Luogosanto

Na, was f√§llt Euch ein wenn Ihr an Sardinien¬†denkt?¬†Schneewei√üe¬†Str√§nde¬†und kristallklares blau-t√ľrkis schimmerndes Meer?¬†Ihr habt Recht. Sardiniens¬†Str√§nde scheinen einem Reisekatalog f√ľr die Karibik entsprungen und¬†ziehen¬†Jahr f√ľr Jahr immer mehr Menschen auf die¬†italienische Mittelmeerinsel.¬†Aber Sardinien hat noch eine ganz andere Seite, eine Seite die nicht alle kennen, nicht alle m√∂gen, die den wirklichen Sardinienfans aber einfach die Liebste ist.¬†Das Inland.

Entfernt man sich von der K√ľste und sucht seinen Weg au√üerhalb der touristisch erschlossenen Gebiete zeigt Sardinien seine ganz andere Seite.¬†Wunderbar gastfreundliche Menschen, herrliche Berg- und H√ľgellandschaften, Seen, Fl√ľsse, romantische kleine D√∂rfer, duftende immergr√ľne Macchia (Mittelmeergestr√ľpp), W√§lder, Granitgebirge und¬†beschaulicher¬†Alltag. All das k√∂nnt Ihr entdecken, auch in der Hochsaison.

Die meisten Sehensw√ľrdigkeiten habe ich Euch mit einem Link zu Google Maps hinterlegt, damit Ihr die Position in Eure Reisedaten speichern k√∂nnt.


Heute möchte ich Euch eines meiner Lieblingsdörfer vorstellen. Luogosanto.

Locusantu im hiesigen Dialekt oder auf Deutsch heiliger Ort. Man sagt, das Land ist gesegnet, beständig und stark, wie der Stein auf den das Dorf gebaut ist: der Granit. 

321¬†Meter¬†√ľber dem Meer liegt¬†Luogosanto, wie angeklebt an die Flanken des¬†Monte Juanni,¬†dem Hausberg mit seinen drei Gipfelspitzen.¬†Etwas mehr als¬†1800 Einwohner¬†stark, ist¬†Luogosanto¬†schon seit Jahrhunderten¬†eines der wichtigsten Bergd√∂rfer im Norden Sardiniens.¬†Ausgestattet¬†mit allen¬†notwendigen¬†Infrastrukturen ist man hier schon immer ziemlich unabh√§ngig.¬†Alles was zum¬†t√§glichen¬†Leben ben√∂tigt wird, bekommt man¬†vor Ort.

Von¬†imposanten¬†Granitbergen¬†umgeben, sind die meisten H√§user¬†im Dorf¬†traditionell¬†aus¬†Granit gebaut.¬†Gesch√§tzt werden althergebrachte¬†Traditionen,¬†gutes Essen,¬†Natur und¬†besinnliche¬†Ruhe.¬†Gastfreundschaft ist heilig.¬†Selbst im Hochsommer,¬†wenn es an den K√ľsten hektisch,¬†un√ľbersichtlich und quirlig¬†wird,¬†taucht man hier ein, in eine¬†gem√ľtliche¬†und¬†stressarme¬†Umgebung.¬†Fast ist¬†sp√ľrbar,¬†wie¬†diese ruhige Stimmung auch¬†die Besucher¬†des Dorfes einnimmt.

Luogosanto ist umgeben von wunderbar schattigen und immergr√ľnen Stein- und Korkeichenw√§ldern, die sich zum s√ľdlichen Inland hin √ľber T√§ler und Granitberge bis nach Tempio Pausania, dem Bischofssitz in Sardiniens Norden, ziehen.

Das Meer ist nah. Vom Aussichtspunkt an der¬†Hauptkirche der¬†Basilika della Nostra Signora di Luogosanto¬†kann man das blitzende Blau¬†zwischen den Bergen erhaschen. In einigen T√§lern hinter dem Dorf gibt es Ecken mit¬†teilweise endemischer Flora und¬†ansonsten mit¬†der f√ľr Nordsardinien typischen Fauna.¬†Die immergr√ľnen W√§lder sind reich¬†an Wildtieren:¬†Wildschweine,¬†einige¬†Marderarten,¬†F√ľchse,¬†V√∂gel,¬†Eulen,¬†Falken¬†um nur einige zu nennen. Dazu eine bunte Vielfalt Reptilien¬†z.B. Zauneidechsen, Schlangen (ungiftig) und die sardische Landschildkr√∂te. Die W√§lder bieten vielen dieser Tiere vom Menschen fast unber√ľhrte¬†R√ľckzugsorte.¬†Kr√§uter-,¬†Vogel‚Äď und¬†Insektenfreunde¬†lieben Sardinien, denn sie finden hier noch Arten,¬†die hinter den Alpen bereits seit Jahren auf der Roten Liste stehen oder bereits ausgemerzt wurden.¬†

135 Quadratkilometer gro√ü ist das Gemeindegebiet des Dorfes. Den Besuchern wird viel geboten: zuallererst eine faszinierende Natur- und Tierweltsaubere Luft, bestes Essen. Wer hier urlaubt kann sich dazu vielen Freizeitaktivit√§ten widmen: BikenWandernBouldern oder nur gem√ľtlich durch das Dorf bummeln, bisschen einkaufen, bisschen Eis essen. Sattsehen kann sich das Auge an herrlichen Granitformationen die rundum die Landschaft pr√§gen und immer wieder aus dem Bl√§tterdach der W√§lder schauen. Bei klarem Wetter hat man Meersicht und selbst Korsika, die franz√∂sische Nachbarinsel, scheint nur einen Katzensprung entfernt.

Auch die sch√∂nsten Str√§nde Nordsardiniens sind schnell erreichbar. Ihr habt die Qual der Wahl, welcher Strand auf dem Programm stehen soll: die famose Costa Smeralda rund um das Jet-Set-Nest Porto Cervoan der Ostk√ľsteRena Majore oder Rena Matteo an der Nordwestk√ľstePorto Pollo im Norden zum Surfen. Alle sind von Luogosanto aus in 25 bis 35 Fahrtminuten mit dem Auto erreichbar. Und kommt man dann vom stressigen Strandtag zur√ľck, empf√§ngt den Gast in Luogosanto die wohlige Gastfreundschaft f√ľr das das Dorf seit Jahrhunderten bekannt ist.

Capanna delle Riunioni

Luogosanto war schon lange vor Christus Geburt besiedelt.¬†Ein Zeugnis ist die¬†nuraghische Versammlungsh√ľtte,¬†die¬†Capanna delle Riunioni¬†auf dem¬†Monte¬†Casteddu¬†(XIV ‚Äď IX v. Ch.).¬†Die¬†√úberreste¬†von kreisf√∂rmigen¬†Steinh√ľtten¬†in der N√§he,¬†zeugen davon, dass sich¬†sich dort¬†um 2500 v.Ch. eine¬†wichtige¬†Ansiedlung¬†befand.

San Trano und die Teufelsgrotte

23 gr√∂√üere und kleinere Kirchen und Landkirchlein, in deren Mauern die Gl√§ubigen schon im Mittelalter den Segen erbaten, liegen auf dem Gemeindegebiet verstreut. Ein Highlight, die Landkirche von San Trano, in dem die Heiligen Nicola und Trano als Eremiten hausten. 

Aus dem Heiligen Land gekommen, waren sie unersch√ľtterlich in ihrem Glauben. In Luogosanto wollten sie eine Kirche erbauen; selbst der Teufel konnte sie mit keiner Verlockung von ihrem Vorhaben abbringen und fuhr aus Zorn dar√ľber in die H√∂lle hinab. Unterhalb der Kirche ist in der Grotta del Diavolo, sein Fu√üabdruck im Granit f√ľr immer verewigt. Wer an diesem Platz das Avemaria betet und einem alten Ritus folgt, kann das b√∂se Auge abwehren

Der legende nach wurden von Nicola und Trano dann die ersten Mauern der¬†Basilika von Luogosanto¬†erbaut.¬†Seit 2008 ist Luogosanto¬†Citt√° Mariana, ein¬†Wallfahrtsort, gleichgestellt mit Lourdes.¬†Alle 7 Jahre wird die heilige T√ľr an der Basilika ge√∂ffnet in der die Geschichte der Eremiten verewigt ist. Das allj√§hrliche¬†Fest zu Ehren der Madonna (7./8./9. September)¬†mit Trachtenumz√ľgen, vielen pr√§chtig geschm√ľckten Pferden, Jahrmarkt und gro√üen Konzerten, wird dann noch einmal ein Tick gr√∂√üer ausgerichtet.

√úberreste einer weiteren¬†Ansiedlung¬†sind 2 km au√üerhalb des Dorfes¬†rund um die¬†mittelalterlichen Ruinen des¬†Castello di Baldu¬†zu besichtigen.¬†Die Ruine ist ein¬†besinnlich-lauschiger Platz¬†f√ľr¬†Picknicks.¬†Im Schatten der¬†alten¬†Eichen, l√§sst sich dort wunderbar entspannen.¬†Im¬†Mittelalter¬†war die Burg das Zuhause des¬†Prinzen¬†Baldu,¬†der mit einer deutschen¬†Prinzessin vom Rhein¬†verheiratet war. Oder ein weiterer Ausflug in die Vergangenheit, besichtigt doch das Castello di Balaiana, es liegt mit herrlicher Rundumsicht auf einem H√ľgel. Vorab sind ein paar Hundert Treppenstufen zu √ľberwinden. 6 km vor Luogosanto, von Arzachena kommend.

Kork

In den hei√üen¬†Sommermonaten¬†kann man in den¬†Korkeichenw√§ldern¬†rund um das Dorf Zeuge werden, wie einer der h√§rtesten Jobs der Insel getan wird. Die Str√§nde sind jetzt voll mit Sommertouristen. Jetzt, bei¬†Tagestemperaturen¬†um die 40 Grad ist¬†die Zeit gekommen, die Korkeichen zu sch√§len. Hochbezahlte b√§renstarke¬†Fachm√§nner¬†schlitzen mit¬†scharfen¬†Dolchen, √Ąxten¬†und¬†gekonnten Bewegungen die¬†begehrte Baumrinde¬†auf und ziehen gro√üe Platten des wertvollen¬†Naturmaterials¬†von Hand ab. Ein falscher Schnitt und der Baum stirbt. Auch darf man nicht zu viel von der Rinde abnehmen. Dazu kommt der Kampf mit¬†Wespen,¬†K√§fern¬†und Ameisen, die die Rinde bewohnen und ihre Wohnstatt mit allen Mitteln gegen die Arbeiter zu verteidigen suchen. Doch nur im Hochsommer gibt es zwischen Baum und Rinde einen Luftpuffer, der es erm√∂glicht die Rinde abzunehmen. Im restlichen Jahr sind¬†Baum und Rindeunzertrennlich.¬†Die¬†geernteten Korkplatten¬†werden dann nach¬†Tempio Pausania¬†oder¬†Calangianus¬†in die Fabriken gekarrt, wo sie gelagert, gekocht und dann zu den Korken verarbeitet werden, die die besten¬†Weine der Welt¬†in ihren Flaschen versiegeln.

Hausmannskost in der Gallura

Wirklich arm war Luogosanto nie.¬†Zeugen sind die vielen¬†kleinen Landkirchen und dazugeh√∂rigen L√§ndereien, die¬†Stazzi¬†(typisch sardische Bauernh√§user), die rund um Luogosanto verstreut liegen.¬†Die Besitzer der L√§ndereien lebten im Dorf und¬†lie√üen¬†auf dem Land ihre P√§chter mit Familien¬†f√ľr sich arbeiten.¬†Die¬†wichtigsten¬†Grundnahrungsmittel¬†f√ľr das Dorf¬†wurden dort¬†produziert.¬†Getreide,¬†K√§se,¬†Fleisch,¬†Brot,¬†Gem√ľse. Sie¬†sind noch¬†heute die¬†Basis f√ľr viele Gerichte¬†aus der galluresisch-sardischen Landk√ľche. Wie zum Beispiel die¬†Zuppa Gallurese, ein¬†Brotauflauf, der heute an jedem wichtigen Festtag auf dem Mittagstisch stehen mu√ü. Mein Rezept zum nachkochen. Dazu ein wenig Geschichte zur Zuppa.

Die Landfeste

Wer nach dem hei√üen Sommer Luogosanto besucht, kann Gl√ľck haben, dass eines der Landfeste stattfindet um dort mitfeiern zu k√∂nnen. Gefeiert wurde und wird bis heute viel und gerne. Das Ende des Winters, das Ende des Sommers, die Ernte. Feste, deren Tradition sich bis heute erhalten hat und die abwechselnd von den Gemeindemitgliedern organisiert und an den Landkirchen gefeiert werden.
Der Aufwand ist gewaltig, aber man freut sich schon Wochen vorher auf das gesellige BeisammenseinMeterlange B√§nke und Tische sind dann voll mit Menschen und Leckereien, dazu Tanz und Musik bissp√§t in die Nacht.

Rinder werden zu GeschnetzeltemWildschweine mit Sugo verfeinert und Spanferkel kommen an den Spies und werden im Kreis √ľber dem offenen Feuer stundenlang gegrillt. Mehrg√§ngig ist das Men√ľ, fleischlastig, so wie immer. So wie seit vielen hundert Jahren und nicht wirklich das Gl√ľck veganer Mitb√ľrger.
Dazu gibt‚Äôs Pasta mit Sugo und selbstverst√§ndlich Wasser und Wein, viel Wein. 

Die Geschichten des Dorfes und der Menschen werden dann erz√§hlt. Geschichten um die Feste der vergangenen Jahre, Geschichten um die Neugeborenen und die Toten des Jahres und was sonst noch so interessant ist. Speis und Trank kommen f√ľr eine kleine Spende auf den Tisch. Je nach Fest bekocht das Organisationsteam auch schon mal 2500 Personen, die von √ľberall herbeikommen. Eine Hochleistungf√ľr die d√∂rfliche Supply Chain

Tonnenweise werden Pasta, Tomaten, Kartoffeln, Suppengem√ľse, Wein, Wasser, Obst und das Fleischheranzuschaffen. Die K√∂che sind Hobbyk√∂che, hoch gesch√§tzte Gemeindemitglieder die ihren Job f√ľr das Gemeinwohl teilweise schon seit vielen Jahrzehnten machen und so zu Legenden der Gallura wurden.

Biriu¬†zum Beispiel, ein kleiner Mann, 165 cm gro√ü und nicht mehr der J√ľngste. Er tut sich schwer, weil der R√ľcken so sehr schmerzt. Trotzdem, Jahr f√ľr Jahr wird er gerufen und er kommt. Kein Klagen. Biriu, der die beste¬†Rindfleischsuppe¬†kocht, den¬†besten Sugo¬†kann, dessen¬†Geschnetzeltes butterweich im Munde zergeht,¬†der seine 10 gro√üen T√∂pfe und die K√ľchencrew aus Freiwilligen im Griff hat.¬†Biriu ist bereits Legende. Seine Tochter Giacomina steht ihm seit ein paar Jahren bei und die Gemeinde sorgt sich, wenn er nicht mehr so kann. Denn f√ľr einen Abend Fest sind drei Tage Schwerstarbeit in der K√ľche einzuplanen. Tage die um 5 Uhr morgens beginnen und oft erst weit nach Mitternacht zu Ende sind. Das hier ist Sardinien, ein St√ľck echtes Sardinien.

Fr√ľhling Sommer Herbst und Winter

Im¬†Fr√ľhjahr¬†sind¬†W√§lder, Wiesen und Weiden¬†rund um das Dorf ein wahres¬†Farbspektakel. Kunterbunt von vielen Wildblumen und Kr√§utern die ihren herrlich intensiven Duft in die Inselwelt entlassen. Eingefleischte¬†Sardinienfans, riechen die Insel schon, wenn sie mit der F√§hre in den Hafen einfahren. Ein Duftmix aus¬†italienischer Strohblume¬†(Helicrysum italicum),¬†wildem Lavendel¬†und vielen anderen.
Der Herbst ist gr√ľn, die ersten Regenf√§lle lassen dazu die¬†Edelpilze¬†spriessen und¬†Pilzsammler¬†sind √ľberall mit ihren K√∂rben unterwegs. Die W√§lder zwischen Luogosanto und Tempio sind voll mit¬†Stein- und Edelpilzen,¬†ein¬†Mekka f√ľr Fans der Funghi.

Im Sp√§therbst reifen die dunkelblauen Mirtobeeren an ihren Str√§uchern. Sie sind die Basis f√ľr den gleichnamigen Likeur der Hundertj√§hrigen: den Mirto.  Auch der Erdbeerbaum (Corbezzolo) tr√§gt jetzt schwer mit seinen roten stacheligen Fr√ľchten. Sie erinnern an Erdbeeren oder, wie mein kleiner Neffe meint: ‚Äěan den CoronaVirus in Rot‚Äú. Neben den roten Fruchtkugeln ist gleichzeitig die Bl√ľte des Baumes in vollem Gange. Wie Trauben aus Wein dicht and dicht, h√§ngen sie wachswei√ü bis rosa neben den roten B√§llchen im Baum. Die Bl√ľten sind ein wichtiger Teil der Winternahrung der heimischen Bienen, die daraus den begehrten, bitteren Corbezzolo Honig (Miele di Corbezzolo) herstellen.

Sehenswertes & Tipps

In der Anlage der Forstverwaltung (Forestale) Lu Sfussatu auf dem Weg nach Tempio Pausania k√∂nnen Besucher auf sch√∂n angelegten Pfaden, mit dem Bike oder zu Fu√ü die Natur und Tierwelt beobachten und aus einer Vielzahl sauberer Wasserquellen trinken. Im Park befindet sich auch eine Grotte, die als Beobachtungsposten ausgebaut wurde.

Di√∂zesanmuseum von Luogosanto – Mein¬†absoluter Tipp f√ľr alle Luogosanto-Besucher¬†– das¬†Di√∂zesanMuseum in Luogosanto,¬†das im ehemaligen Franziskaner Kloster beherbergt ist. Artikel in Arbeit

Eine Wasserquelle der heilbringende Eigenschaften zugesagt werden, ist die Sorgente Fonte La Filetta auf dem Weg zum Monte Canu.

Einen besonderen¬†Ausblick in die ganze Gallura und bei gutem Wetter bis Korsika, hat man von dem¬†Kirchlein von San Trano (Eremo di San Trano), wo die Eremiten sich niederlie√üen.¬†500 Meter nach der Ortsausfahrt, Fahrtrichtung Arzachena geht es rechts ab (Beschilderung folgen). Hier hausten die vorgenannten Eremiten zu deren Ehre dort ebenfalls zwei Heiligenfiguren aufgestellt sind. Das Kirchlein liegt auf einem Granith√ľgel.¬†

Ein¬†Muss¬†ist¬†die Besichtigung der¬†Olivastri Millenari,¬†4000 Jahre alte Baumriesen am Lago di Liscia. F√§hrt man √ľber den Monte Canu Richtung Aggius, kommt man hinter Luogosanto in das Tal des Stausees¬†des¬†Lago Liscia. Dort herrscht ein¬†ganz besonderes¬†Mikroklima. Mehrere um die 4000 Jahre alte Baumriesen gelten als die √§ltesten Olivenb√§ume Europas. Unter dem Bl√§tterdach des √Ąltesten¬†lernt man Ehrfurcht.

Essen in Luogosanto

Ristorante Pizzeria da Tommy, Via Cristoforo Colombo 9, Pasta, Pizza (Abends), Fisch & Fleisch, t√§glich 12.00 ‚Äď 15.00 / 19.00 ‚Äď 23.00, Donnerstag Ruhetag. Tommy, seine Frau und seine Kinder bewirten Euch mit Leckerschmeckergarantie.

Ristorante Girasole, Via S. Trano 31, tolle Pasta & Pizza (Abends), Fisch & Fleisch, t√§glich 12.30 ‚Äď 14.30 / 19.00 ‚Äď 23.30 

Tolles Eis, super H√§hnchen, Pizza und s√ľsses Geb√§ck zum Mitnehmen in der Rosticceria von Adriana und und Pasquale Lu Mulinu, Via San Trano 11

6 km au√üerhalb ‚Äď bei Matteo und Laura im Agriturismo/Landhotel Quercia della Gallura typisch sardisch essen & schlafen, Reservierung notwendig ‚Äď www.querciadellagallura.com

√úbernachten in Luogosanto

im Dorfkern ‚Äď bei Fabrizio und seiner Familie im Drei Sterne Hotel & Restaurant San Trano in der Via Caprera 19, von Apr. bis Okt.‚Äď www.hotelsantrano.it

2 km au√üerhalb ‚Äď bei Pierfranco, Francesca,  & Gianna im Agriturismo Vaddidulimu in der Ansiedlung Vaddidulimu (Fahrtrichtung Aglientu), ganzj√§hrig ge√∂ffnet B&B 40,‚Äď Euro pro √úbernachtung / HP 60,‚Äď Euro Reservieren: dongu1@virgilio.it

6 km au√üerhalb, Fahrtrichtung Arzachena ‚Äď das ausgebaute Heuhaus von Eugenie¬†f√ľr 1 – 2 Personen

6 km au√üerhalb ‚Äď bei Matteo und Laura im Agriturismo/Landhotel Quercia della Gallura, ganzj√§hrig, ab 35,‚Äď Euro B&B www.querciadellagallura.com

8 km au√üerhalb, total tolle Berglage, ‚Äď im Agriturismo Canu von Antonello und seiner Familie ‚Äď www.agriturismo-canu.com 

Einkaufen in Luogosanto

#Sardinientipp Kr√§uter, Tees, Salben einkaufen- bei DER Kr√§uterfrau Sardiniens, Patrizia, in ihrer Erboristeria, 5 km au√üerhalb des Dorfes gelegen (Fahrtrichtung Arzachena), pflanzt, hegt und pflegt sie nicht nur viele Heilpflanzen selber, sonder mixt Euch Tees und Aufg√ľsse f√ľr allerlei Zipperlein von Hand, stellt dazu Salben und Kr√§utermixturen selber her. Erboristeria Officinale Lu Capruleddu, Loc. Capruleddu, I-07020 Luogosanto

#Sardinientipp K√§se und Wurst einkaufen‚Äď Der sardische Pecorino-K√§se f√ľr den die Schafe des Agriturismo Canu ganzj√§hrig auf der Weide frei grasen um hervorragende Milch zu liefern ist famos und ganz bestimmt ein besonderer Leckerbissen. Bei Daniela und Pino k√∂nnt Ihr ihn von Fr√ľhjahr bis Herbst in der Verkaufsstelle Pastores in Arzachena erstehen. Der Weg lohnt sich.

#Sardinientipp Blumen und Geschenke, tolle Blumenkompositionen holen wir uns f√ľr unsere Hochzeiten im Blumenladen bei Anna in der Via San Trano . In ihrem Laden duftet es herrlich. Neben Blumen gibt es eine Auswahl netter Geschenkideen und Kerzen. 

#Hoch zu Ross in Luogosanto Auf tollen Pferden die wunderbaren Stein- und Korkeichenw√§lder erkunden. Bei Valeria und dem Centro Equestre Royal Dream

#Wein testen in Luogosanto #Piero Mancini

In den 60er Jahren entschloss sich der Zahnarzt Piero Mancini Wein anzubauen. Eine gute Entscheidung, denn heute d√ľrfen wir sein fantastischen Weine in Luogosanto testen. Das¬†Weingut befindet sich ca. 4 km au√üerhalb Luogosanto¬†in Fahrtrichtung Arzachena.¬†Ein wunderbarer Stazzu, top restauriert ist heute eine exquisite Location. Derzeit k√∂nnen leider nur Tastings f√ľr Gruppen ab 20 Personen angeboten werden.¬†

Mein Fazit

Luogosantos unber√ľhrte, unvergleichliche Natur, nette Einwohner und Gastgeber, tolle kulinarische Spezialit√§ten und nicht zuletzt die abwechslungsreiche Landschaft, macht dieses nette sardische Dorf zu einem meiner Lieblingsorte auf Sardinien. Ganz besonders Naturliebhaber, Radler und Wanderer finden hier tolle M√∂glichkeiten um ein St√ľck urspr√ľngliches Sardinien auf eigene Faust zu erkunden. Ganz besonders m√∂chte ich Luogosanto denjenigen empfehlen, die die Insel auch mal au√üerhalb der √ľblichen Touristenzeiten entdecken m√∂chten. Sardinien ist einfach nur toll im Herbst, Winter und Fr√ľhjahr. Einige Unterk√ľnfte sind geheizt und ganzj√§hrig ge√∂ffnet und last but not least, gerade in Coronazeiten l√§sst sich mit so viel Platz ganz wunderbar und ziemlich Maskenfrei eine tolle Zeit verbringen. Ich w√ľnsche Euch eine tolle Reise.

Fotos: Comune Luogosanto, Anja Liebert, Daniele Fontana

Viel Spass bei Eurem Aufenthalt. Weitere Fragen? einfach fragen..