still und verlassen da. Die leeren Sessel schaukeln im Wind, und es ist fast ein wenig unheimlich, diesen leeren Bergaufzug zu sehen. In dieser Höhe kommt mir der Gedanke, wie lebendig dieser Ort im Winter oder Sommer wäre, aber jetzt bleibt er stumm und wartend.


Der magische Anblick eines Schneefeldes im Mai ❄️☀️

Und dann, als ob der Winter sich nicht ganz verabschieden wollte, entdecke ich ein großes Schneefeld, das hier im Maiimmer noch glitzernd im Sonnenlicht liegt. Das Bild ist schlichtweg magisch – mitten im Frühling, während die ersten Blüten sich zeigen, ist da dieser Schnee, der sich nicht so einfach vom Berg verabschieden möchte. Ich halte einen Moment inne und genieße diesen unerwarteten Anblick – es ist der perfekte Moment für eine kleine Pause, bevor ich den letzten Abschnitt zum Gipfel in Angriff nehme.

Der Aufstieg zum Gipfel: Punta La Marmora 🏔️🌄

Nachdem ich den genussvollen Rundumblick am ersten Tagesziel, dem Bruncu Spina, genossen habe, mache ich mich auf den Rückweg zum Plateau. Von hier aus geht es nun in Richtung Süden auf den kleinen, sich auf dem Bergkamm entlangschlängelnden Pfad. In der Ferne ist nun das Ziel des heutigen Tages deutlich zu erkennen – der Gipfel des Punta La Marmora, der höchste Punkt Sardiniens, mit seinem markanten Gipfelkreuz.


Höhenweg durch Fels und Gras 🌿🪶

Der Pfad windet sich jetzt entlang des Berggrats und bietet eine wunderschöne Aussicht auf die umliegende Landschaft. Ich spüre den Wind, der hier oben immer frischer wird, und laufe durch Felsen und Gras. Der Weg führt mich weiter, schlängelt sich immer wieder auf und ab, und lässt mir genügend Zeit, die wilde Schönheit des Berges zu genießen.


Arcu Gennargentu: Der erste Abstieg ⬇️

Der Weg führt nun steil hinab, und ich erreiche das Wegkreuz am Arcu Gennargentu auf 1659 m. Hier gibt es eine kleine Pause, bevor es wieder bergauf geht. Der Abstieg hat mich gestärkt und vorbereitet für den letzten Teil des Aufstiegs zum Punta La Marmora.


Der Geröllfeld-Aufstieg zum Gipfel ⛰️💪

Der Weg führt nun in das Geröllfeld des Su Sciusciu, auch als Bruncu Spina 2 bekannt, und der Anstieg wird merklich steiler. Doch der Weg ist gut erkennbar, und mit jedem Schritt nähere ich mich dem Gipfelkreuz. Es ist der anstrengendste Teil der Tour, aber nach etwa 700 Metern steilerem Anstieg habe ich das Gefühl, dass der schwierigste Abschnitt hinter mir liegt.


Der letzte Schritt zum Gipfel 🏔️🏅

Nun führt der Pfad weiter in einem eher gemütlichen Tempo in Richtung des Gipfels des Punta La Marmora (1853 m). Der blitzende Gipfelkreuz in der Ferne motiviert mich, den letzten Teil dieses wunderbaren Aufstiegs zu bewältigen. Es ist ein Gefühl der Erfüllung, das sich langsam einstellt, je näher ich dem Ziel komme. Bald werde ich den höchsten Punkt Sardiniens erreichen und mit einem stolzen Lächeln den Gipfel erklimmen.

Gipfelkreuz erreicht: Die Belohnung nach dem Aufstieg 🏔️🥪

Endlich habe ich den Gipfel erreicht und stehe vor dem Gipfelkreuz des Punta La Marmora. Die Aussicht hier oben ist einfach atemberaubend – ein wahres Naturwunder. Im Osten blitzt das Meer des Golf von Orosei, und im Westenerstreckt sich das Meer bei Oristano. Es ist ein Panorama, das sich in alle Richtungen entfaltet, als ob man das ganze Herz Sardiniens in einem Blick erfassen könnte.


Absolute Stille und Wind 🌬️💨

Hier oben herrscht absolute Stille. Nur ein sanftes Windchen, das aus dem Tal herauf weht, ist zu hören. Es fühlt sich an, als sei die Zeit hier oben still gestanden. Der Wind streicht durch das Hochgebirge und erfrischt mich nach dem langen Aufstieg – Frieden und Ruhe breiten sich aus, während ich mich an diesem atemberaubenden Ort aufhalte.


Verdiente Pause mit Picknick 🧀🥖

Jetzt ist es an der Zeit, mein wohlverdientes Picknick zu genießen. Aus dem kleinen Städtchen Tonara, bekannt für seine köstlichen Spezialitäten, habe ich leckere lokale Köstlichkeiten dabei. Mit einem KäseBrot, und ein paar Würstchen aus der Gegend bereite ich mir eine wohltuende Pause und lasse die Eindrücke dieses Aufstiegs auf mich wirken.


Der Hund genießt die Aussicht 🐕🌄

Der Hund, meine treue Begleiterin, sitzt ganz entspannt auf einem Felsen über dem Abgrund und lässt die Ohren im Wind baumeln. Sie hat die Wanderung genauso gut gemeistert und genießt nun genauso wie ich den Blick auf das weite Land und das Meer, das sich in der Ferne erstreckt. Auch sie scheint die Ruhe und Weite dieses Ortes zu schätzen. Wir genießen diesen magischen Moment gemeinsam, der sich in diese wunderschöne Wanderung eingliedert.

Der Rückweg: Auf und Ab durch die westliche Flanke 🌄🚶‍♀️

Gestärkt von meiner Pause und mit neuen Kräften mache ich mich auf den Rückweg. Der Weg führt mich zunächst wieder entlang der Strecke, die ich gekommen bin, bis zum Wegkreuz des Arcu Gennargentu. Doch nun biege ich nach links ab und nehme den Wanderpfad, der unterhalb des Bergkamms des Bruncu Spina verläuft. Der Weg schlängelt sich in einem gemächlicheren Auf und Ab und bietet eine neue Perspektive auf die Landschaft.


Die Begegnung mit dem Rennradfahrer 🚴‍♂️

Der Weg, der an diesem abgelegenen Ort fast nur von Tieren und dem Wind bewohnt wird, überrascht mich mit einer unerwarteten Begegnung. Mitten auf dem endlosen Schotterweg taucht ein Rennradfahrer auf! Ein Moment der Verwirrung – wie kommt jemand hier mit dem Rennrad hin?

Der Fahrer, Alessandro, schultert das Rad und schnauft ordentlich, als er an mir vorbeikommt. Ich kann nicht anders und lache bei seinem Anblick. Er schmunzelt zurück und erklärt mir, bevor ich überhaupt fragen kann: „Ich mache eigentlich die Tour mit dem Mountainbike, aber heute wollte ich mal versuchen, mit dem Rennrad auf den Berg zu kommen.“ Er plant, auf der anderen Seite des Berges bergab zu fahren und nach einigen Kilometern Schotter den Asphaltweg zurück nach Oristano zu nehmen, wo er heute Morgen gestartet ist.


Hut ab und ein netter Austausch 🏅📸

Ich bin beeindruckt – was für eine Leistung! Hut ab vor so viel Ausdauer und Entschlossenheit. Wir tauschen ein paar Selfies aus und stellen uns gegenseitig vor, bevor wir in entgegengesetzte Richtungen weitergehen. Ich setze meinen Wanderweg fort, während Alessandro mit seinem Rennrad den Berg hinunterfährt.

Es war eine unerwartete, aber sehr nette Begegnung – ein Moment, der die Vielfalt der Erlebnisse auf diesem wunderbaren Wanderweg noch bereichert. Es erinnert mich daran, wie erstaunlich und inspirierend die Natur und die Menschen, die sie erleben, sein können.

Der Rückweg und die bleibende Schönheit der Landschaft 🌿

Es passiert nicht mehr viel an diesem Tag – aber die wunderschöne Landschaft bleibt. Mit jeder Wendung des Wanderwegs spüre ich die Ruhe und Abgeschiedenheit, die dieser Ort ausstrahlt. Der Weg führt mich weiter bergab, immer entlang der kleinen Quellen, die wie lebendige Adern des Gebirges sanft fließen. Die Quellen plätschern leise in den Felsen, und der Klang des Wassers ergänzt die Stille der Natur.


Wieder am Ausgangspunkt 🚶‍♀️

Langsam komme ich dem Ziel näher und folge dem Wanderweg zurück zum Arcu Artilai, von dem ich heute Vormittag den steilen Aufstieg zum Bruncu Spina begann. Die Rückkehr ist genauso friedlich wie der Aufstieg. Ich genieße den Anblick der Natur und lasse die Wanderschuhe in den Boden sinken, während ich die Rückfahrt zum Ausgangspunkt antrete. Es gibt hier nichts, was eilig wäre, alles hat seine Zeit, der Moment, die Atemzüge der Natur.


Der Abschluss der Tour: S’Arena ⛰️

Am Ende des Weges angekommen, kehre ich zurück zu meinem Auto, das ich am Anfang der Tour auf dem Parkplatz in S’Arena abgestellt hatte. Die Wanderung endet hier, aber die Eindrücke, die Landschaft und die Natur werden mich noch lange begleiten. Es ist ein wunderbares Gefühl, etwas Herausforderndes gemeistert zu haben, mit den Bergen und dem windigen Gipfel als Zeugen des Weges.


Ein letzter Blick und mehr Bilder 📸

Ich nehme mir einen Moment, um den Blick über die weitläufige Berglandschaft schweifen zu lassen. Die Berggipfelzeichnen sich scharf gegen den Himmel ab, das sanfte Grün des Gebirges, die Bäche, die die Erde speisen – all das ist ein Bild für sich. Um den Tag abzurunden, mache ich noch einige letzte Fotos, die die Schönheit dieses Ortes festhalten.


Der Tag neigt sich dem Ende zu, aber der Abenteuergeist bleibt in mir. Und ich weiß, dass ich, wenn der nächste Wanderweg ruft, wieder hinausgehen werde, in diese unberührte Wildnis, die Sardinien so einzigartig macht.

🤗🤗🤗🤗

GPS-Daten für eure nächste Wanderung 📍

Die GPS-Daten für diese wunderschöne Wanderung sowie weitere Touren auf Sardinien könnt Ihr ganz einfach auf meiner Seite auf Bikemap.net herunterladen. Dort habe ich nicht nur diese Tour, sondern auch viele andere Fahrrad- und Wandertouren für Euch hinterlegt, die Ihr direkt auf Eure Geräte laden könnt.

👉 Hier geht’s zu den GPS-Daten und weiteren TourenBikemap.net – Sardinien Touren

Viel Spaß beim Erkunden der wilden Berglandschaften Sardiniens und der unvergesslichen Natur dieser einzigartigen Insel! 🌄

Anja


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Wandern nach Tandalò, Oschiri – Lieblingstour mit ⭐⭐⭐⭐⭐

Sardinien – die Insel der Kontraste, die unberührte Natur und tiefe Gastfreundschaft miteinander vereint. Auf dieser Wanderung nach Tandalò, einem verlassenen Dörfchen im Herzen einer Hochebene, dem Altopiano von Budduso, könnt Ihr genau das erleben. Eingebettet in die idyllische Hochebene führt der Weg von Su Filigosu, durch einen der größten Staatswälder Sardiniens, vorbei an sauberen Wildbächen, alten Korkeichen und einer Vielzahl von Macchia-Gewächsen.

Der Aufstieg bringt nicht nur atemberaubende Aussichten, sondern auch eine tiefere Verbindung mit der einzigartigen sardischen Landschaft. Und wie es auf dieser Insel Tradition ist, wurden wir unterwegs mit herzlicher Gastfreundschaft überrascht – ein authentisches sardisches Erlebnis erwartet uns am Ziel. Kommt mit auf diese unvergessliche Wanderung, die nicht nur von der Schönheit der Natur lebt, sondern auch von den Begegnungen, die Sardinien so besonders machen.

Wandertour von der Forststation Filigosu, Oschiri nach Tandalò im Altopiano von Buddusò

Start & Ziel: Foresta Demaniale di Su Filigosu
Google Maps Link
Parkplatz unter schattigen Bäumen, gegenüber einer kleinen Staumauer des Flusses, bietet eine perfekte Ausgangsbasis für diese Tour.

Anfahrt & Parken:
Über Oschiri zum Startpunkt. Oschiri liegt etwa ca. 40 km von Olbia entfernt.

Schwierigkeit: Einfach bis mittel
Dauer: 4 – 6 Stunden (je nach Kondition)
Strecke: 14,9 km
Max. Höhe: 612 m
Höhenmeter: Aufstieg: 430 m | Abstieg: 430 m
Kondition: Mittel
Technik: Einfach bis mittel
Erlebnis: Sehr cool
Landschaft: Extrem schön

Kurzbeschreibung:

Einfache bis mittelschwere Wandertour, die auch für MTB geeignet ist. 🚶‍♂️🚴‍♀️ Der Weg führt durch teils steile Anstiege auf lockerem, steinigen Untergrund. Achtet darauf, ausreichend Trinkwasser einzupacken, da es unterwegs keine Wasserquellen gibt. 🥤

Lukullisches:

Das Städtchen Oschiri ist bekannt für seine Panadas – köstliche, deftige Törtchen, die mit allerlei leckeren Füllungen verlocken, wie Gemüse, Salsiccia (sardische Bratwurst) und mehr. 😋 Diese sind der ideale sardische Snack für Euer Picknick zur Halbzeit der Tour in Tandalò. 🧀🥧

Panada Adressen in Oschiri:

Mitzubringen/einzupacken sind:

Meine Packliste für Sardinien Tages-Wandertouren könnt Ihr hier als PDF-Datei downloaden. 📄

Gutes Schuhwerk mit Profil oder feste Wanderschuhe – auf dieser Tour ein Muss. 👟💪 Einmal müsst Ihr kurz vor Tandalò durch den Fluss Rio Mannu waten. Im Sommer wird er kaum mehr als ein Rinnsal sein, aber ab Herbst bis ins späte Frühjahr, nach Regenfällen, müsst Ihr definitiv die Schuhe ausziehen und barfuß hindurch. 🌊👣 Also ein Handtuch einpacken! 🧴

Ebenfalls ausreichend Wasser 🥤, Sonnencreme 🧴 und Sonnenschutz. 🌞

Wichtiger Hinweis:

Ist die Strömung nach längeren Regenfällen zu stark und der Wasserstand zu hoch, durchquert den Fluss bitte NICHT. 🚫🌊 Sicherheit geht vor! In solchen Fällen ist es besser, den Fluss zu meiden und den Wanderweg zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

Su Filigosu Oschiri nach Tandalò

Die heutige Tour startet im Gemeindegebiet von Oschiri, am Parkplatz der Forstverwaltung des Staatsforstes Foresta Demaniale Su Filigosu. Der Staatswald erstreckt sich über knapp 4000 Hektar zwischen Oschiri und Budduso, und führt euch durch eine unbewohnte Hochebene. 🌲🌳

Diese Hochebene, das Altopiano di Budduso, sowie das Gebiet des Monte Lerno, sind nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch jedes Jahr im Juni Ziel einer Etappe der Autorally Weltmeisterschaft. 🚗🏁 Während dieses Events ist die friedliche Idylle vorübergehend von einem staubigen und aufregenden Rallye-Spektakel geprägt. Weitere Infos findet ihr auf der offiziellen Webseite der Rally: Rally Italia Sardegna.

Durchzogen von Wildbächen und Flüssen, die vorwiegend in den Rio Mannu (den „Großen Fluss“) münden, bietet der Staatsforst eine atemberaubende Naturkulisse. Diese Gewässer speisen den Lago di Coghinas, den großen Stausee, der zwischen Oschiri und dem Monte Limbara liegt. 🌊 Der See ist ein wichtiger Lebensraum für Fische, da die Gewässer so sauber sind, dass Forellen dort heimisch sind – Angeln ist jedoch verboten.

Im Staatsforst findet man prächtige Kork- und Steineichen, die das Gebiet dominieren, sowie die typischen Macchiagewächse wie Lavendel, Erdbeerbaum, Mastix, Zistrosen und viele andere Wildkräuter. Hier leben zahlreiche Wildtiere und Vogelarten, von denen ich in einem späteren Artikel ausführlicher berichten werde. 🦜🌿

Vor vielen Jahren habe ich diese Strecke mit dem Mountainbike zurückgelegt, zusammen mit einer Gruppe während einer Sardinien-Durchquerung von Nord nach Süd. Der Abschnitt von Oschiri bis zur verlassenen Ansiedlung Tandalò mit der kleinen Landkirche San Giuseppe gehört für mich zu den schönsten Etappen der gesamten Trans-Sardinia. 🚵‍♀️🌄

Am letzten Wochenende im März 2021 unternahm ich mit einer Kundin eine Wanderung auf dieser Tour. Es war erneut ein einzigartiges Sardinien-Erlebnis: Natur pur, absolute Einsamkeit und Ruhe – und dazu bestens begehbare Forstwege und Sträßchen. 🥾🌞

Der krönende Abschluss des Tages war ein Besuch an einer der faszinierendsten archäologischen Stätten Sardiniens: dem S’altare de Santu Istevene, dem Altar von Santo Stefano in Oschiri. Es war ein perfekter Abschluss eines Traumtages. ⛪🏛️

Unser Tourtag war ein typisch warmer Frühlingstag mit 22 Grad und strahlend blauem Himmel – ideal zum Wandern. 🌸🌞 Am Parkplatz der Forstverwaltung stand nur unser Auto, sodass wir völlig alleine in dieser sardischen Wildnis waren.

Angekommen in Tandalò, fanden wir dort unter den schattigen Eichenbäumen eine freundliche Familie aus Budduso, die gerade beim Mittagessen saß. So, wie es auf Sardinien Tradition ist, hatten wir kaum den ersten Gruß ausgesprochen und uns noch nicht einmal hingesetzt (Abstandsregeln COVID wurden eingehalten), als uns auch schon die ersten Becher hausgemachten Weines aus Budduso angeboten wurden. 🍷😊

Und wie es sich für die sardische Gastfreundschaft gehört, folgte eine großzügige Mahlzeit: ein Teller Brot, köstliche hausgemachte Salami, frisch zubereiteter Pecorino-Käse, Fenchel aus dem eigenen Garten und als Krönung eine Schale mit frisch gebratenem Spanferkel. 🧀🥖🍖 Zum Nachtisch gab es KaffeeGrappa und Fruchtsalat. 🍇🍓

Bescheidenheit wäre in diesem Fall unangebracht gewesen – die Familie hatte für uns alle reichlich eingeplant. Die sardische Gastfreundschaft kennt keine Grenzen und wird auf dieser Insel fast heilig gehalten. Es ist ein wundervolles Gefühl, Teil dieser Tradition zu sein.

Wir wagten es nicht einmal, unser bescheidenes Mitgebrachtes aus den Rucksäcken zu holen, denn wir fühlten uns so herzlich willkommen und waren so großzügig von den Einheimischen beschenkt worden. 😌💛 Wir verbrachten drei wunderschöne Stunden bei köstlichem Essen, Wein und interessanten Gesprächen mit dieser supernetten sardischen Familie.

Es war wieder ein typisches sardisches Abenteuer: Die Ruhe der Natur, das köstliche Essen und die beeindruckende Gastfreundschaft der Sarden machen diese Insel zu einem unvergesslichen Erlebnis. 🌿🍷🌟

E ancora grazie di cuore per la calorosa accoglienza e lo speciale 
pranzo "casereccio 5 stelle" 🤗🤗🤗🤗

So, meine Einleitung war etwas länger, lag mir am Herzen. Jetzt von mir für Euch eine meiner Traumtouren in das unbewohnte Herz meiner Trauminsel.


Beschreibung

Tourstart: Außenstelle Staatsforst Foresta Demaniale di Su Filigosu
📍 Google Maps Link

Am markierten Punkt findet Ihr unter ein paar schattigen Bäumen, gegenüber einer kleinen Staumauer des Flusses, einige schöne Parkplätze. 🅿️🌳 Hier könnt Ihr Euer Auto sicher abstellen, um die Wanderung zu beginnen.

Ihr startet auf dem Pfad links vom Fluss, der bergauf führt. 🌿

Bleibt immer auf dem Hauptweg! Der Weg zieht sich 5 km bergauf, wobei Ihr nach und nach etwa 340 Höhenmeter überwindet. ⛰️ Ab und an zweigen kleinere Straßen ab, aber keine Sorge – diese sind gut erkennbar und gehören nicht zum Hauptweg, also einfach ignorieren.

Rechts von Euch könnt Ihr immer wieder atemberaubende Ausblicke auf den Riu Mannu werfen, den großen Fluss, der sich wild und wunderschön durch das Tal schlängelt. 🌊 Zwischendurch findet Ihr immer wieder kleinere Becken, in denen sich das kristallklare, blautürkise Wasser sammelt – Natur pur! 🍃💧

Oben angekommen, erreicht Ihr einen breiteren Hauptweg. Hier biegt Ihr rechts ab. 🚶‍♂️💨 Kurz darauf überquert Ihr eine breitere Feuerschutzschneise, in der Wald und Gebüsch entfernt wurden, um den Untergrund für einige hundert Meter von möglichem Feuer zu befreien. 🔥🌲

Bleibt weiterhin auf dem Hauptweg und achtet darauf, dass Ihr ein typisch sardisches Tor hinter Euch schließt, nachdem Ihr hindurchgegangen seid. Das gehört zur landestypischen Tradition, um die Tiere auf der Weide zu schützen. 🚪🐑

Knapp 1000 Meter weiter beginnt der Abstieg ins Tal nach Tandalò und hinunter zum Rio Mannu. 🏞️ Der Weg führt Euch über 7,2 km und bald heißt es, die Schuhe auszuziehen und durch den Fluss zu waten. 🦶💦 Das Wasser ist erfrischend kalt und traumhaft sauber. Besonders im Sommer wird der Riu Mannu jedoch kaum mehr als ein Rinnsal sein. Ab Herbst bis ins späte Frühjahr oder nach Regenfällen kann der Wasserstand jedoch deutlich steigen, sodass Ihr definitiv die Schuhe ausziehen müsst, um hindurch zu waten. 🥾❄️ Also denkt daran, ein Handtuch einzupacken! 🧣

Sollte es mehrere Tage Regenfälle gegeben haben und der Fluss angestiegen sein, lasst bitte die Durchquerung sein! ⚠️

Ein paar Schritte nach dem Fluss erreicht Ihr dann Tandalò. Hier steht die kleine Kirche San Giuseppe, die sich charmant in die Natur einfügt. 🏰 Einige beeindruckende, mehrere hundert Jahre alte Steineichen spenden Schatten und laden zum Verweilen ein. 🌳 Hier könnt Ihr an den langen aufgestellten Steintischen und Bänken wunderbar Euer mitgebrachtes Picknick genießen. 🧺🍇

Tandalò: Die heute verlassene Siedlung Tandalò liegt im Herzen der Hochebene und bestand ursprünglich aus 19 Häusern. Mitte des 18. Jahrhunderts siedelten sich hier Familien aus der Toskana an, die Holzkohle herstellten und auf den Weiden Vieh hielten. Sie produzierten Käse, Brot und Lebensmittel für die umliegenden Dörfer. 🏡🐄

In den 70er Jahren wurde die Siedlung verlassen, und die Häuser verfielen. Doch nun werden sie nach und nach wieder restauriert. 🛠️ Im Mai, jedes Jahr Ende des Monats, organisieren die ehemaligen Bewohner ein großes Fest zu Ehren des Schutzheiligen des Dorfes. 🎉 Während unseres Mittagessens erfuhren wir, dass zwei unserer Gastgeber in Tandalò geboren wurden – ein schöner Zufall, der die Geschichte noch lebendiger machte. 🌳

Habt Ihr Eure Pause beendet, geht es auf dem gleichen Weg, den Ihr gekommen seid, zurück in die Forestale und zu Eurem Parkplatz. 🚶‍♂️💪 Achtet darauf, dass Ihr kurz hinter der Feuerschutzschneise den Weg links bergab nehmen müsst, um den richtigen Rückweg einzuschlagen. 🌿👣

Im Anschluss empfehle ich Euch einen Besuch an der Ausgrabungsstätte S’altare de Santu Istevene, dem Altar von Santo Stefano in Oschiri. ⛪️🗿 Die Stätte ist ein faszinierendes Zeugnis der sardischen Geschichte und Kultur. Ein wunderbarer Abschluss für einen Tag voller Natur und Entdeckungen. 🌿✨

Hier der Link zur Ausgrabungsstätte: S’altare de Santu Istevene

S’altare de Santu Istevene, der Altar von Santo Stefano, befindet sich in der Nähe von Oschiri, im Nordosten Sardiniens, und ist eine der beeindruckendsten archäologischen Stätten der Insel. 🏛️ Der Altar und seine Umgebung geben einen tiefen Einblick in die prähistorische Kultur Sardiniens und sind ein bedeutendes Beispiel für die religiösen und spirituellen Praktiken der damaligen Zeit.

Der Altar von Santo Stefano stammt aus der späten Bronzezeit und gehört zu den Nuraghenkulturen, die Sardinien prägten. Diese Kultur ist bekannt für ihre monumentalen Steinbauten, die sogenannten Nuraghen, die als Festungen, Tempel und religiöse Stätten dienten. Der Altar von Santo Stefano ist eine außergewöhnliche Fundstätte, die mit den Nuraghenheiligtümern verbunden ist, die für ihre religiösen Rituale bekannt sind.

Der Altar ist aus großen Steinen errichtet und liegt in einer natürlichen Aussichtsposition, was es zu einem Ort für Rituale und Zeremonien machte. Es wird angenommen, dass hier Opfergaben und Bittgebete abgehalten wurden, oft in Verbindung mit der Verehrung von Naturgöttern oder den Göttern der Erde. Der Altar liegt inmitten einer heiligen Landschaft, umgeben von einer spektakulären Aussicht auf das umliegende Tal und die Berge. 🌄

Die Stätte von S’altare de Santu Istevene zieht immer noch Forschungsinteresse auf sich, da sie Hinweise auf den spirituellen und gesellschaftlichen Zusammenhang der sardischen prähistorischen Gemeinschaft bietet. Es ist nicht nur ein faszinierender Ort für Archäologie-Enthusiasten, sondern auch für Reisende, die sich für die Historie und mystischen Aspekte Sardiniens interessieren. 🏞️

Jedes Jahr wird die Stätte von Einheimischen und Archäologen gepflegt, und das Fest zu Ehren von Santo Stefano gibt einen lebendigen Einblick in die Traditionen und den glaubensbasierten Lebensstil der Region. Es ist ein ganz besonderer Ort für alle, die sich auf eine spirituelle und kulturelle Entdeckungsreise begeben wollen.

Hier ist der Link zum Bikemap.net-Download der GPS-Daten (gpx und kml) für die Tour:

Download GPS-Daten auf Bikemap.net

Für die Tour als PDF-Datei könnt ihr die Touren-Details auf der Website abrufen, die als praktische Referenz und detaillierte Karte bereitgestellt werden.

Viel Spaß beim Wandern oder Radfahren auf Sardinien! 🌍🚶‍♀️🚴‍♂️

Viel Spaß – bei Fragen einfach fragen

Anja


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