Mulino di Daniela

Mal ne alte Mühle mieten? Auf Sardinien geht das. In einem romantischen Anglonatal – zwischen San Lorenzo und dem Küstenstreifen von Castelsardo nach Marina di Sorsa – liegt im Valle di San Lorenzo, dem Tal der hundert Mühlen, dieses märchenhafte und ganz seltene Ferienobjekt. Eine über 500 Jahre alte, komplett und liebevoll restaurierte Wassermühle.

Il Mulino di Daniela ist umgeben von einem Hektar Land und hat, wie es sich für eine echte Mühle gehört, seinen eigenen kleinen Bachlauf direkt vor dem Haus. Das Grundstück ist schön eingewachsen, der nächste Nachbar 50 m entfernt.

In 5 Minuten Fahrtzeit erreicht Ihr San Lorenzo, ein klitzekleines Dörfchen am Eingang des Valle dei Mulini, des Tals der Mühlen.

Bei den Renovierungsarbeiten der Mühle wurde darauf geachtet, dass die alten Strukturen so weit wie möglich erhalten werden. 
So befindet sich im Wohnzimmer noch der alte Mühlstein und viele Kleinigkeiten aus dem alten Mühlen-Leben Eurer Ferienunterkunft. Die Mühle ist einfach, rustikal und zweckmäßig ausgestattet und lässt Euch eintauchen in das einfache Leben des sardischen Müllers.  
Ich empfehle die Anmietung dieses ganz besonderen Objektes für maximal 4 Personen.

Beschreibung

Von der großen Naturstein-Terrasse betretet Ihr durch ein großes Doppel-Holztor aus schwerer Eiche den Wohnbereich der Mühle, der bis ins hohe Spitzdach offen ist.  Dort befindet sich im Raum ein großer offener Kamin, mit gemütlichen Sitzgelegenheiten davor. Rechts und links vom Kamin geht es über kleinere Treppenabsätze in die weiteren Wohnbereiche.

Rechter Hand führt die Treppe in die große Wohnküche mit Küchenzeile und Esszimmer. Ein Highlight der BBQ-Grill, in dem Ihr im Haus am offenen Feuer grillen könnt was das Herz begehrt. Die Küche ist komplett ausgestattet mit Kühlschrank, Waschbecken, Kochfeldern (Gas) und Backofen. Dazu alles, was Ihr zum täglichen Leben benötigt.

Im Haus gibt es weiterhin stehen zwei große Schlafzimmer mit je zwei Doppelbetten, Waschraum mit Waschmaschine und Badezimmer mit Dusche und WC.

Weitere Fotos folgen schnellstmöglich, ich arbeite dran 😁

In Kürze

In der Mühle erwarten Euch 200 qm großzügig gestaltete Wohnraum. Im großen, bis in die Decke geöffnete Wohnzimmer mit dem offenem Kamin, befindet sich eine gemütliche Sofaecke und die Nische des Mühlsteines. Von dort betritt man über kleine Stufen die offene Wohn-Essküche, 2 Schlafzimmer und ein Badezimmer. Die Mühle bietet Platz für 4 Personen.

San Lorenzo

San Lorenzo befindet sich in der inneren Anglona und liegt ca. 18 km östlich von Sassari. Vielen hübsche historischen Dörfer und Dörfchen könnt Ihr in der nahen Umgebung besichtigen.
Eines der schönsten ist sicherlich das hoch auf dem Berg gelegene Osilo. Bekannt für sein traditionell hergestelltes Brot, Pecorino-Käse sowie Teppich- und Webarbeiten. Ein Besuch lohnt sich ebenfalls zur Ruine des Castello dei Malaspina oder zur Wallfahrtskirche Nostra Signora di Bonoria. Oder ein Besuch an der einzigen Pyramide des Mittelmeerraumes, des Altarberges des Monte d’Accoddi aus ca. 3500 v. Chr..

Im Umkreis von 70 km bis hin nach Alghero, dem Capo Caccia, Fertilia, Ozieri, Perfugas, Porto Torres, Sassari bis nach Villanova Monteleone bieten sich von der Mühle vielfältige Möglichkeiten Sardinien zu entdecken. Hier nur einige unserer persönlichen Highlights, die aber längst nicht alle Möglichkeiten aufführen.

Lage & Umgebung

In 15 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto erreichen Sie die nächstgelegenen Strände zwischen Castelsardo und der Marina di Sorso, ein kleiner Ferienort am Meer mit seinem wundervollen langgezogenen Dünenstrand. Richtung Sassari erreichen Sie die Strände von Platamona Lido, dem Hausstrand der Bewohner Sassari’s (30 km).

  • Sassari – Stadtbesichtigung, Einkaufen – 18 km
  • Alghero Altstadt – Grotta di Nettuno – Tropfsteinhöhle – 55 / 60 km
  • Stintino – Stände Pelosa und Pelosetta – 55 km
  • Castelsardo – Stadtbesichtigung, Einkaufen – 20 km
  • Sennori – Teppiche, Webarbeiten – 10 km
  • Codrongianus mit der romanischen Kirche Santissima Trinità di Saccargia – 30 km
  • Monte d’Accoddi – Vornuraghischer Altarberg – 26 km 
  • Nuraghe Santu Antine bei Torralba – ca. 50 km

Gut zu wissen

  • ich empfehlen Mietwagen
  • Gute Ausgangslage für Motorradfahrer
  • gut erreichbar
  • Mountainbike, Biketouren
  • die Vermieterin spricht Englisch, Italienisch
  • Haustiere erlaubt aber auf Anfrage
  • schlechte Telefonverbindung am Haus

Mietpreise

Die Mühle steht ganzjährig zur Vermietung zur Verfügung. Ich empfehle Euch die Anmietung in den wärmeren Monaten von Ende April bis Ende Oktober. Denn wie auf Sardinien oft üblich, steht keine Heizmöglichkeit für das ganze Haus zur Verfügung, dafür ist in den warmen Sommermonaten die Mühle wunderbar frisch.  Mindestaufenthalt 7 Übernachtungen

MonatPreis pro Woche / Euro
April650,– Euro
Mai700,–
Juni & Oktober750,–
Juli & September800,–
August850,–

zuzüglich

80,– Euro Endreinigung
200,– Euro Kaution (die Endreinigung wird am Ende von der Kaution abgezogen)

Bett- und Küchenwäsche kann auf Anfrage gestellt werden 30,– Euro pro Person/je Wechsel

Möchtet Ihr ein paar schöne Tage in diesem ganz besonderen Ferienobjekt verbringen? Gerne stelle ich euch euer ganz unverbindlich ein Angebot für die Mühle zusammen. So erreicht Ihr mich:

oder sendet mir das Formular ausgefüllt zurück:


Fainè – ein Kichererbsenpfannkuchen

in der Pizzeria meines Nachbarn Lorenzo in Palau hab ich sie zum ersten mal gegessen und vom ersten Bissen geliebt: die Fainè Sassarese. Eine Art Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl (it. Ceci), Wasser und Salz, ein absolut einfaches Gericht, dass man gern in der Gegend von Sassari zubereitet. Original kommt das Gericht wohl aus Genua und ist dort als Farinata geliebt und bekannt.

Der Unterschied zwischen dem Festlandspfannkuchen und dem aus Sardinen ist wohl, dass die Sarden ihre Fainè geschmacklich gerne noch aufpeppen. Das geht mit Zwiebeln, Salsiccia oder Gemüse, wie Artischocken (Carciofi), Rosmarin oder andere Kräuter, Pfeffer, Pilze etc. Eigentlich sind Fantasie und Geschmack keine Grenzen gesetzt. Die Basis Fainè ist aber auch sehr köstlich und Ihr solltet sie auf jeden Fall auch einmal pur probieren.

Kichererbsen sind dazu sehr gesund und werden in der italienischen Küche viel verkocht. Das Mehl enthält ca. zwanzig Prozent Eiweiß und damit fast doppelt so viel pflanzliches Protein wie Weizenmehl. Auch hat es einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, worüber sich Euer Verdauungssystem sehr freut.

Ich esse meine Fainè als Hauptgericht unter einem knackigen Romanesco Salat mit leichter Kapern-Joghurt-Sauce und feinen Blättchen Pecorino-Käse.

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Das Rezept für 2 Portionen

Zutaten:

  • 200 gr. Kichererbsenmehl / am besten BIO
  • 500 ml. Wasser
  • 1/2 Teelöffel Meersalz (am besten reines natürliches nicht raffiniertes Meersalz)
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Espressotasse Olivenöl

und dann könnt Ihr nach Geschmack dazugeben:

  • 1 kleine Zwiebel – ich nehme Schalotten
  • fein geschnittene Scheiben Salsiccia
  • Gemüse oder Pilze etc.

Ihr braucht:

  • 1 antihaftbeschichtete runde Auflauf- oder Kuchenform
  • Pürierstab (funktioniert am besten)
  • oder Mixer

Zubereitung:

Ich gebe das Salz und das Kichererbsenmehl in ein hohes Gefäss und gieße zuerst nur ein Viertel vom Wasser dazu und mixe das ganze mit dem Pürierstab gut durch. So vermeide ich, dass sich Klümpchen bilden. Dann gieße ich vorsichtig den Rest des Wassers dazu und mixe das ganze noch einmal gut auf. Der Teig ist fertig.

Jetzt ein wenig Geduld, denn diese noch recht flüssige Masse sollte jetzt +- 4 Stunden stehen, wobei zwischendurch immer wieder mal umgerührt wird. Ihr merkt dann auch dass die Masse nach und nach dicker wird.
P.S. ich habe meine Fainè aber auch schon nach einer Stunde Wartezeit schon in den Ofen gestellt, funktionierte auch bestens.

Ist die Wartezeit rum, heizt Ihr Euren Backofen auf Maximaltemperatur auf – 220 Grad (oder mehr) Ober- und Unterhitze

Jetzt gebt Ihr das Olivenöl in die Auflauf- oder Kuchenform. Der Boden sollte mit Öl bedeckt sein!! Dann gebt Ihr Eure Zwiebeln, Gemüse oder Salsiccia dazu. Wenn Ihr die Fainè pur probieren möchtet, natürlich nicht.

Nun gießt Ihr vorsichtig den gerührten Teig auf das Öl und vermengt vorsichtig beide Zutaten (und gebt evtl. Zwiebeln, Salsiccia etc. dazu). Es sollte aussehen, wie auf dem Bild. Die Teigmasse sollte maximal 1 cm dick sein.

Dann schiebt Ihr Eure Fainè in den auf höchste Temperatur vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene und dreht die Temperatur sofort auf 200 Grad herunter. Die Fainè ist nach 25 – 30 Minuten fertig. Ab und an ein Blick in den Ofen um zu sehen, ob sie nicht zu dunkel wird. Fertig ist sie, wenn sie sich vom Boden löst und die Oberfläche schön cross-goldgelb-braun ist.

TIPP: Ich stelle nach 20 Minuten die Unterhitze aus und mache den Grill für die letzten Minuten an.

Schritt für Schritt:

Kichererbsenmehl, Salz und Wasser

Das Mehl und Salz in eine hohe Rührform geben, die Hälfte des Wassers dazu und mit dem Pürierstab durchmengen bis keine Klümpchen mehr zu sehe sind und die Masse schön cremig ist.

Dann restliches Wasser dazugeben. Fertig. Jetzt muß alles mind. 1 Stunde bis 4 Stunden ruhen.

Ist die Wartezeit vorbei, gebt Ihr das Olivenöl in eine antihaftbeschichtete Form, so dass der Boden eben bedeckt ist. Nun den Teig und evtl. andere Zutaten (Zwiebel, Salsiccia, Gemüse) dazugeben (auf dem Bild fein geschnittene Schalotten. Vorsichtig mit dem Öl verrühren (nicht mixen).

Dann schiebt Ihr Eure Fainè in den auf höchste Temperatur vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene und dreht die Temperatur sofort auf 200 Grad herunter. Die Fainè ist nach 25 – 30 Minuten fertig. Ab und an ein Blick in den Ofen um zu sehen, ob sie nicht zu dunkel wird. Fertig ist sie, wenn sie sich vom Boden löst und die Oberfläche schön cross-goldgelb-braun ist.

Meine sah gestern (4.3.) so aus, sie war nicht ganz Cross-goldgelb-braun, weil ich sie in meinem Oma Holzofen gebacken hatte, den ich noch nicht ganz im Griff habe. Die Temperatur war definitiv zu hoch 😉 aber ich liebe mein Öfchen. Die Fainè war auf der einen Seite fertig, auf der anderen noch nicht ganz. Aber trotzdem war sie sehr lecker.
Beim nächsten Mal mache ich es besser und liefere das entsprechende Bild nach.

Aus dem Ofen nehmen, einige Minuten abkühlen lassen und lauwarm servieren und verspeisen. Ich esse meine Fainè als Hauptgericht unter einem knackigen Romanesco Salat mit leichter Kapern-Joghurt-Sauce und feinen Blättchen Pecorino-Käse.

Dazu empfehle ich folgende Weine:
Einen spritzigen Vermentino z.B. Stellato aus der Gallura oder Blu aus Fertilia.


Buon Appetito – viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.. Wie immer, bei Fragen einfach fragen..

Eure Anja